Glossar der Barockmusik und Operngeschichte
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Wichtige Begriffe der Barockmusik
- Farbe: Verwendung des dazugehörigen Farbtons in der Musik.
- Virtuosität: Das volle Spektrum der technischen Möglichkeiten eines Instruments oder einer Stimme.
- Melodiebegleitung: Eine melodische Linie mit einer Begleitung (Acompanamiento).
- Basso continuo: Ein charakteristisches Merkmal der Barockmusik, bestehend aus einer Basslinie, über die improvisierte Akkorde gespielt werden.
- Kastrat: Sänger, denen im Kindesalter vor dem Stimmbruch die Hoden entfernt wurden, um das Wachstum des Kehlkopfes zu stoppen. Die Kastratenstimme blieb lebenslang erhalten, verfügte jedoch über die Lungenkapazität und Kraft eines Erwachsenen.
- Kantate: Ähnlich wie das Oratorium strukturiert, jedoch meist kürzer und ohne erzählende Handlung.
- Passion: Erzählt vom Leiden und Sterben Jesu Christi; sie war besonders in der Barockzeit verbreitet.
- Weltliche Werke: Kompositionen mit profanen Themen.
- Oratorium: Nicht szenisch dargestellt, mit religiösen Themen.
- Camerata: Eine Gruppe von Musikern, Künstlern und Intellektuellen, die unter dem Schutz eines Adligen arbeiteten.
- Ouvertüre: Ein Instrumentalstück, das das Orchester zu Beginn als Einleitung spielt.
- Rezitativ: Ein Sprechgesang, bei dem der Sänger den Text rezitiert.
- Arie: Ein von einem Vokal-Solisten mit Instrumentalbegleitung vorgetragenes Musikstück.
- Duo, Trio, etc.: Vokalstücke mit den Merkmalen einer Arie, jedoch von zwei, drei oder mehr Solisten gleichzeitig gesungen.
- Chor-Fragment: Chormusik, die vor allem zur Darstellung von Menschenmassen verwendet wird.
- Tanz: Instrumentalmusik, die für Ballettaufführungen entwickelt wurde.
Operngattungen und Instrumentalmusik
- Komische Oper (Opera buffa): Stellt Alltagssituationen dar, in einem Musikstil, der dem populären Geschmack des Publikums entspricht.
- Zarzuela: Eine spanische Musikgattung, die aus gesprochenen und gesungenen Teilen besteht.
- Querelle des Bouffons (Streit der Clowns): Ein musikalischer Streit in Paris über die Vorherrschaft der Opernstile.
- Sonate: Ein Instrumentalwerk für ein oder mehrere Instrumente.
- Luthier: Erbauer von Saiteninstrumenten (Geigenbauer).
- Kammermusik: Musik für eine kleine Gruppe von Instrumenten.
- Suite: Eine Folge von Tänzen in der gleichen Tonart, aber mit unterschiedlichem Charakter.
- Konzert: Ein Instrumentalwerk, in dem ein oder mehrere Soloinstrumente mit dem Orchester interagieren.
- Concerto grosso: Wechselspiel zwischen einer kleinen Gruppe von Solisten (Concertino) und dem vollen Orchester (Tutti).
- Solokonzert: Ein Soloinstrument und Orchester.
- Toccata: Eine virtuose Komposition für Tasteninstrumente, oft improvisationsartig, die dem Musiker erlaubt, seine technische Meisterschaft zu demonstrieren.
Meilensteine der Operngeschichte
- 1597: Dafne, die erste (nicht erhaltene) Oper.
- 1600: Euridice von Jacopo Peri.
- 1607: L'Orfeo von Claudio Monteverdi, die erste bedeutende Oper der Geschichte.
- 1600: Die Oper wurde in Florenz geboren.
- 1675: Ausbreitung nach Venedig (7 Opernhäuser für 100.000 Einwohner).
- 18. Jahrhundert: Entwicklung in Rom und Neapel (Komische Oper).
- Verbreitung in ganz Europa.