Globalisierung: Eine kritische Einführung
Eingeordnet in Sozialwissenschaften
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,52 KB
Sozialwissenschaftliche Konzepte unterliegen oft Moden. Der Begriff Globalisierung erschien in den 1980er Jahren in nordamerikanischen Schulen. Die Verwaltung der Empirie ist jedoch noch immer nicht klar, ebenso wenig wie die Inhalte oder die wesentlichen Grenzen des Konzepts.
Ideologische und politische Bedeutung
Das Konzept wird im ideologischen und politischen Kampf verwendet. Aufgrund seiner Mehrdeutigkeit dient es entweder als Mechanismus zur Unterstützung neoliberaler Ziele oder als Bestandteil linker Gruppen und Bewegungen, die es für die Krankheiten der Welt verantwortlich machen. Die Globalisierung ist ein ideologisches Instrument zur Verbreitung und Umsetzung des sogenannten „einzigen Gedankens“.
Das Dogma des Primats der Ökonomie
Ihr Dogma besagt, dass alle Politik, Wirtschaft und Kultur dem Primat der Ökonomie unterliegen müssen. Dieser Aspekt der neoliberalen Globalisierung ähnelt dem Marxismus. Die neoliberale Ideologie fordert:
- Die Einhaltung der Gesetze des Marktes.
- Die Minimierung des Staates.
- Die Reduzierung oder den Ausstieg aus Hindernissen für den freien Verkehr von Ideen, Kapital, Dienstleistungen, Waren und Produktionsfaktoren.
Definitionen und Auswirkungen
Anthony Giddens definiert Globalisierung als die Intensivierung der sozialen Beziehungen, durch die weit entfernte Orte so verknüpft werden, dass Ereignisse an einem Ort durch Bedingungen an einem anderen, tausende Meilen entfernten Ort beeinflusst werden. Die Globalisierung ist ein komplexer Prozess, in dem Nationen an wirtschaftlicher Macht verlieren.
C. Vaquero beschreibt sie als den Versuch, die Welt nach dem Bild der neoliberalen Wirtschaftspolitik neu zu strukturieren und die Logik innerhalb sozialer, politischer und kultureller Traditionen neu anzuordnen.
Ein vielschichtiges Phänomen
Es handelt sich um ein vielschichtiges Phänomen wirtschaftlicher, finanzieller, technischer, medialer, kultureller und rechtlicher Natur, das asymmetrisch, heterogen und diskontinuierlich ist. Die Globalisierung ist ein irreversibler Prozess, gekennzeichnet durch:
- Die Ausweitung des geografischen Geltungsbereichs des internationalen Austauschs.
- Den globalen Charakter der Finanzmärkte.
- Die wachsende Macht multinationaler Konzerne.
- Die Revolution im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien.
- Die Herausforderungen durch weltweite Armut, ökologische Schäden und globale Krisen.