Grundlagen der Besteuerung und Buchhaltung in Spanien: Mehrwertsteuer, Vermögenswerte und Kostenrechnung
Eingeordnet in Wirtschaft
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,71 KB
Schätzpreis-System für Steuerzahler
Steuerzahler können freiwillig dieses System wählen, sofern ihre Tätigkeit nicht durch das Finanzministerium von der Liste der ausgeschlossenen Systeme erfasst wird. Gründe für den Ausschluss können beispielsweise ein im Vorjahr erzieltes höheres Einkommen als 450.759,08 € oder die Zugehörigkeit zu anderen Regelungen sein.
Die Nettorendite wird anhand von Indikatoren und Modulen berechnet, die vom Finanzministerium genehmigt wurden.
Mehrwertsteuer (MwSt.)
Die Mehrwertsteuer (MwSt.) ist eine indirekte Steuer auf den Konsum von Gütern und Dienstleistungen, die von Auftragnehmern oder Fachleuten im spanischen Hoheitsgebiet erbracht werden.
Regelung der Äquivalenzbelastung (IVA-Äquivalenz)
Diese Regelung gilt für Einzelhändler, die unverarbeitete Produkte verkaufen und von der regulären MwSt.-Verordnung ausgenommen sind. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass der Händler beim Lieferanten die Mehrwertsteuer bezahlt und dafür einen besonderen Zuschlag (Äquivalenzaufschlag) erhält. Anschließend verkauft der Händler die Ware unter Anwendung des regulären Steuersatzes, ist jedoch von der Pflicht zur Ausstellung von Rechnungen, der Umsatzaufzeichnung und der Steuerabführung befreit.
- Für jede Art von MwSt. gibt es einen Äquivalenzzuschlag: 16 %, 4,7 %, 1,4 %, 0,5 %.
Vermögenswerte (Elemente patrimoniales)
Dies sind die verschiedenen Teile des Unternehmensvermögens. Diese Aktiva und Passiva werden durch bestimmte Rechnungslegungsinstrumente gemessen und in der Buchhaltung erfasst.
Buchhaltung (Accounting)
Die Buchhaltung ist der Zweig des menschlichen Wissens, der für die korrekte Messung und Darstellung der patrimonialen Veränderungen verantwortlich ist. Sie bietet zwei Arten von Informationen:
- Wirtschaftliche Informationen: Betrifft die Vermögenswerte und sonstigen Finanzinstrumente.
- Finanzielle Informationen: Beschreibt die Vermögenslage und die Gesamtleistung des Unternehmens.
Arten von Konten
- Intern (Analytisch): Dient der Identifizierung und Erfassung der Ergebnisse nach Produktgruppen oder Teilen, um die Grundlage für die Kostenberechnung zu ermitteln.
- Extern: Ihr Ziel ist es, das Bild der Vermögenswerte und der Gesamtleistung des Unternehmens darzustellen.
Kostenrechnung
Die Kostenrechnung wird von jedem Arbeitgeber nach seinen Besonderheiten und Informationsbedürfnissen ermittelt. Im Gegensatz zur externen (finanziellen) Buchhaltung, die einem Normalisierungsprozess unterliegt, um vergleichbare und messbare Informationen zu liefern, ist die Kostenrechnung flexibler.
Verfügbare Aktiva (Aktiven zur Verfügung)
Dies ist die Zusammenfassung von Vermögensbestandteilen, die funktional dem gleichen wirtschaftlichen und finanziellen Zweck dienen, d. h. homogen sind.
Die verschiedenen Elemente, aus denen sich das Unternehmensvermögen zusammensetzt, lassen sich in zwei Hauptgruppen zusammenfassen:
Aktiva
Das Aktiva ist die Gruppe von Vermögenswerten, Rechten und anderen Ressourcen, die das Unternehmen finanziell kontrolliert. Diese resultieren aus vergangenen Ereignissen, von denen erwartet wird, dass sie dem Unternehmen zukünftige wirtschaftliche Gewinne oder Vorteile bringen.
Das Aktiva repräsentiert die wirtschaftliche Struktur des Unternehmens, während das Eigenkapital und die Passiva die finanzielle Struktur darstellen. Dabei muss stets die wesentliche Bilanzgleichung erfüllt sein:
Aktiva = Eigenkapital und Passiva