Glossar der Landwirtschaft und Fischerei

Eingeordnet in Geographie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 4,63 KB

Wichtige Begriffe der Landwirtschaft und Fischerei

  • Latifundio: Hierbei handelt es sich um Landflächen im Besitz traditionell abwesender Eigentümer. Merkmale sind großflächiger Anbau, niedrige Erträge und eine große Anzahl von Arbeitern mit schwerer saisonaler Arbeitslosigkeit und Analphabetismus.
  • Kleinbauern: Kleine landwirtschaftliche Betriebe oder Parzellen. Diese Struktur verhindert eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft und neigt dazu, zu verschwinden oder durch Flurbereinigung abgemildert zu werden.
  • Hochseefischerei: Diese findet in fernen Gewässern mit Fischerbooten und geeigneter Ausrüstung für die Navigation auf hoher See statt.
  • Küstenfischerei: Fischerei, die mit kleinen Booten in der Nähe der Küste durchgeführt wird.
  • Transhumanz (Saisonale Migration): Die saisonale Wanderung von Tieren, insbesondere Schafen, auf der Suche nach Weideland.
  • Landwirtschaft in Trockengebieten: Eine Form der Landwirtschaft, die Wasser ausschließlich aus Regen und natürlicher Bodenfeuchtigkeit erhält.
  • Bewässerte Landwirtschaft: Landwirtschaftliche Praxis, bei der den Kulturen zusätzlich zum Regenwasser gezielt Wasser aus Oberflächen- und Grundwasserquellen zugeführt wird.
  • Intensiv-Landwirtschaft: Ein Anbausystem, das auf hohem Arbeitseinsatz, hohen Investitionen und High-Tech-Methoden (Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden, Bewässerungsmaschinen etc.) basiert. Das Ziel sind hohe Erträge pro Flächeneinheit, weshalb die Produktion oft auf konzentrierten Flächen stattfindet.
  • Extensive Landwirtschaft: Ein Anbausystem, das durch einen geringen Arbeitseinsatz pro Fläche gekennzeichnet ist und in der Regel mit großen Ländereien verbunden wird.
  • Pacht (Lease): Ein Besitzverhältnis von Land oder einem Unternehmen, welches die Vermietung von Grundstücken oder Flächen gegen einen festgelegten Geldbetrag beinhaltet.
  • Disperse ländliche Siedlung: Eine Siedlungsform, in der die Häuser voneinander getrennt sind und die Gehöfte von Feldern, Wiesen und Wäldern umgeben werden (Einzelhofsiedlung).
  • Geregelte ländliche Siedlung: Eine Siedlungsform, in der Häuser gruppiert ein Dorf bilden, unabhängig von der Lage historischer Gebäude.
  • Fruchtfolge: Eine traditionelle Praxis in der Landwirtschaft, bei der eine Farm unterteilt wird und die Anbaukulturen auf den einzelnen Flächen jährlich wechseln. Dies dient der Erholung der Bodenfruchtbarkeit.
  • Brache: Eine traditionelle landwirtschaftliche Praxis in Trockengebieten, bei der das Land unbestellt bleibt, um Regenwasser zu speichern und Unkräuter zu vernichten, die wiederum als natürlicher Dünger dienen.
  • GAP (Gemeinsame Agrarpolitik): 1961 ins Leben gerufen (Spanien trat 1986 bei), um den Lebensstandard der Bauern zu verbessern, Märkte zu stabilisieren, Preise zu regulieren und die Versorgung der Verbraucher zu sichern.
  • Flurbereinigung: Ziel ist es, die Zersplitterung von Kleinbetrieben zu reduzieren. Jedem Besitzer wird eine zusammenhängende Parzelle oder wenige gleichwertige Flächen zugewiesen, inklusive eines verbesserten Zugangs zu Wegen.
  • Intensivtierhaltung: Viehbestand, der in Betrieben lebt und mit Futter sowie Futtermitteln versorgt wird. In der Regel herrscht eine hohe Tierdichte und es werden hochselektive Rassen eingesetzt.
  • Technische Kulturen: Pflanzen, die für die industrielle Weiterverarbeitung bestimmt sind, wie zum Beispiel Sonnenblumen oder Baumwolle.
  • Dehesa: Eine Bewirtschaftungsform, die Landwirtschaft, Viehzucht und Forstwirtschaft verbindet. Meist wird das Land einige Jahre landwirtschaftlich genutzt, ruht dann und dient anschließend der extensiven Viehhaltung.
  • Landflucht: Die Abwanderung, insbesondere von jungen Menschen, vom Land in die Stadt. Dieser Prozess beschleunigte sich mit der industriellen Revolution und verändert nicht nur den Wohnsitz, sondern auch das Berufsbild aufgrund der besseren Erwerbsmöglichkeiten in der Stadt.
  • Parzelle (Plot): Ein Anteil an Anbauflächen, der durch eine gemeinsame Grenze begrenzt ist.
  • Landwirtschaftlicher Betrieb (Operation): Eine Gruppe von Grundstücken, die von einem Landwirt bewirtschaftet werden, unabhängig davon, ob sie räumlich getrennt sind oder sich im Eigentum befinden.

Verwandte Einträge: