Grundlagen der Buchhaltung und Unternehmensfinanzierung
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Buchführung: Journal und Hauptbuch
Das Journal (Diario) ist in Unternehmen obligatorisch zur Führung von Aufzeichnungen. Hier werden die täglichen Operationen des Unternehmens in finanzieller Hinsicht notiert. Das Hauptbuch (Ledger) ist ein weiteres wichtiges Buch, dessen primäre Aufgabe es ist, Konten zu konzentrieren. In der Regel verfügt jedes Konto über ein Doppel-Folio, bei dem die linke Seite die Belastung (Soll) und die rechte Seite das Haben darstellt. Die Einträge werden in das offizielle Hauptbuch übertragen.
Wirtschaftsprüfung und Jahresabschluss
Im Rahmen der Wirtschaftsprüfung (Auditoría) werden der Jahresabschluss und der Lagebericht von Wirtschaftsprüfern geprüft. Diese bestätigen das wahre Bild der Vermögenswerte des Unternehmens. Die Prüfer erstellen einen Bericht über die Zuverlässigkeit sowie die Übereinstimmung mit dem Gesetz und den Rechnungslegungsstandards. Unternehmen wie Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Gesellschaften mit beschränkter Beschäftigung (GmbH) oder Aktiengesellschaften sind zur Prüfung verpflichtet, sofern sie nicht unter bestimmte Ausnahmeregelungen für die normale Form der Jahresabschlüsse fallen.
Finanzierung: Anleihen, Factoring und Leasing
Eine Anleihe ist ein Darlehen, das in gleiche Teile zerlegt und von Privatpersonen, Unternehmen oder Institutionen erworben wird. Die Gläubiger erhalten regelmäßige Zinsen und am Ende der Laufzeit ihr Kapital zurück. Das ausstellende Unternehmen nutzt Anleihen zur langfristigen Finanzierung. Obligationen sind Wertpapiere, die von privaten Unternehmen ausgegeben werden.
Ein Factoring-Vertrag ermöglicht es einer Person oder einem Unternehmen, Forderungen (Rechnungen) an einen Factor zu übertragen. Dies dient der sofortigen Liquidität im Austausch für eine Vorabzahlung, was jedoch mit hohen finanziellen Kosten verbunden ist. Es handelt sich um ein kurzfristiges Finanzinstrument.
Leasing ist ein Mietvertrag, bei dem ein Vermieter dem Mieter die Nutzung eines Vermögenswertes gegen regelmäßige Zahlungen überlässt. Nach Ablauf des Zeitraums hat der Leasingnehmer eine Kaufoption für das Gut.
Investitionsrechnung: Pay-Back, NPV und IRR
Die Amortisationsdauer (Pay-Back) ist ein statisches Kriterium für Investitionsentscheidungen. Sie gibt die Zeit an, die ein Unternehmen benötigt, um die Anschaffungskosten einer Investition zurückzugewinnen.
Der Kapitalwert (VANA/NPV) ist ein dynamisches Kriterium zur Berechnung von Investitionsentscheidungen. Wenn der Barwert größer als 0 ist, deutet dies darauf hin, dass die Investition getätigt werden sollte, da der Barwert aller Netto-Cashflows die Investitionskosten übersteigt.
Der Interner Zinsfuß (TIRA/IRR) ist der Zinssatz, bei dem der Kapitalwert einer Investition null ergibt.
Unternehmenskonzentration und KMU
Bei der horizontalen und vertikalen Konzentration gibt es deutliche Unterschiede:
- Horizontale Konzentration: Gruppierung von Unternehmen der gleichen Branche oder der gleichen Verarbeitungs- und Herstellungsstufe.
- Vertikale Konzentration: Gruppierung von Unternehmen mit Aktivitäten, die alle Phasen eines Herstellungsprozesses und manchmal auch deren Verteilung abdecken.
Multinationale Unternehmen bestehen aus einer Muttergesellschaft und einer Reihe von Tochtergesellschaften, die in verschiedenen Ländern tätig sind.
KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) bilden in der Regel den Hauptteil des wirtschaftlichen Gefüges der entwickelten Welt. Ihre große wirtschaftliche Bedeutung beruht auf ihrer Kontrollfunktion und ihrem sozialen Beitrag.