Grundlagen der christlichen Liturgie und Eucharistie
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Die drei Rhythmen liturgischer Feiern
Liturgische Feiern folgen grundsätzlich drei Rhythmen. Hier ist die Liste der Rhythmen und ihre Bedeutung:
- Der Rhythmus der Woche: Der Fokus liegt auf dem Sonntag, dem Tag des Herrn, an dem mit der Feier der Eucharistie an die Auferstehung Jesu erinnert wird.
- Der jährliche Rhythmus: Das liturgische Jahr (Kirchenjahr) fasst die wichtigsten Ereignisse im Leben Jesu zusammen.
- Der Rhythmus der Lebensereignisse: Während des gesamten Lebens begleiten uns die Sakramente und christlichen Feiern von der Geburt über Krankheit bis hin zum Alltag.
Was wir anbeten und feiern
In der christlichen Tradition bedeutet Liturgie, dass das Volk Gottes am „Werk Gottes“ teilnimmt. Im Neuen Testament wird dieser Begriff nicht nur für die Feier des Gottesdienstes verwendet, sondern auch für die Verkündigung des Evangeliums und das Wirken der Nächstenliebe.
Drei grundlegende Eigenschaften christlicher Feiern
- Eine besondere Zeit: Eine Zeit, die sich von den übrigen Momenten des Lebens unterscheidet.
- Riten und Handlungen: Diese schließen bestimmte Zeichen und Symbole ein. Sie vermitteln eine emotionale Bedeutung, die über das bloße Zeichen hinausgeht.
- Eine Gemeinschaft: Eine Gruppe von Menschen, die sich in einer Umgebung der Zusammengehörigkeit und Freude versammelt. In dieser Atmosphäre werden Gefühle deutlich; daher ist Musik nahezu unverzichtbar.
Die christliche Gemeinschaft und das Leben
Diskutieren Sie den folgenden Text: „Die christliche Gemeinschaft fühlt sich durch die Kraft und die Liebe Jesu sowie durch die Feiern gerettet. Aber diese sind nicht aus dem Leben der Christen verbannt oder eine Art von Weltflucht.“
- Die Feierlichkeiten sind keine isolierten Momente im Leben eines Christen oder eine Form der Realitätsflucht.
- Der Abschluss der Feier führt zur Mission und zum Engagement im Alltag, in der Gesellschaft und in der Welt, so wie es die frühen Christen in ihrem missionarischen Verständnis taten.
- Die christliche Feier endet nicht in den Riten: Sie feiert das Leben und bezieht sich auf das Leben in Jesus.
Das Leben der ersten christlichen Gemeinde
In Kapitel 2 der Apostelgeschichte wird das Leben der ersten christlichen Gemeinde beschrieben:
- Wie beständig waren die ersten Christen? Sie waren beständig im Gebet.
- Wer war das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens? Der Herr Jesus Christus.
- Was war das Band der Geschwisterlichkeit? Die brüderliche Gemeinschaft.
- Wie feierten sie den Glauben an Jesus? Mit der Eucharistie.
Die Eucharistie als Zentrum des Glaubens
Die Eucharistie ist das absolute Zentrum. Das Wort Eucharistie bedeutet „Danksagung“.
Die Eucharistie als Mahl und Gemeinschaft
Die Eucharistie ist ein Festmahl, bei dem Jesus sich als Nahrung für alle hingibt. Durch die Teilnahme entsteht eine innige Verbindung zwischen Jesus und den Gläubigen, die wiederum untereinander in besonderer Weise verbunden sind.
Ein Zeichen der Liebe und Einheit
Jesu Geste des Teilens führt dazu, dass auch wir teilen. Da wir gemeinsam dasselbe Brot essen, bilden wir einen Leib und sind Geschwister.
Opfer und Hingabe Jesu
Warum ist die Eucharistie das Opfer und die Hingabe Jesu? Jesus wollte seine Worte über Brot und Wein mit seiner Hingabe am Kreuz verbinden. Diese Hingabe Jesu für jeden Einzelnen ist in jeder Eucharistie auf unblutige Weise gegenwärtig.
Einladung zur Aufopferung
Die Eucharistie ist eine ständige Einladung zur Hingabe und Aufopferung gegenüber den Mitmenschen, der Welt und ihren Bedürfnissen.
Jesu Worte beim letzten Abendmahl
Welche Worte sprach Jesus zu den Aposteln? Er nahm das Brot, segnete es, brach es und gab es den Jüngern mit den Worten: „Nehmet hin und esset, das ist mein Leib.“
Er gab ihnen das Gebot: „Liebet einander, so wie ich euch geliebt habe.“
Er bat darum, ewig verbunden zu bleiben. Er wusch ihnen die Füße und forderte sie auf, dies ebenfalls zu tun. Er bat sie, diese Gesten und Worte zu seinem Gedächtnis zu wiederholen. Diese Handlungen bilden die Einsetzung der Eucharistie und des Weihesakraments.