Glossar der Psychomotorik

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Psychomotorik

Disziplin, die auf die harmonische Entwicklung der Person abzielt. Sie ermöglicht durch motorische, kognitive und affektive Erfahrungen die Beziehung zu sich selbst und zur Außenwelt, unabhängig vom Alter, in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und Behandlung.

Psychomotorische Richtlinie oder Ausrichtung

Basiert auf der Anwendung einer Reihe psychomotorischer Tests, die die Schwierigkeiten des Patienten aufzeigen und die Intervention zur Überwindung des Defizits bestimmen.

Psychomotorische oder relationale Erfahrungen

Eine offene pädagogische Vision, die das Kind als Regisseur des eigenen Lernens durch spontanes Spiel betrachtet.

Körperschema

Das Wissen und Bewusstsein, das man über sich selbst als Körper hat, mit bestimmten räumlichen Grenzen, motorischem, relationalem und expressivem Potenzial, der Fähigkeit, die verschiedenen Körperteile zu erkennen und zu benennen, sowie der Möglichkeit der grafischen oder mentalen Darstellung.

Neben der motorischen Funktion hat der Tonus eine kognitive Funktion (verbunden mit Aufmerksamkeit) und eine affektive Funktion (verbunden mit nonverbaler Kommunikation, Ausdruck und Emotionsregulation).

Gleichgewicht (Balance)

Aufrechterhaltung eines stabilen Schwerpunkts in statischen oder dynamischen Körpersituationen.

Körpersäule

Eine imaginäre Ebene, die unseren Körper von oben nach unten durchläuft und ihn in zwei gleiche Hälften (rechts und links) teilt. Die zentrale Achse repräsentiert die Wirbelsäule.

Lateralität (Seitenpräferenz)

Die Tendenz, eine Körperseite gegenüber der anderen zu bevorzugen, sowohl motorisch (Fuß, Hand) als auch sensorisch (Auge, Ohr).

Tonus (Muskelspannung)

Zustand der permanenten leichten Muskelkontraktion, die zur Aufrechterhaltung der Haltung und des Gleichgewichts, zur Bewegung im Raum, zum Widerstand oder zur Schwerkraft beiträgt. Er hängt vom labyrinthären System, den Gelenken und der Sehkraft ab.

Position

Bezieht sich auf die Fähigkeit, verschiedene Haltungen einzunehmen, und darauf, wie sich die verschiedenen Körpersegmente zueinander verhalten, um eine Handlung auszuführen oder eine Körperhaltung beizubehalten.

Strukturierung von Zeit und Raum

Impliziert die Fähigkeit, den Körper in Bezug auf die Außenwelt, Objekte und Situationen in Raum und Zeit zu lokalisieren, zu organisieren und zu steuern.

Koordination

Die Integration verschiedener Körperteile in einer geordneten Bewegung mit möglichst geringem Energieaufwand. Es gibt zwei Arten:

  • Allgemeine dynamische Koordination (Grobmotorik): Bezieht sich auf große Muskelgruppen. Ihre Verhaltensweisen sind Springen, Laufen und Gehen, zusätzlich zu komplexeren Bewegungen wie dem Tanzen.
  • Feinmotorische Koordination (Auge-Hand-Koordination): Bezieht sich auf gemeinsame Aktivitäten der Gliedmaßen und der Wahrnehmung, die ein hohes Maß an Präzision bei der Ausführung erfordern. Ihre Verhaltensweisen sind: Schreiben, Mimik, Aktivitäten des täglichen Lebens, feine und komplexe Fähigkeiten, Zeichnen usw.

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