Grundlagen der Chemie: Nomenklatur und Atommodelle

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Chemische Nomenklatur: Binäre Verbindungen

Oxide (Sauerstoff O = -2)

Metalloxide

MxOy (M: Metall)

  • Niedrigere Oxidationsstufe (oft Endung: -it oder „Bär“).
  • Höhere Oxidationsstufe (oft Endung: -at oder „ico“).

Nichtmetalloxide

M(nm)xOy (M(nm): Nichtmetall)

Hydride

Metallhydride (Wasserstoff H = -1)

MHx

Nichtmetallhydride (Wasserstoff H = +1)

HxM(nm). Benennung: ...wasserstoff.

Säuren (Binäre Nichtmetallhydride)

Nichtmetallhydride der Halogengruppe in wässriger Lösung (z. B. Halogenwasserstoffsäuren).

Salze (Binär)

Reaktion einer Säure mit einem Metall: MxM(nm)y. Endungen: -id, -it oder -at.

Tertiäre Verbindungen

Hydroxide

M(OH)x (Hydroxid-Ion: (OH)-). Benennung: ...hydroxid.

Sauerstoffsäuren (Oxosäuren)

Reaktion zwischen einem Nichtmetalloxid und Wasser: HxM(nm)yOz. Benennung: Verwendung von Präfixen und Suffixen (z. B. Hypo-, -it, -at, Per-).

Salze (Tertiär)

Ableitung von Sauerstoffsäuren: -säure (ico) wird zu -at (ato); -ige Säure (Bär) wird zu -it (ito).

Beispiele zur Nomenklatur

Oxide

  • Metalloxide:
    • Co2O2 = CoO (Kobalt(II)-oxid). Entspricht der niedrigeren Stufe („tragen“).
    • Co2O3 (Kobalt(III)-oxid). Entspricht der höheren Stufe („ico“).
  • Nichtmetalloxide:
    • C2O2 = CO (Kohlenmonoxid). Entspricht der niedrigeren Stufe („tragen“).
    • C2O4 = CO2 (Kohlendioxid). Entspricht der höheren Stufe („ico“).

Hydride

  • Metallhydrid: LiH (Lithiumhydrid).
  • Nichtmetallhydrid: H2S (Schwefelwasserstoff).
  • Spezialfall: Wasserstoffnitrid (NH3, Ammoniak).

Säuren, Hydroxide und Salze

  • Säure (binär): H2S (Schwefelwasserstoff).
  • Salzbildung (binär): HCl + Na → NaCl (Natriumchlorid).
  • Hydroxid: NaOH (Natriumhydroxid, auch Natronlauge).
  • Sauerstoffsäure: CO2 + H2O → H2CO3 (Kohlensäure). (Anmerkung zur Nomenklatur: Hypo-, -it und Per-).
  • Salzbildung (tertiär): H2CO3 + 2K → K2CO3 (Kaliumcarbonat).

Atomtheorie

Daltons Postulate (ca. 1800)

John Dalton stellte folgende Annahmen auf:

  • Materie besteht aus winzigen, unteilbaren Teilchen, genannt Atome.
  • Alle Atome eines bestimmten Elements sind identisch in Masse und Eigenschaften. Atome verschiedener Elemente unterscheiden sich in Masse und Eigenschaften.
  • Elemente verbinden sich miteinander in einfachen, ganzzahligen Verhältnissen.
  • Chemische Verbindungen, die durch die Vereinigung von Elementen gebildet werden, haben eine konstante Zusammensetzung (Gesetz der konstanten Proportionen).

Rutherfords Streuversuch (Goldfolienexperiment)

Das Experiment bestand darin, eine dünne Goldfolie mit Alpha-Strahlen zu bombardieren. Um die Ergebnisse der Bombardierung zu beobachten, wurde ein fluoreszierender Schirm um die Goldfolie platziert.

  • Die meisten Alpha-Strahlen durchdrangen die Folie ungehindert, da der größte Teil des Atomvolumens leerer Raum ist.
  • Einige Strahlen wurden abgelenkt, da sie dem elektrisch geladenen Zentrum (dem Kern) nahe kamen, das die gleiche Ladung wie die Alpha-Strahlen (positiv) besitzt.
  • Nur sehr wenige Strahlen wurden zurückgeworfen, da sie frontal mit den Zentren der positiven Ladung (dem Atomkern) kollidierten.

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