Glossar: Reproduktion, Genetik und Fortpflanzung

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Mutation

Eine Mutation ist eine Veränderung der Erbinformation (Genotyp) eines Lebewesens. Diese Veränderung tritt plötzlich und spontan auf und kann auf die Nachkommen vererbt werden.

Eizellen (Ova)

Eizellen sind die weiblichen Geschlechtszellen (Gameten). Diese Zellen sind groß, kugelförmig und unbeweglich. Ab der Pubertät reift etwa alle 28 Tage eine Eizelle in einem der Eierstöcke heran und gelangt in einen der Eileiter.

Spermien

Spermien sind die männlichen Keimzellen (Gameten). Sie sind dafür zuständig, die Eizelle zu befruchten und dabei genetische Informationen in die weibliche Zelle einzubringen.

Eierstöcke (Ovarien)

Die Eierstöcke sind die weiblichen Keimdrüsen (Gonaden). Sie sind verantwortlich für die Produktion von Sexualhormonen und die Reifung der Eizellen.

  • Sie sind mandelförmig und messen bei fruchtbaren Frauen etwa 1 x 2 x 3 cm (diese Maße können sich während des Zyklus ändern).
  • Sie wiegen etwa 6 bis 7 Gramm und sind grauweiß.
  • Sie liegen beidseitig des Uterus und sind durch die utero-ovariellen Bänder mit der Gebärmutter und der Beckenwand verbunden.

Die Eierstöcke sind das weibliche Äquivalent der männlichen Hoden.

Gebärmutter (Uterus oder Matrix)

Die Gebärmutter ist das Organ der Schwangerschaft und das größte der weiblichen Fortpflanzungsorgane bei den meisten Säugetieren, einschließlich des Menschen. Sie ist ein muskuläres, hohles, birnenförmiges Organ, das extraperitoneal im Becken liegt. In der antevertierten Position ruht sie vor der Blase, während sich das Rektum dahinter befindet.

Eileiter (Tuben)

Die Eileiter sind Muskelschläuche, welche die Eierstöcke mit der Gebärmutter verbinden. Sie dienen als Transportweg für die Eizelle von den Eierstöcken zur Gebärmutterhöhle. Die Befruchtung der Eizelle durch Spermien findet typischerweise im Eileiter statt. Der daraus entstehende Embryo wandert anschließend in die Gebärmutterhöhle, wo er sich einnisten kann.

Künstliche Besamung (KB)

Die künstliche Besamung ist eine Methode der assistierten Reproduktion, bei der Spermien mithilfe spezieller Instrumente und Techniken in die weiblichen Fortpflanzungsorgane (z. B. Gebärmutter oder Eileiter) eingebracht werden, um die natürliche Begattung zu ersetzen.

Klonen

Klonen ist der Prozess, durch den identische Kopien eines Organismus, einer Zelle oder eines Moleküls asexuell entwickelt werden.

In-Vitro-Fertilisation (IVF)

Die In-Vitro-Fertilisation ist eine Technik, bei der die Befruchtung der Eizellen durch Spermien außerhalb des mütterlichen Körpers stattfindet (im Reagenzglas). IVF ist eine wichtige Behandlungsmethode bei Unfruchtbarkeit, insbesondere wenn andere Methoden der assistierten Reproduktion erfolglos geblieben sind.

Befruchtung (Fertilisation)

Die Befruchtung ist die Verschmelzung der Gameten (Geschlechtszellen) bei der geschlechtlichen Fortpflanzung. Das Ergebnis ist die Zygote, eine Zelle, die nun die Chromosomensätze beider Gameten enthält.

Crossing-over

Crossing-over ist der Prozess, bei dem zwei homologe Chromosomen gepaart werden und DNA-Abschnitte austauschen.

Gameten (Geschlechtszellen)

Gameten sind haploide Geschlechtszellen mehrzelliger Organismen. Sie tragen unterschiedliche Namen, je nach Geschlecht, dem sie angehören (z. B. Eizellen und Spermien).

Zygote

Die Zygote ist die Zelle, die aus der Vereinigung der männlichen und weiblichen Gameten bei der geschlechtlichen Fortpflanzung von Organismen (Tiere, Pflanzen, Pilze und einige einzellige Eukaryoten) entsteht. Ihr Zytoplasma und ihre Organellen stammen immer von der mütterlichen Herkunft (aus der Eizelle).

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