Grundlagen der Computer-Hardware und Netzwerke
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Hardware, Netzwerke und IT-Grundlagen
Die Hardware besteht aus den physikalischen Elementen, aus denen der Computer aufgebaut ist. Die Software ist eine Sammlung von Programmen, welche die Funktionen des Computers steuern und überwachen. Beide Komponenten sind für den Betrieb des Computers essenziell.
Das Binärsystem und Informationseinheiten
Um eine Binärzahl, die aus einer Kombination von Nullen und Einsen besteht, in eine Dezimalzahl umzuwandeln, nutzt man die Polynomdarstellung. Um zum Beispiel den Wert von 10101(2) zu ermitteln: 10101(2) = 1 · 24 + 0 · 23 + 1 · 22 + 0 · 21 + 1 · 20 = 16 + 0 + 4 + 0 + 1 = 21(10).
Übungen
Das Bit ist die kleinste Informationseinheit, die wir definiert haben.
| Einheit | Größe |
|---|---|
| 1 Byte (B) | 8 Bit |
| 1 Kilobyte (KB) | 1.024 Bytes |
| 1 Megabyte (MB) | 1.024 Kilobyte |
| 1 Gigabyte (GB) | 1.024 Megabyte |
| 1 Terabyte (TB) | 1.024 Gigabyte |
| 1 Petabyte (PB) | 1.024 Terabyte |
Software-Kategorien und Anwendungen
Software wird je nach Verwendungszweck in drei große Gruppen unterteilt:
- Systemsoftware: Programme, die den Betrieb des Systems ermöglichen (Betriebssysteme).
- Programmiersoftware: Werkzeuge, die von Programmierern genutzt werden, um neue Software zu erstellen.
- Anwendungssoftware: Die Menge der Programme, die der Benutzer für seine Arbeit am Computer verwendet.
Anwendungsprogramme können vertikal (für spezifische Branchen) oder horizontal (allgemeine Anwendungen für die breite Masse) ausgerichtet sein.
Die Zentraleinheit (CPU) und Peripherie
Die Zentraleinheit (CPU) befindet sich im Gehäuse, das mit Monitor, Tastatur, Drucker, Maus und anderen Geräten verbunden ist. Im Inneren liegen die elektronischen Komponenten, die Programme ausführen.
Peripheriegeräte sind Geräte, die zur Kommunikation mit dem Computer an die CPU angeschlossen werden. Sie werden in drei Gruppen unterteilt:
- Eingabegeräte: Ermöglichen dem Benutzer die Dateneingabe (z. B. Tastatur und Maus).
- Ausgabegeräte: Zeigen dem Anwender die Ergebnisse der verarbeiteten Daten (z. B. Bildschirm und Drucker).
- Ein-/Ausgabegeräte: Ermöglichen sowohl die Erfassung als auch den Abruf von Daten (z. B. Speichergeräte).
Mainboard, Speicher und Komponenten
Auf dem Motherboard sind alle Komponenten direkt oder über Steckplätze (Slots) angeschlossen: Tastatur, Monitor, Drucker, Maus usw. Busse sind die Kanäle, über die alle Informationen innerhalb des Computers zirkulieren.
Das Steuerwerk leitet und koordiniert alle Elemente des Computers. Die arithmetisch-logische Einheit (ALU) ist für die Durchführung mathematischer und logischer Operationen verantwortlich. Diese Einheiten sind auf einem einzigen Chip integriert, dem sogenannten Mikroprozessor.
- RAM (Arbeitsspeicher): Speichert Anweisungen laufender Programme und Daten. Er ist flüchtig; beim Ausschalten wird der Inhalt gelöscht.
- Cache: Ein schneller Speicher, der den Datentransfer zwischen Prozessor und RAM beschleunigt.
- Virtueller Speicher: Ein Teil der Festplatte, der den RAM simuliert, jedoch wesentlich langsamer ist.
- ROM: Ein Nur-Lese-Speicher, der vom Hersteller fest programmiert wurde und nicht flüchtig ist.
- BIOS: Enthält grundlegende Anweisungen für den Systemstart und die Hardware-Prüfung.
- CMOS-RAM: Speichert Konfigurationsdaten (Datum, Uhrzeit), gespeist durch eine Batterie.
Das Netzteil wandelt den elektrischen Strom aus dem Netz (230 V) in die vom PC benötigten Spannungen (5-12 V) um und ist meist mit Lüftern ausgestattet.
Schnittstellen und Erweiterungen
Der Controller verwaltet die Kommunikation zwischen Gerät und Computer. Steckplätze (Slots) wie PCI oder AGP auf der Hauptplatine dienen zur Aufnahme von Controller-Karten (z. B. Grafikkarten). Externe Geräte werden über Kommunikations-Ports angeschlossen:
- Serielle Schnittstellen: Langsame Datenübertragung (z. B. für Modems).
- PS/2: Spezifisch für Maus und Tastatur.
- Parallele Schnittstelle: Für größere Datenmengen (früher oft für Drucker).
- USB-Ports: Schnelle Schnittstellen, die Hot-Plugging unterstützen.
- Firewire: Ein Standard ähnlich wie USB.
Eingabe- und Ausgabegeräte im Detail
Die Tastatur ist neben der Maus das wichtigste Eingabemedium. Es gibt verschiedene Standards (ergonomisch, Multimedia, Wireless). Die Tasten unterteilen sich in Funktionstasten, Cursor-Tasten, alphanumerische und numerische Blöcke.
Bei Mäusen unterscheidet man:
- Mechanische Mäuse (mit Kugel).
- Optische Mäuse (vermeiden Verschmutzung).
- Lasermäuse (höhere Präzision).
Der Scanner digitalisiert Bilder oder Dokumente in Binärdaten. Für Text wird zusätzliche OCR-Software benötigt. Die Qualität hängt von der optischen Auflösung (dpi) und dem Dichtespektrum ab.
Monitore gibt es als CRT (veraltet), LCD, TFT oder Plasma. Die Auflösung wird in Pixeln (Zeilen x Spalten) angegeben.
Druckertechnologien:
- Matrixdrucker (veraltet).
- Tintenstrahldrucker (Standard).
- Laserdrucker (schnell, leise, hohe Qualität).
- Thermodrucker (für Etiketten/Karten).
Die Qualität wird in dpi und die Geschwindigkeit in ppm (Seiten pro Minute) gemessen. Ein Plotter wird für großformatige Ausdrucke in exzellenter Qualität genutzt.
Speichermedien und Laufwerke
Festplatten nutzen Magnetisierung zum Lesen und Schreiben. Sie sind in Spuren und Sektoren unterteilt. Moderne Anschlüsse nutzen den S-ATA-Standard. Optische Medien umfassen CD-ROM (700-900 MB), DVD-ROM (4,7-8,5 GB) sowie Blu-ray. USB-Sticks (Pendrives) sind klein, mobil und benötigen keine eigene Stromversorgung.
Netzwerktechnik und Sicherheit
Ein Netzwerk besteht aus Hardware und Software, die Computern den Ressourcenaustausch ermöglichen. Jeder Teilnehmer ist ein Knoten. Ein lokales Netzwerk (LAN) erstreckt sich über wenige Kilometer.
Die MAC-Adresse ist ein eindeutiger, permanenter Identifikationscode für Netzwerkkarten. Das TCP/IP-Protokoll ermöglicht die Kommunikation über IP-Adressen. Die Reichweite von Wi-Fi hängt von der Routerleistung und Hindernissen ab.
Sicherheitsmaßnahmen für WLAN:
- SSID (Netzwerkname) verbergen.
- Router-Passwort ändern.
- WPA2/WPA3-Verschlüsselung nutzen.
- Starkes Netzwerk-Passwort wählen.
Software-Wartung und Pflege
Um die Systemstabilität zu gewährleisten:
- Nur notwendige Software installieren.
- Software korrekt deinstallieren.
- Ausreichend RAM und Festplattenplatz vorhalten.
- Passende Treiber verwenden.
- Regelmäßige Backups erstellen.
- Antiviren- und Anti-Spyware-Programme aktuell halten.
- Firewall installieren.
- Betriebssystem auf der schnellsten Festplatte installieren.
- Temporäre Ordner leeren und Festplatte defragmentieren.
Übungen zur Hardware-Konfiguration
Bearbeitung der Übungen 29, 31 und 32.
29. Zuordnung der Komponenten und Anschlüsse
| Komponente | Anschluss/Steckplatz |
|---|---|
| Grafikkarte | AGP-Steckplatz |
| Scanner | USB-Port |
| Tastatur | PS/2 |
| Soundkarte | PCI-Slot |
| Festplatte | S-ATA-Anschluss |
| Monitor | VGA-Anschluss |
| Drucker | Parallel-Port |
32. Identifikation von Computer-Ports
- PS/2: Tastatur und Maus.
- Seriell: Modems (langsame Geräte).
- Parallel: Drucker.
- USB: Kamera, externe Festplatte.
- Audio: Kopfhörer, Lautsprecher.
31. Komponenten-Definitionen
- Mikroprozessor: Chipsatz, der die Aktivität der Komponenten verwaltet sowie Leitung und Koordination übernimmt.
- CPU-Gehäuse: Box, in der das Netzteil und andere Komponenten untergebracht sind.
- CD-Brenner: Gerät zum Beschreiben von CDs.
- Motherboard: Hauptplatine, auf der alle wichtigen Komponenten verbunden sind.
- Netzteil: Liefert die elektrische Leistung für alle Komponenten.
- RAM: Temporärer Speicher für aktuell verarbeitete Daten.
- Festplatte: Dauerhafter Speicher für Software und Daten.
- Grafikkarte: Verwaltet die Bildausgabe auf dem Monitor.