Grundbegriffe der Systemtheorie
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SYSTEM
Ein System besteht aus einer Reihe miteinander verbundener und voneinander abhängiger Elemente. Es ist eine Gesamtheit von Teilen, die sich gegenseitig ergänzen und in Synergie miteinander kommunizieren.
Eingaben
Datenmenge, die als Futter für das System dient.
Ausgänge
Das System liefert als Ergebnis Datasets.
Systemumgebung
Die Systemumgebung ist das Umfeld, mit dem das System interagiert.
Prozess
Ein Prozess ist das, was Eingaben in Ausgaben verwandelt. Er kann von einer Maschine, einer Person, einem Computer, einer chemischen Reaktion, einer Aufgabe oder einem Mitglied der Organisation durchgeführt werden.
Black Box
Die "Black Box" wird verwendet, um Systeme zu beschreiben, bei denen man nicht genau weiß, aus welchen Elementen oder Vorgängen das System besteht.
Geschlossene und offene Systeme
Systeme sind entweder offen oder geschlossen. Alle lebenden Organismen sind offene Systeme, das heißt, sie tauschen Energie, Materie und Information bis zu einem gewissen Grad mit ihrer Umwelt aus; sie sind nicht völlig isoliert.
Grenzen
Alle Systeme haben Grenzen. Die Grenze eines Systems ist die Region, die es von anderen Systemen trennt; ihre Funktion besteht darin, Ein- und Ausgänge zu filtern oder zu wählen. Grenzen sind häufig imaginär.
Eingänge sind die Energie (Materie und Information), die das System aufnimmt.
Ausgänge sind jene Energien (Materialien und Informationen), die der Betrieb des Systems abgibt.
Feedback
Feedback ist ein Prozess, durch den ein System seine Reaktionen auf äußere Reize reguliert.
Feedback tritt auf, wenn die Ausgänge eines Systems oder deren Einfluss im Systemkontext wieder als Ressourcen oder Informationen in das System zurückgeführt werden.
Positives Feedback tritt auf, wenn eine Veränderung verstärkt und fortgeführt wird.
Negatives Feedback tritt auf, wenn eine Abweichung vom gewünschten Zustand erkannt wird und Entscheidungsprozesse die zuständigen Stellen informieren, damit diese Korrekturmaßnahmen einleiten und das System in Richtung des ursprünglichen Zustands zurückführen. Wird Feedback zur Stabilisierung genutzt, spricht man von negativem Feedback.
Homöostase (Gleichgewichtszustand)
Homöostase bezeichnet die Tendenz eines Systems, Stabilität zu bewahren und bestimmte Bedingungen innerhalb definierter Grenzen einiger Variablen in Bezug auf die Umwelt konstant zu halten.
Die Homöostase ist die Eigenschaft eines Systems, die das Niveau seiner Reaktion und Anpassung im jeweiligen Kontext definiert.
Entropie
Die Entropie eines Systems ist der Verschleiß oder die Abnahme der Organisation des Systems, dargestellt über den Zeitverlauf.
Negative Entropie (Negentropie)
Ein Aspekt der negativen Entropie (Negentropie) ist die Notwendigkeit, dass ein System Eingaben für eine spätere Nutzung speichert, um zukünftige Störungen zu verhindern.
Systeme, Subsysteme und Suprasysteme
Jedes System ist Teil von Teilsystemen (Subsystemen) und/oder eines Suprasystems.
Das Suprasystem ist das größere Ganze, das das System enthält; es umfasst wiederum die Teilsysteme.
Informationssysteme
Der Fokus auf Systeme bedeutet, dass die verschiedenen Komponenten einem gemeinsamen Ziel dienen: die Aktivitäten der Organisation zu unterstützen. Dazu gehören der tägliche Geschäftsbetrieb, die Kommunikation von Daten und Berichten sowie die Verwaltung von Aktivitäten und Entscheidungen.
Innerhalb einer Organisation gibt es in der Regel drei Verwaltungsebenen oder Kontrollstufen: operative Führung, taktisches Management und strategisches Management.
Woche 2
Selbstfragen
- Was ist ein System?
- Was ist Systemtheorie?
- Was ist Entropie?
- Was ist Homöostase?
- Was sind die Parameter eines Systems?
- Was sind offene Systeme?
- Nennen Sie Beispiele in Bezug auf Systemkonzepte.
- Betrachten Sie die Definition von Sub- und Suprasystem (Skizzieren Sie ein Beispiel).