Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre: Begriffe erklärt
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Kapital und Unternehmensfaktoren
Kapital: Bezeichnet Produktionsmittel, die in Objekte umgewandelt werden. Dies umfasst Rohstoffe, Münz-, Kredit- und Arbeitskapital. Es wird im Produktionsprozess verbraucht und muss entsprechend verbucht werden. Dies beinhaltet auch das variable Kapital.
Anlagekapital (Fixed Capital): Umfasst Immobilien, Anlagen und Maschinen, die dauerhaft für die Produktion genutzt werden. Sie werden nicht direkt durch die Umwelt verbraucht, unterliegen jedoch einer allmählichen Abnutzung und müssen langfristig ersetzt werden.
Elemente eines Unternehmens:
- Menschliche Faktoren
- Materielle Faktoren
- Organisation
Rechtliche Strukturen und Haftung
Soziale Kosten: Kosten, die die Gesellschaft beeinflussen.
Geschäftsanteile: Gleiche und unteilbare Beträge des Kapitals einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die nicht frei verhandelbar sind.
Aktien: Anteile an einer Kapitalgesellschaft, meist dokumentiert als Namens- oder Inhaberaktien, die frei handelbar sind.
Unbeschränkte Haftung: Der Arbeitgeber oder die Gesellschafter haften für Schulden mit ihrem gesamten persönlichen Vermögen (Gegenwart und Zukunft).
Haftungsbeschränkung: Die Partner oder Anteilseigner haften gegenüber Dritten nur mit dem eingebrachten oder investierten Kapital.
Arbeitsrecht und Gewerkschaften
Arbeitsvertrag: Das fundamentale Regelwerk am Arbeitsplatz, das die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Arbeit festlegt.
Gewerkschaften: Organisationen, in denen sich Arbeitnehmer zusammenschließen, um gemeinsam ihre Rechte zu verteidigen und Tarifverträge auszuhandeln.
Tarifvertrag: Vereinbarung zwischen Unternehmen und Mitarbeitern, die Arbeitsbedingungen und Regeln des Zusammenlebens in einem Unternehmen oder einer Branche festlegt.
Arbeitsvertrag: Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, in der die individuellen Merkmale des Arbeitsverhältnisses und der freie Wille der Parteien manifestiert werden.
Produktion und Markt
Produktionsschwelle: Die Entscheidung, ein Gut intern zu produzieren, wenn dies günstiger ist als der Zukauf (Externalisierung von Kosten).
Gewinnschwelle (Break-Even-Point): Die Produktionsmenge, ab der ein Unternehmen Gewinne erzielt.
Nachhaltige Produktion: Nutzung erneuerbarer natürlicher Ressourcen ohne Umweltbelastung.
Optimale Bestellmenge: Die Materialmenge, bei der die Gesamtkosten der Bestandsführung minimal sind.
Vertriebsabteilung: Verantwortlich dafür, dass produzierte Waren oder Dienstleistungen den Verbraucher erreichen.
Markt: Gesamtheit aus Käufern und Verkäufern eines bestimmten Produkts.
Marktformen und Wettbewerb
Vollkommener Wettbewerb: Charakterisiert durch homogene Produkte, eine große Anzahl von Käufern und Verkäufern, vollständige Markttransparenz sowie freien Marktzutritt und -austritt. Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Monopol: Ein Fall unvollständigen Wettbewerbs mit nur einem Verkäufer und vielen Käufern.
Oligopol: Ein Fall unvollständigen Wettbewerbs mit wenigen Verkäufern und vielen Käufern.
Monopolistische Konkurrenz: Viele Käufer und Verkäufer bei nicht homogenen Produkten.
Marktforschung: Erhebung, Verarbeitung und Analyse von Informationen über das Marktumfeld, den Wettbewerb und die Verbraucher.
Marktanteil: Der prozentuale Anteil des Umsatzes eines Unternehmens am Gesamtumsatz eines Produkts in einem bestimmten Zeitraum.
Markenname: Begriff, Symbol oder Design, das Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens identifiziert und vom Wettbewerb differenziert.