Grundbegriffe der klassischen Genetik: Allele, Homozygotie und Mendelsche Regeln

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Grundlegende Begriffe der klassischen Genetik

Homozygotie und Heterozygotie

Homozygot (reinerbig)

Wenn wir sagen, dass ein Organismus in Bezug auf ein bestimmtes Gen homozygot (reinerbig) ist, bedeutet dies, dass er zwei identische Kopien dieses Gens für eine bestimmte Eigenschaft auf beiden homologen Chromosomen besitzt (z. B. ist der Genotyp AA oder aa). Solche Zellen oder Organismen werden als Homozygoten bezeichnet.

Heterozygot (mischerbig)

Ein diploides Individuum ist heterozygot (mischerbig) für ein bestimmtes Gen, wenn es auf jedem der beiden homologen Chromosomen ein unterschiedliches Allel besitzt (ausgedrückt z. B. als Aa). Es hat somit zwei verschiedene Formen eines bestimmten Gens geerbt, jeweils eine von jedem Elternteil.

Allel

Ein Allel ist jede der alternativen Formen, die ein Gen haben kann. Diese Formen sind in ihrer Sequenz unterschiedlich und können sich in bestimmten Änderungen der Funktion dieses Gens manifestieren.

Dominanz und Rezessivität

Dominanter Charakter (Dominantes Allel)

Jeder Organismus, der durch Kreuzung entsteht, erhält zwei Kopien eines Gens: eine vom Vater und eine von der Mutter. Der dominante Charakter (oder das dominante Allel) ist jener, dessen Ausdruck den Ausdruck des anderen Allels verdeckt. Beispiel: Bei der Blutgruppe A0 ist der Phänotyp A, da A dominant über 0 ist.

Rezessiver Charakter (Rezessives Allel)

Ein rezessives Gen (oder Allel) ist jenes, dessen Expression durch seinen Partner (das dominante Allel) verdeckt wird. Es kann nur dann zum Ausdruck kommen, wenn beide Allele gleich sind (homozygot). Beispiel: Eine Person mit Blutgruppe 0 muss den Genotyp 00 haben, da 0 rezessiv ist.

Mendelsche Regeln

Mendels 1. Gesetz (Spaltungsregel)

Wenn ein Individuum ein Paar von Faktoren (Genen) für jedes morphologische Merkmal besitzt, werden diese Faktoren während der Gametenbildung getrennt und in separate Gameten verteilt.

Mendels 2. Gesetz (Unabhängigkeitsregel)

Wenn zwei oder mehr Paare unterschiedlicher Merkmale gekreuzt werden, werden diese getrennt und unabhängig voneinander verteilt.

Unvollständige Dominanz

Von unvollständiger Dominanz spricht man, wenn keines der beiden Allele eine beherrschende Stellung einnimmt. In diesem Fall präsentieren sich beide Allele gleichermaßen, was zu einem neuen, intermediären Phänotyp führt.

Generationenbezeichnungen

  • P1, P2, P3: Parentalgeneration (Elterngeneration)
  • F1, F2, F3: Filialgeneration (Tochtergeneration)
  • Prole (Nachkommenschaft): Die Deszendenz (Nachkommen)

Genotyp und Phänotyp

Genotyp

Der Genotyp ist der gesamte genetische Inhalt (das spezifische Genom) eines Individuums in Form von DNA.

Phänotyp

In der Biologie wird der Phänotyp als der Ausdruck des Genotyps in einer bestimmten Umgebung bezeichnet. Phänotypische Merkmale umfassen sowohl physische als auch Verhaltensmerkmale.

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