Grundlagen der Betriebswirtschaft und Finanzplanung
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1. Produktionsplanung und Prozessphasen
Die Produktionsplanung umfasst das Ausgabenmanagement, die Lagerbeschreibung und den Investitionsplan. Sie unterteilt sich in die Phasen der Produktion, die Personalplanung, die Berechnung des Zeitbedarfs sowie die Kalkulation der Kosten, den Reifegrad und den Rentabilitätszeitraum.
2. Unterschied zwischen Investition und Kosten
Eine Investition ist alles, was uns in der Zukunft einen Nutzen bringt und den Einsatz zur Wertschöpfung ermöglicht (z. B. eine Maschine, die über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr genutzt wird). Kosten hingegen bezeichnen alles, was verbraucht wird (z. B. Energie, Gehälter oder Miete).
3. Fixe und variable Kosten
Fixkosten hängen nicht vom Umfang der Tätigkeit ab, wie beispielsweise Wasser, Strom oder Miete. Variable Kosten hingegen sind vom Umfang der Tätigkeit abhängig: Eine höhere Aktivität führt zu höheren variablen Kosten, wie z. B. bei Rohstoffen oder Akkordlöhnen.
4. Der Break-even-Point (Gewinnschwelle)
Die Gewinnschwelle ist die Anzahl der Einheiten, die produziert werden müssen, damit weder Gewinn noch Verlust entsteht. Sie wird berechnet, indem die Fixkosten durch die Differenz aus Preis und variablen Kosten geteilt werden.
5. Bedeutung der Produktivität
Produktivität ist ein Maßstab für die effiziente Verwaltung von Produktionsfaktoren und Operationen. Sie beschreibt das Verhältnis zwischen dem produzierten Wert und einem der eingesetzten Faktoren (z. B. Arbeitsproduktivität).
6. Phasen des Kaufprozesses
- Ermittlung der Kaufanforderungen
- Suche, Bewertung und Auswahl von Lieferanten
- Lieferantenzertifizierung
- Verhandlung und Bestellung
- Erhalt der Ware
- Rechnungsprüfung und Zahlung
7. Gründe für die Bestandsbewirtschaftung
Die Bewirtschaftung der Bestände ist notwendig, um sicherzustellen, dass alle Materialien für den Beginn des Produktionsprozesses, die Erbringung von Dienstleistungen oder die Herstellung von Produkten verfügbar sind.
8. Lagerfehlbestand und seine Folgen
Ein Lagerfehlbestand tritt auf, wenn Einheiten eines Produkts ausgehen. Die Folgen sind: kein Verkauf, kein Umsatz und somit kein Gewinn. Die Produktion wird unterbrochen, was zu Unzufriedenheit bei den Kunden führt. Dies verursacht zwar kaum direkte Kosten, hat aber eine große Tragweite.
9. Der Sicherheitsbestand (Security Stock)
Der Sicherheitsbestand ist der Teil des Gesamtbestands, der zusätzlich zum aktiven Bestand im Lager gehalten wird. Er dient dazu, mögliche Lieferverzögerungen von Lieferanten oder ungewöhnlich hohe Anforderungen an bestimmten Tagen oder Jahreszeiten auszugleichen.
10. Der Bestellpunkt (Reorder Point)
Der Bestellpunkt ist der Lagerbestand, bei dem eine neue Bestellung notwendig wird. Er hängt von der Lieferzeit, dem Verbrauch und dem Sicherheitsbestand ab.
11. Methoden der Bestandsbewertung
- Gewogener Durchschnittspreis: Ein Durchschnittswert unter Berücksichtigung jedes Einkaufspreises.
- FIFO (First In, First Out): Hierbei werden die zuerst eingegangenen Einheiten auch zuerst wieder ausgebucht. Es wird eine Tabelle mit Einzelpreisen geführt; bei neuen Eingängen werden neue Spalten eröffnet.
- LIFO (Last In, First Out): Ähnlich wie FIFO, mit dem Unterschied, dass die zuletzt eingebuchten Einheiten als erste das Lager verlassen.
12. Dokumente der Finanzplanung
Die Finanzplanung besteht aus dem Finanzplan (Treasury Plan), der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz.
13. Zweck der Gewinn- und Verlustrechnung
Sie dient dazu, Kredite bei Banken aufzunehmen und die eigene Zuverlässigkeit nachzuweisen. Zudem hilft sie zu verfolgen, wie nah die Prognose an der Realität liegt, um bei Abweichungen Korrekturen vorzunehmen.
14. Gewinnberechnung und Gewinnmaximierung
Der Gesamtgewinn eines Unternehmens berechnet sich aus der Differenz zwischen Umsatz und Gesamtkosten. Ein Unternehmen kann seinen Gewinn kurzfristig an dem Punkt maximieren, an dem die größte positive Differenz zwischen den Gesamteinnahmen und den Gesamtausgaben besteht.
15. Finanzplan und Liquiditätsinformationen
Der Finanzplan prognostiziert die Liquidität. Diese ergibt sich aus der Summe der Einzahlungen abzüglich der Auszahlungen. Er gibt Auskunft darüber, ob ein Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.
16. Betriebsvermögen und Bilanz
Das Patrimonio (Vermögen) eines Unternehmens besteht aus Vermögenswerten (Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge), Rechten (Forderungen an Kunden) und Pflichten (Rückzahlung von Bankkrediten). Die Bilanz ist die Darstellung dieses Vermögens zum Ende des Rechnungsjahres.
17. Abschreibung von Vermögenswerten
Die Abschreibung stellt den Wertverlust dar, den eine Maschine durch Nutzung und Verschleiß erleidet.
18. Definition des Cashflows
Der Cashflow ist das Ergebnis aus Gewinn plus Abschreibungen. Er stellt die Fähigkeit eines Unternehmens dar, unabhängig von den Abschreibungskosten Gewinne bzw. liquide Mittel zu generieren.
19. Funktionsweise einer Kreditlinie
Eine Kreditlinie (Pòlissa) ermöglicht es, Geld bis zu einem gewährten Limit zu nutzen (z. B. für einen negativen Kontostand). Man verpflichtet sich, den genutzten Betrag am Ende der Frist zurückzuzahlen. Zinsen fallen nur auf den genutzten Teil an. Die Tilgungsfrist ist meist kurzfristig und dient primär der Materialbeschaffung.
20. Bankkredite und deren Verwendung
Ein Bankkredit ist die Gewährung eines bestimmten Geldbetrags. Der Kreditnehmer verpflichtet sich zur Rückzahlung plus Zinsen innerhalb einer vereinbarten Frist. Kredite werden in der Regel für Investitionen eingesetzt und haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.
21. Leasing vs. Mietkauf (Renting)
Beides sind Formen der Mietfinanzierung. Beim Leasing mietet man ein Investitionsgut gegen eine Gebühr und hat am Ende die Option, es zu übernehmen. Dies wird genutzt, wenn der Kauf sicher geplant ist. Beim Renting wird die Kaufoption meist nicht wahrgenommen; man zahlt höhere Raten, oft inklusive Serviceleistungen, und eine höhere Schlussrate, falls man doch kauft.
22. Stammkapital und Kapitalerhöhung
Das Stammkapital ist der Wert des Eigentums, den die Mitglieder einer Gesellschaft als erste Einlage eingebracht haben. Eine Kapitalerhöhung ist die Steigerung dieses Stammkapitals einer Gesellschaft.