Große Denker der Moderne: Philosophie, Evolution und Psychoanalyse
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Einflussreiche Denker der Moderne: Philosophie und Wissenschaft
Friedrich Hegel: Sohn der Romantik und Dialektik
Die Wahrheit ist subjektiv; es gibt keine ewige Wahrheit oder Vernunft. Das einzige Werkzeug ist das Denken der Menschheitsgeschichte (das Wissen des Menschen nimmt ständig zu und schreitet fort).
Er entwickelte die Konzepte von:
- These, Antithese, Synthese
- Die Dialektik, mit der wir die Geschichte und Evolution verstehen und erklären können.
Søren Kierkegaard: Das Individuum gegen das System
Kierkegaard lieferte die Gegenantwort auf Hegel und die Romantik. Er sah ein zutiefst entmenschlichtes Zeitalter und stellte die Wahrheit des Individuums gegen das System.
Er entwickelte seinen eigenen Begriff der Existenz und die drei Stadien auf dem Lebensweg:
- Die ästhetische Phase (die Welt der Sinne und das Streben nach Vergnügen).
- Die ethische Stufe (geregelt durch moralische Normen).
- Die religiöse Phase (die den individuellen Glauben über ästhetisches Vergnügen und die Pflichten der Vernunft stellt).
Er sah das reine Christentum als die letzte Stufe der Selbstwerdung. Sein Einfluss wurde später durch den Existentialismus und Marx weiterentwickelt.
Karl Marx: Historischer Materialismus und Klassenkampf
Marx begründete sein philosophisches Denken auf der Geschichte: den historischen Materialismus. Das Manifest der Kommunistischen Partei revolutionierte die Art und Weise, wie wir über den Menschen und seine Rolle in der Geschichte denken.
Die Geschichte ist die Abfolge von Klassenkämpfen und den Produktionsweisen:
Vom Urkommunismus über die Sklavenhaltergesellschaft und den Feudalismus zum Kapitalismus und schließlich zum Sozialismus und Kommunismus – dies wären die modernen Schritte, die die Menschheit auf der Suche nach der vollkommenen Gesellschaft unternehmen muss.
Charles Darwin: Evolution durch Natürliche Selektion
Seine Bedeutung für die Gestaltung des Denkens ist immens. Dank seiner Forschungen und seiner Weltreise an Bord der Beagle entwickelte er eine Evolutionstheorie, die hauptsächlich durch die natürliche Selektion der Arten erklärt wird.
Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl ist der Höhepunkt und der Triumph des wissenschaftlichen Denkens über den Ursprung und die Bedeutung des Lebens.
Sigmund Freud: Begründer der Psychoanalyse
Pionierarzt und Begründer der Psychoanalyse, der Theorie des Unbewussten und der bis heute scharfsinnigsten Studie des menschlichen Geistes.
Er entdeckte den Konflikt zwischen den latenten Instinkten des Menschen und den Forderungen der Außenwelt. Er fand heraus, dass oft irrationale Impulse und Instinkte bestimmen, was wir träumen, und dass der Mensch nicht so rational ist, wie er glaubt.
Er entdeckte, dass das Bewusstsein nicht den gesamten menschlichen Geist repräsentiert, da dahinter das Unterbewusstsein liegt. Sein Hauptwerk ist Die Traumdeutung.
Existentialismus: Angst und Selbstbestimmung
Eine philosophische Bewegung, die mehrere Strömungen umfasst. Er wird oft als düsterer und pessimistischer Humanismus betrachtet. Er beschäftigt sich nicht mit dem Wesen (was etwas ist oder bedeutet), sondern mit der Existenz.
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das sich seiner Existenz bewusst ist. Nur die Tatsache, dass er existiert und sterben wird, ist gewiss. Das verursacht Angst.
Jean-Paul Sartre: Existenz vor Essenz
Der bekannteste Existentialist. Der Zweite Weltkrieg, der moralische Tiefpunkt und der Verlust des Glaubens an den Menschen waren der beste Nährboden für den französischen Autor, der die Prägung des 20. Jahrhunderts ist.
Er argumentierte, dass das Leben keinen inhärenten Sinn hat, fügte aber hinzu, dass das Leben einen Sinn haben muss. Und diesen Sinn müssen wir uns selbst geben. Er liegt in der eigenen Existenz.
Simone de Beauvoir: Der zweite Sex
Sartres Lebensgefährtin. Ihr Beitrag zur Philosophie ist Der zweite Sex, ein authentischer Vorläufer aller feministischen Bewegungen.