Glossar für Arbeitssicherheit und Risikomanagement
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Grundbegriffe der Arbeitssicherheit
Prozess
Eine Menge von Ressourcen und Aktivitäten, die Eingaben in Ergebnisse transformieren und Wertschöpfung erzeugen.
Sub-Prozess
Eine Zusammenstellung von Aktivitäten, die aus einem Prozess aufgeschlüsselt werden und eine Einheit bilden, welche die Definition des Prozesses prägt.
Risiko
Kombination der Wahrscheinlichkeit und des Ausmaßes des Auftretens eines gefährlichen Ereignisses.
Sicherheit
Bedingungen und Faktoren, die Auswirkungen auf die körperliche Unversehrtheit von Mitarbeitern, Zeitarbeitern, Vertragspartnern, Besuchern und jeder anderen Person am Arbeitsplatz haben.
Arbeitsplatz
Leistungsbereich und Entwicklungsraum, der durch eine physische Struktur, Werkzeuge, Einrichtungen, Ausrüstung und Materialien gebildet wird.
Unerträgliches Risiko
Ein Risiko, das bei der Bewertung als sehr kritisch oder kritisch eingestuft wurde und eine sofortige Überprüfung erfordert.
Routineaufgabe
Tätigkeiten, die in gewohnter Form ausgeführt werden, d. h. alltägliche Situationen, die täglich, wöchentlich oder monatlich wiederkehren.
Nicht-Routine-Aufgabe
Ungewöhnliche Situationen, die seltener als monatlich, mindestens jedoch jährlich durchgeführt werden.
Unfall
Ein unerwünschtes Ereignis, das zu Verletzungen, Sachschäden oder anderen Verlusten führt.
Vorfall (Incident)
Ein Ereignis, das Anlass zu einem Unfall gibt oder das Potenzial dazu hat. Ein Vorfall ohne Verletzungen oder Krankheiten wird auch als Beinahe-Unfall bezeichnet. Der Begriff umfasst Störungen, Unfälle mit Verletzungen, Sachschäden und Betriebsstörungen.
Verlust
Vermeidbare Einbußen oder Verletzungen von Ressourcen.
Beruf
Titel der Stelle, der alle Tätigkeiten umfasst, die eine Person während der Ausübung dieser Position entwickelt.
Aktivität
Jede der Stufen, die in einem Prozess entwickelt werden, um ein Verfahren oder eine Dienstleistung zu erhalten.
Aufgabe
Jede der Aktionen, die innerhalb einer Tätigkeit für den Prozess ausgeübt werden, sowohl unter Routine- als auch unter Nicht-Routine-Bedingungen.
Chemische Gefährdung
Alle organischen und anorganischen Stoffe (natürlich oder synthetisch), die keinen Lebenscharakter haben (z. B. Pulver, Fasern, Rauch, Nebel, Gase und Dämpfe). Diese können bei Kontakt mit Menschen unter bestimmten Bedingungen die Gesundheit über verschiedene Aufnahmewege (Atmung, Verdauung, Haut und Augen) schädigen.
Verletzungsgefahr durch physikalische Einwirkungen
Formen von Energie in der Umwelt (Lärm, Kälte, ionisierende und nicht-ionisierende Strahlung, Vibration, Hitze etc.), die bei Interaktion mit Menschen unter bestimmten Bedingungen den Gesundheitszustand schädigen können.
Biologische Gefährdung (Biohazard)
Alle lebenden Agenzien, die unter bestimmten Bedingungen Schädigungen der menschlichen Gesundheit verursachen können (z. B. Viren, Bakterien, Parasiten, Pilze und deren Sporen).
Ergonomisches Risiko
Set von Elementen des Arbeitsumfelds, der Organisation und der Arbeitsbelastung, bestehend aus:
- Physische Faktoren: Anstrengung, Körperhaltungen, Rhythmen etc.
- Psychische Faktoren: Grad der Aufmerksamkeit, Komplexität, Monotonie etc.
- Psychosoziale Faktoren: Gehälter, persönliche Entwicklung, Beziehungen, Schichtpläne, Kommunikation etc.
Diese Faktoren können die Gesundheit der Personen beeinträchtigen.
Gefährdung (Hazard)
Quelle oder Situation mit dem Potenzial für Schäden in Bezug auf Verletzung, Krankheit, Sachschäden, Umweltschäden am Arbeitsplatz oder eine Kombination daraus.