Grundlagen zu Anleihen, Aktien und kurzfristiger Finanzierung

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Anleihen (Bonds)

Wie erfolgt die Rückzahlung des Kapitals?

  • Abschreibungen auf Kapital: Die vollständige oder teilweise Tilgung der Schulden, die der Anleiheemittent gegenüber dem Anleger hat.
  • Zinszahlungen: Bezieht sich auf die Zinsen der Anleihen, auch bekannt als Kupons.

Welche Risiken bestehen bei Anleihen?

  • Preisrisiko: Der Kurs der Anleihe sinkt nach dem Kauf, was beim Verkauf zu Verlusten führt.
  • Inflationsrisiko: Die Zinserträge gleichen die Inflation nicht aus.
  • Liquiditätsrisiko: Die Anleihe kann nicht verkauft werden, da keine Käufer vorhanden sind.
  • Ausfallrisiko: Der Emittent kommt seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach.
  • Währungsrisiko: Der Wert der Anleihewährung sinkt, wodurch das Investment an Wert verliert.

Welche Arten von Anleihen gibt es?

  • Nach Emittent: Öffentliche oder private Wertpapiere.
  • Nach Ertragsermittlung: Festverzinsliche oder variabel verzinsliche Anleihen.
  • Nach Laufzeit: Kurz- oder langfristig.
  • Nach Rückzahlungsform: Teilzahlungen oder Einmalzahlung bei Fälligkeit.

Was bestimmt den Anleihepreis?

  • Die Bonität des Emittenten.
  • Die Restlaufzeit der Anleihe.
  • Der Kupon-Zinssatz.
  • Das allgemeine Marktzinsniveau (Länderrisiko).

Aktien

Was sind Dividenden? Ein Anteil am Unternehmensgewinn, der jedem Aktionär zusteht.

Was ist der Aktienkurs? Der Wert, der an der Börse gehandelt wird. Er hängt von Angebot und Nachfrage sowie folgenden Faktoren ab:

  • Geschäftslage
  • Gewinnrücklagen
  • Konjunktur
  • Politik
  • Branchenentwicklungen
  • Marktchancen
  • Psychologie der Marktteilnehmer

Risiken für Investoren

  • Unternehmensrisiko: Operative Risiken der Firma.
  • Branchenrisiko: Risiken innerhalb des spezifischen Sektors.
  • Marktrisiko: Allgemeine Risiken des Marktes, in dem das Unternehmen tätig ist.

Diese drei Risiken können unabhängig voneinander auftreten.

Quellen der kurzfristigen Finanzierung

Handelskredit

  • Gewährt durch den Lieferanten.
  • Resultiert aus dem täglichen Geschäftsbetrieb.
  • Kostengünstigste Methode zur Ressourcenbeschaffung.
  • Konditionen (Zeit, Menge, Zinsen) werden durch den Gläubiger basierend auf der Bonität des Unternehmens festgelegt.

Schuldschein

  • Bedingungsloses Zahlungsversprechen.
  • Enthält eine Verpflichtung (Unterschrift des Schuldners), Laufzeit, Zahlungsbetrag und Zinsen.
  • Kann übertragbar sein.
  • Dient als Dokument zur Schuldensicherung und ermöglicht rechtliche Schritte bei Ausfall.

Bankkredite

  • Vergeben durch Hausbanken.
  • Die Bank legt spezifische Bedingungen und Anforderungen fest.
  • Zinsen variieren je nach Teilnehmer, sind jedoch meist signifikant.

Kreditlinie

  • Vorausbewilligtes Kapital, das jederzeit bei der Bank verfügbar ist.
  • Feste Termine und Höchstbeträge sowie vorab vereinbarte Zinsen.
  • Wird bevorzugten Kunden gewährt, kann aber verhandelt werden.
  • Sollte nicht für den täglichen Bedarf genutzt werden.

Commercial Paper

  • Ungesicherte Schuldverschreibungen großer, renommierter Unternehmen.
  • Nur für Unternehmen mit Erfahrung und Prestige.
  • Flexiblere Bedingungen und niedrigere Zinsen als Bankkredite.
  • Sind handelbar.

Forderungsverkauf (Factoring)

  • Ein Unternehmen überträgt Forderungen an einen Faktor.
  • Im Austausch erfolgt eine sofortige Auszahlung abzüglich einer Provision.
  • Ersparnis bei den Inkassokosten für das Unternehmen.

Inventarfinanzierung

  • Inventar dient als Sicherheit für ein Darlehen; der Gläubiger erhält bei Ausfall das Recht auf Besitz.
  • Artikel müssen langlebig, identifizierbar und marktfähig sein.
  • Niedrigere Zinsen, aber höhere Kosten und Risiken.

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