Grundlagen der Atomphysik und chemischen Bindungen
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Grundlagen der Atomphysik
Subatomare Teilchen
Elektronen: In Gasentladungsröhren können Elektronen elektrischen Strom leiten.
Physiker: J.J. Thomson (1897). Kathodenstrahlen bestehen aus negativ geladenen Teilchen mit sehr geringer Masse.
Protonen: In einer Entladungsröhre mit einer durchlöcherten Kathode wurden Strahlen beobachtet, die sich in entgegengesetzter Richtung zu den Elektronenstrahlen bewegen (Kanalstrahlen).
Physiker: Eugen Goldstein (1886). Kanalstrahlen bestehen aus Teilchen mit positiver elektrischer Ladung.
Neutronen: Eine Strahlung unbekannter Masse, die bei der Bestrahlung von Paraffin Protonen (oder ähnliche Teilchen) freisetzt; diese Teilchen besitzen keine elektrische Ladung.
Physiker: James Chadwick (1932). Sie bestehen aus neutraler Strahlung und Teilchen mit einer Masse ähnlich der von Protonen und sind Teil des Atomkerns.
Atomeigenschaften und Periodensystem
Ordnungszahl: Dies ist die Anzahl der Protonen im Kern, welche die Art des Atoms bestimmt. Jedes Atom wird durch seine spezifische Ordnungszahl charakterisiert.
Massenzahl: Die Gesamtzahl der schweren Teilchen im Kern, also die Summe aus Protonen und Neutronen eines Atoms.
Isotope: Verschiedene atomare Formen desselben Elements, die sich in ihrer Massenzahl unterscheiden.
Struktur des Periodensystems
Gruppen: Hier sind Elemente aufgeführt, die die gleiche Anzahl an Valenzelektronen besitzen.
Perioden: In den Perioden erscheinen Elemente, deren letzte Stufe der Elektronenkonfiguration der Nummer der Periode entspricht. Die Anordnung erfolgt nach steigender Ordnungszahl.
Innerhalb einer Periode nimmt die Größe der Atome mit steigender Ordnungszahl ab, da die zunehmende positive Kernladung die Anziehungskraft auf die Elektronen erhöht. Innerhalb einer Gruppe nimmt die Größe der Atome nach unten hin zu, da die Elektronen weiter vom Kern entfernt sind.
Chemische Bindungsarten
Ionische Bindung
Diese Bindung entsteht zwischen metallischen und nichtmetallischen Elementen durch elektrostatische Anziehung. Die Verbindung erfolgt zwischen positiven und negativen Ionen.
Eigenschaften ionischer Bindungen:
- Zustand: Fest bei Zimmertemperatur mit hohem Schmelzpunkt (starke Kräfte zwischen den Ionen erfordern viel Energie).
- Struktur: Spröde; sie brechen in kleine Kristalle (Verschiebung der Ionen führt zu Abstoßungskräften).
- Löslichkeit: Löslich in Wasser (Wassermoleküle interagieren mit den Ionen im Gitter).
- Leitfähigkeit: Nicht leitend im festen Zustand (Ionen sind an festen Positionen gebunden), aber leitfähig in gelöstem oder geschmolzenem Zustand (freie Beweglichkeit der Ionen).
Kovalente Bindung
Die Vereinigung von zwei Atomen, die sich zwei oder mehr Elektronen teilen.
Molekulare Stoffe:
Gase, Flüssigkeiten oder Feststoffe mit niedrigen Schmelz- und Siedepunkten (schwache Kräfte zwischen den Molekülen). Sie sind unlöslich in Wasser, aber löslich in organischen Lösungsmitteln und leiten keinen elektrischen Strom.
Atomare Festkörper:
Feststoffe mit hohem Schmelzpunkt und großer Härte (starke kovalente Bindungen). Sie sind unlöslich in Wasser und Lösungsmitteln und leiten keinen elektrischen Strom.
Metallische Bindung
Die Anziehungskraft in Metallen zwischen positiven Ionen und den sich frei bewegenden Valenzelektronen.
Eigenschaften metallischer Bindungen:
- Stabilität: Hoher Schmelzpunkt (Stabilität der Metallstruktur) und hohe Dichte (kompakte Struktur).
- Legierungen: Bildung von Legierungen im geschmolzenen Zustand möglich.
- Leitfähigkeit: Gute Wärmeleiter (Atome geben thermische Schwingungen weiter) und gute elektrische Leiter (hohe Beweglichkeit der Elektronen).
- Verformbarkeit: Verformbar ohne Bruch (Atomlagen gleiten aneinander vorbei, ohne die Struktur zu zerstören).