Globalisierung: Ursachen, Folgen und Kritik
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Globalisierung: Begriff und Entwicklung
Der Begriff der Globalisierung wurde im 20. Jahrhundert besonders durch die Krise des sozialistischen Blocks geprägt; im Laufe der Geschichte gab es jedoch verschiedene Wellen der Globalisierung und Internationalisierung menschlicher Beziehungen.
Wirtschaftliche Errungenschaften und Defizite
In der Wirtschaft hat sich einiges erreicht: Es besteht nahezu uneingeschränkte Freiheit des Kapitalverkehrs und weniger Hemmnisse für den Waren- und Dienstleistungsverkehr. Die Bewegungsfreiheit von Menschen ist jedoch begrenzt, insbesondere bei Migration. Andererseits wurde die Globalisierung der Gerechtigkeit, der Menschenrechte, der Ökologie oder politischer Entscheidungen vielfach vernachlässigt.
Bilanz der letzten Jahrzehnte
Die Bilanz der letzten 30 Jahre kommt zu dem Schluss, dass die Globalisierung nicht alle Länder erreicht hat und nur den qualifizierten Sektoren der Bevölkerung in reicheren Ländern und den sogenannten "Schwellenländern" zugutegekommen ist.
Charakteristische Merkmale
ROCE ist ein Prozess der Integration der Weltwirtschaft in die kapitalistische Ökonomie und der zunehmenden Verflechtung der Volkswirtschaften verschiedener Länder. Dies führt zu einem Verlust der Entscheidungskompetenz der Staaten in Wirtschaftsfragen: Die Zentren wirtschaftlicher Entscheidungen liegen zunehmend außerhalb staatlicher Kontrolle; die Staaten sind von großen multinationalen Unternehmen und Finanzsystemen abhängig.
Internationaler Handel
Die Globalisierung hat zu einer starken Zunahme des internationalen Handels mit Waren, Dienstleistungen und Kapital geführt und einen globalen Markt geschaffen, auf dem man Produkte nahezu überall auf der Welt kaufen oder verkaufen kann.
Faktoren der Globalisierung
- Entwicklung von Kommunikation und Transport: Diese ermöglichten einen sehr raschen Austausch von Informationen sowie den Finanz-, Güter- und Personenverkehr (Steigerung der Effizienz und Senkung der Kosten).
- Abbau politischer und administrativer Hemmnisse: Zölle und andere Handelshemmnisse zwischen den Staaten wurden reduziert; es entstanden Verträge und Vereinbarungen zum freien Handel.
- Expansion multinationaler Konzerne und internationaler Banken: Diese trugen zur weltweiten Verbreitung des Kapitalismus bei.
Es kann sich auch auf politische Fragen beziehen, wie die im Text erwähnte Krise und der Zusammenbruch des sozialistischen Wirtschaftssystems der UdSSR und ihrer Verbündeten.
Konsequenzen
Wirtschaft
- Verstärkte Ungleichheiten zwischen entwickelten Ländern und den ärmsten Ländern.
- Ungleichheiten zwischen verschiedenen Sektoren der Bevölkerung in wohlhabenderen Ländern.
- Erhöhung der Macht multinationaler Konzerne, die Produktion global organisieren, z. B. durch Verlagerung von Geschäftsbereichen (Offshoring).
- Ungleicher Austausch im internationalen Handel und strategische Verlagerungen wirtschaftlicher Aktivitäten.
Umwelt
Es lassen sich mehrere Beispiele nennen: die Verlagerung umweltbelastender Industrien in Länder der Dritten Welt (Chemie, Stahl, Zement etc.) sowie die Ausbeutung natürlicher Ressourcen durch multinationale Konzerne, die das Fehlen von Vorschriften zum Schutz der Umwelt ausnutzen.
Politik
Die Macht der Staaten, wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen, wird reduziert; Entscheidungen werden teilweise im Interesse multinationaler Konzerne oder unter Vorgaben internationaler Organisationen wie dem IWF oder der Weltbank getroffen. Zudem entstehen territoriale Streitigkeiten im Zusammenhang mit hegemonialen Interessen, insbesondere denen der USA als heute dominierende Supermacht.
Soziales
Es kommt zu zunehmender ökonomischer Ungleichheit zwischen Nord und Süd und zu Migrationsbewegungen. Außerdem gibt es Phänomene sozialer Ausgrenzung (Armutszonen, Verschärfung der Krise des Wohlfahrtsstaates), die Einführung neuer Werte, die auf Individualismus und Konsumismus beruhen, und negative Auswirkungen auf die Gesellschaft als Ganzes (Mangel an Solidarität, sinkende Beteiligung an demokratischen Institutionen etc.).
Kultur
Es tritt eine kulturelle Homogenisierung in Form eines dominierenden Modells auf, beeinflusst durch die Kontrolle der US-Medien, was zur Entstehung von Phänomenen wie einer "banalen Kultur" führen kann. Gleichzeitig kommt es als Reaktion zu einer Wiederbelebung nationaler und/oder ethnischer Identitäten.