Globalisierung und Ferntourismus: Chancen, Risiken und Nachhaltigkeit

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Chancen der Globalisierung für Entwicklungs- und Schwellenländer

  • Wirtschaftliche Wachstumsimpulse durch neue Arbeitsplätze.
  • Teilhabe am Technologie-Know-how-Transfer (durch Investitionen).
  • Ausgeglichenere soziale Verhältnisse und politische Stabilität.
  • Teilhabe an konjunkturellen Aufwärtsbewegungen im Sog der Industrieländer.
  • Chance auf politische Globalisierung im Zuge der Anerkennung demokratischer Sozialsysteme.
  • Bessere Infrastruktur durch Steuereinnahmen.

Risiken der Globalisierung für Entwicklungs- und Schwellenländer

  • Risiko, nicht ausreichend an der Globalisierung teilzuhaben.
  • Gefahr protektionistischer Verhaltensweisen seitens der Industrieländer (Zölle).
  • Gefahr der Fremdbestimmung durch den Einfluss ausländischer Investoren.
  • Häufiges Abfließen der Gewinne in die Industrieländer.
  • Überforderung durch ständigen Anpassungsdruck an neue Produktgruppen.
  • Weitere Verarmung infolge fehlender Marktöffnung der Industrieländer.

Ferntourismus im Kontext der Globalisierung

Entwicklung des Tourismus in Entwicklungsländern

  • Starke Zunahme der Touristenzahlen seit 1950.
  • Steigende Deviseneinnahmen.
  • Weltweit größter Arbeitgeber.
  • Ungleiche Verteilung des internationalen Tourismus (z.B. 50% in Europa, geringere Anteile in anderen Regionen).

Rahmenbedingungen für Ferntourismus: Nachfrageseite

  • Steigende Einkommen.
  • Sinkende Jahres- und Lebensarbeitszeit.
  • Entwicklungen im Verkehrswesen.
  • Steigendes Lebensalter.
  • Höherer Bildungsstand.
  • Zunehmende Fremdsprachenkenntnisse.
  • Abenteuerlust.
  • Günstigere Reiseangebote.
  • Zunehmendes Erholungsbedürfnis.

Rahmenbedingungen für Ferntourismus: Angebotsseite

  • Natürliche Faktoren (Küsten, Vegetation, Tierwelt).
  • Klimatische Faktoren (Sonnenschein, Wärme).
  • Soziokulturelle Faktoren (Bauwerke, Kultur, Architektur, Traditionen).
  • Wirtschaftliche Faktoren (niedrige Preise, Shopping, Freizeit- und Sportangebote).
  • Liberalisierung.

Sozioökonomische Tragfähigkeit: Beispiel Thailand

  • Früher kleinbetriebliche Struktur, heute formelle Betriebe von Investoren.
  • Extremer Anstieg der Bodenpreise an Küsten.
  • Vetternwirtschaft und Korruption.
  • Gefahr des Ausverkaufs lokaler Ressourcen.
  • Landspekulation.
  • Sextourismus.

Folgen für Thailand

  • Radikale Umgestaltung der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur.
  • Soziale und ökonomische Tragfähigkeit überschritten.

Problem der ökologischen Tragfähigkeit

  • Zersiedlung und verdichtete Bebauung entlang der Strände und Buchten.
  • Keine geregelte Abfallversorgung.
  • Zerstörung von Naturräumen.
  • Abwasserprobleme.
  • Hoher Lärmpegel.
  • Absterben von Korallen.
  • Ausbeutung der Trinkwasserreserven.

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