Grundlagen der Agrarchemie und Bodenfruchtbarkeit

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Chemische, Biologische und Physikalische Grundlagen

Multiple-Choice-Fragen zur Agrarchemie

  1. Die Agrarchemie studiert:
    • a) die Zusammensetzung, Eigenschaften und Umwandlung von Materie.
    • b) die Kunst der Bodenbearbeitung.
    • c) die Zusammensetzung, Eigenschaften und Verarbeitung von Materialien, die die Erzeugung und Veränderung landwirtschaftlicher Erzeugnisse betreffen.
    • d) das gesamte Universum.
  2. Wer betrachtete Wasser als den wichtigsten Pflanzennährstoff, initiierte Studien zur Beziehung zwischen Pflanze und Erde und prägte das Wort "Gas"?
    • a) Von Liebig (1803–1873)
    • b) H. Davy (1813)
    • c) Boussingault (1802–1887)
    • d) Van Helmont (1577–1644)
  3. Welche sind wesentliche Elemente für Pflanzen?
    • a) Ti, V, Si, Al
    • b) N, O, C, S (Teil der Makronährstoffe)
    • c) Hg, Pb, Cr, As
    • d) Re, W, Po, Ba
  4. Zukunftsperspektiven der Chemie in der Landwirtschaft sind unter anderem:
    • a) Böden und ihre Rolle in der Wasserchemie.
    • b) Minimierung der Überdüngung und Transformation der Landwirtschaft.
    • c) Die Bekämpfung des Abbaus (der Böden).
    • d) Alle genannten Punkte.
  5. Makroelemente sind:
    • a) Fe, Mn, Cu, Zn, B, Cl, Mo, Ni (Mikronährstoffe)
    • b) K, Ca, Mg, Fe, Mn, As
    • c) C, H, O, N, P, S, K, Ca, Mg
    • d) C, H, Cu, Zn, Hg, Pb
  6. Die negativen Ladungsstellen für die Kationenaustauschkapazität (KAK) befinden sich in:
    • a) Sand, Schluff und Ton.
    • b) Ton und organischer Substanz.
    • c) Bodenlösung.
    • d) Sand und Humus.
  7. Die negative Ladung auf organischem Material ist abhängig vom ____________, was die Kationenaustauschkapazität (KAK) erhöht.
    • a) Humus
    • b) negativen Ladungen
    • c) pH-Wert
    • d) KAK
  8. Die grundlegenden Bausteine der Tonminerale sind:
    • a) Sand.
    • b) Kaolinit und Illit.
    • c) Tetraeder und Oktaeder (aus Si und Al/Mg).
    • d) Keine der oben genannten.
  9. Smektit ist ein Tonmineral mit einer ____________ Struktur und einer KAK von ____________________.
    • a) 1:1 Struktur ... KAK: 3–15 meq/100g
    • b) 3:1 Struktur ... KAK: 500–750 meq/100g
    • c) 2:1 Struktur ... KAK: weniger als 30 meq/100g
    • d) 2:1 Struktur (expansiv) ... KAK: 80–150 meq/100g
  10. Der Zustand, der in einem Reaktionsgemisch erreicht wird, wenn die Geschwindigkeit der Hinreaktion und der Rückreaktion gleich sind, ist:
    • a) Kationenaustauschkapazität (KAK)
    • b) Feldkapazität
    • c) Chemisches Gleichgewicht
    • d) Ionisationskonstante
  11. Eine Säure ist:
    • a) Eine Lösung, die einen Überschuss an H+ Ionen hat.
    • b) hauptsächlich aus Wasser bestehend.
    • c) eine Lösung mit einem sehr hohen pH-Wert.
  12. Eine Base ist:
    • a) Eine Lösung mit einem pH-Wert von 7 oder mehr.
    • b) Eine Lösung, die einen Überschuss an OH- Ionen hat.
    • c) Eine Lösung mit einem pH-Wert von 7.
  13. Die sauren Kationen sind ___________________ und die basischen Kationen sind _______________________. (Frage 13)
    • a) Ca, Mg, K, Na ... H, Al
    • b) Fe, Zn, Mn, Si ... H, Al
    • c) H, Al ... Fe, Zn, Mn, Si
    • d) H, Al ... Ca, Mg, K, Na
  14. Wenn ein Boden eine hohe Kationenaustauschkapazität (KAK) aufweist, ist seine Pufferkapazität zur Verhinderung der Bodenversauerung:
    • a) Niedrig
    • b) Hoch
    • c) Durchschnittlich
    • d) Hat keinen Einfluss auf die Versauerung
  15. Was ist die Texturklasse eines Bodens mit 25% Ton, 25% Schluff und 50% Sand?
    • a) Frei
    • b) Sandiger Tonlehm
    • c) Sandiger Lehm
    • d) Toniger Lehm
  16. Welche der Bodeneigenschaften, die die KAK beeinflussen, kann am leichtesten verändert werden?
    • a) Schüttdichte
    • b) Tongehalt
    • c) Organische Substanz
    • d) pH-Wert
  17. Die meisten Bodenkationen (etwa 99%) befinden sich in/an:
    • a) Ton und organischer Substanz (Austauschkomplex)
    • b) Bodenlösung (aktive Phase)
    • c) Verluste organischer Substanzen
    • d) Ton
  18. Durch den ___________________ wird bestimmt, ob sich eine Pflanze entwickeln kann und welche Nährstoffe am stärksten limitierend wirken können.
    • a) KAK
    • b) Textur
    • c) pH-Wert
    • d) Bodenorganismen
  19. Das Leben ist ein ständiger Kampf, nicht gegen die Sünde, nicht gegen die Macht des Geldes, nicht gegen böswilligen animalischen Magnetismus beim Menschen, sondern gegen Wasserstoffionen. (E. Truog, 1916)
    • a) Ich bin nicht einverstanden
    • b) Vielleicht
    • c) Nein
    • d) Ja, ich stimme zu
  20. Starke Säuren sind _________________________ und schwache Säuren sind ___________________. (Frage 20)
    • a) HCl, HClO₄, HNO₃, H₂SO₄ (geben leicht ein Proton ab) ... H₃CCOOH, H₂CO₃, HCN, HF (geben schwer ein Proton ab)
    • b) NaOH, KOH, Ba(OH)₂, Ca(OH)₂ (Basen) ... NH₃, C₆H₅NH₂, CH₃NH₃Cl
  21. Die Säure wird unterteilt in die Reserve-Säure und die aktive Säure. Diese befinden sich in _______ bzw. _________.
    • a) KAK (Reserve) ... Bodenlösung (Aktiv)
    • b) Bodenlösung (Aktiv) ... KAK (Reserve)
    • c) Beide
    • d) Keine

Nährstoffverfügbarkeit und pH-Wert

(Bezugnehmend auf die Verfügbarkeitsgrafik):

  1. Welche Nährstoffe sind bei saurem pH-Wert (niedrig) am besten verfügbar?
    • a) S, K, Mo, P
    • b) Fe, Zn, Mn, Al
    • c) B, N, Fe, S
    • d) Cu, B, S, Mo
  2. Welche Nährstoffe sind bei alkalischem pH-Wert (hoch) am besten verfügbar?
    • a) Fe, Zn, Mn, Al
    • b) Cu, B, S, Mo
    • c) Mo, K, P, Ca, Mg
    • d) S, K, Mo, P

Rolle der Bodenorganismen (Matching)

Ordnen Sie die Organismengruppen den entsprechenden Funktionen zu:

OrganismengruppeNährstoffkreislaufStruktur
Mikroflora (Bakterien)Ab
MikrofaunaCd
MesofaunaDc
MakrofaunaBa
Funktionen im Nährstoffkreislauf:
  1. A: Zersetzung organischer Substanz, Mineralisierung und Immobilisierung von Nährstoffen.
  2. B: Fragmentierung von Pflanzengewebe.
  3. C: Weiden/Fressen von Pilz- und Bakterienpopulationen.
  4. D: Fragmentierung von Pflanzengewebe für kleinere Populationen.
Funktionen für die Bodenstruktur:
  1. a: Vermischung von Mineralboden und organischer Substanz (OM), Bildung von Poren, Zusatz von OM (Ausscheidungen).
  2. b: Kohäsion von Aggregaten, Stabilisierung durch Pilzhyphen.
  3. c: Zusatz von OM (Ausscheidungen), Bildung von Poren.
  4. d: Indirekte Auswirkungen auf die Struktur.

Fragen zum Nährstoffkreislauf und Ertragsgesetzen

  1. Ein niedriges Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis (C/N) bedeutet, dass:
    • a) die Mikroben weniger Stickstoff zur Zersetzung des Materials benötigen (N wird freigesetzt/mineralisiert).
    • b) die Mikroben mehr externen Stickstoff zur Zersetzung des Materials benötigen (Immobilisierung).
    • c) die Mikroben externen Stickstoff benötigen, um Abfälle zu zersetzen.
    • d) Keine der genannten.
  2. Welches der folgenden Materialien hat das höchste C/N-Verhältnis?
    • a) Luzerne (Alfalfa)
    • b) Weizenstroh
    • c) Gülle
    • d) Sägemehl
  3. Das Gesetz, das besagt, dass der Ernteertrag von dem Faktor abhängt, der im Verhältnis zum Bedarf am wenigsten vorhanden ist, ist das Gesetz des:
    • a) Maximums
    • b) Minimums
    • c) Sinkenden Ertrags
    • d) Überflüssigen Ertrags
  4. Dieses Gesetz (aus Frage 34) gilt, wenn limitierende Faktoren vorhanden sind. Der Ertrag wird durch den Faktor bestimmt, der im Verhältnis zum Bedarf am geringsten vorhanden ist (Gesetz des...). (Frage 35)
    • a) Maximums
    • b) Minimums
    • c) Sinkenden Ertrags
    • d) Überflüssigen Ertrags

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