Gotische Kathedralen: Chartres, Sainte-Chapelle & León

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Kathedrale von Chartres

Kathedrale von Chartres: Chartres-Lehrer (Autor). In den späten zwölften Jahrhunderten in Frankreich errichtet, folgt sie dem typischen Grundriss gotischer Kathedralen. Sie hat drei Schiffe im Bereich des Westendes. Das Querschiff liegt direkt im Zentrum der Längsachse. Sie verfügt über einen doppelten Chorumgang mit angebauten Chorkapellen.

Der Innenraum ist von Kreuzrippengewölben des Kirchenschiffs überwölbt. Das Gewölbe ist weit gespannt; es gibt auch unregelmäßige Gewölbeformen. Die Rippen sind an der Wand bis zu den Säulenverbindungen geführt, was das Gefühl der Vertikalität des Tempels erhöht, unterstützt durch die große Höhe des Mittelschiffs und der Seitenschiffe. Die Bögen im Obergaden sind spitzbogig.

Darüber erscheinen Verzweigungen von vier geteilten Bögen; in der oberen Ebene befinden sich große Fenster. Diese haben prächtige Glasfenster mit biblischen Themen und bilden so das typische Muster der gotischen Baukunst.

Im Außenbereich werden die seitlichen Stoßkräfte des Gewölbes durch Strebebögen und Strebepfeiler aufgefangen. An der Hauptfassade mit drei Zugängen gibt es eine große Rosette und zwei Türme mit Spitztürmen. Diese Türme stammen aus verschiedenen Epochen, teils romanisch, teils im Flamboyant-Stil der Gotik. Am Westwerk erkennt man stärkere romanische Reminiszenzen, weil dies die Fassaden des Querschiffs betrifft; diese wirken ebenfalls monumental.

Chartres ist eines der bedeutendsten Beispiele der französischen Gotik, das in sehr kurzer Zeit weitgehend einheitlich errichtet wurde — ein seltenes stilistisches Phänomen bei Kathedralbauten.

Sainte-Chapelle, Paris

Sainte-Chapelle: Der Bau wurde von König Ludwig IX. (Saint Louis) in Auftrag gegeben; fertiggestellt 1248 in Paris. Die Kapelle wird oft mit dem Namen Pierre de Montreuil in Verbindung gebracht, der ab etwa 1240 tätig war. Die Kapelle besteht aus zwei übereinanderliegenden Geschossen (zwei vollständig aufeinanderliegenden Kapellen).

Die Ausstattung ist polychromiert. Die obere Kapelle erreicht eine Wandhöhe von etwa 15 m. Die Wände werden nahezu vollständig durch Fenster mit religiösen Themen ersetzt; statt massiver Strebepfeiler kommen nur schlanke Stützen zum Einsatz. Das untere Geschoss war für das Volk bestimmt, die obere Kapelle war für den König und seine Hofkapelle reserviert.

Sainte-Chapelle gilt als Inbegriff der gotischen Architektur, weil die meisten Wände transparent erscheinen: Stein wurde hier weitgehend durch Glasfenster ersetzt, wodurch die Wirkung von Licht und Farbe eine zentrale Rolle einnimmt.

Kathedrale von León

Kathedrale von León: Entstanden im 13. Jahrhundert (Zeit Heinrichs), ist die Kathedrale von León stark von der Kathedrale von Chartres inspiriert, besonders in ihrer Hauptfassade. Sie besitzt ein dreiteiliges Portal mit Arkaden, durch Spitzhelme oder Fialen bekrönte Elemente, quadratische Türme und eine große Rosette.

Die Anlage entspricht dem lateinischen Kreuz und ähnelt einer Basilika; ein Unterschied ist, dass bei León bestimmte Bauabschnitte am Fuß des Tempels besonders betont sind. Die Kathedrale besteht aus drei Schiffen; auch das Querschiff ist in drei Schiffe gegliedert. Im östlichen Abschluss findet sich eine polygonale Apsis mit Umgang und radialen Kapellen.

Die Gewölbe erzeugen seitliche Kräfte, die außen von Strebepfeilern aufgenommen werden. Die Wand des Kirchenschiffs wird durch abgestufte Strebepfeiler gestützt und ist in drei große Fensterfelder gegliedert. Dadurch zeichnet sich das Innere durch große Leichtigkeit sowie ein starkes Gefühl von Spiritualität und Symbolik aus.

Die Kathedrale von León wird oft als der "französische" Dom in Kastilien bezeichnet. Hervorzuheben sind die schlanke Proportionierung und die herausragenden Glasfenster, die zu den bedeutendsten der Welt zählen.

Wesentliche Merkmale der drei Bauten

  • Gemeinsam: Betonung der Vertikalität, Spitzbögen, Kreuzrippengewölbe und umfangreiche Glasfenster.
  • Chartres: Einheitliche Bauweise, monumentale Westfassade, reiche biblische Glasfenster.
  • Sainte-Chapelle: Zwei übereinanderliegende Kapellen, nahezu vollständig verglaste Wände, königliche Nutzung.
  • León: Inspirierte Fassade nach französischem Vorbild, polygonaler Chor mit Umgang und herausragenden Fenstern.

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