Grundlagen des Dramas: Merkmale, Elemente und Formen
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Merkmale des Dramas
Es besteht ein untrennbarer Zusammenhang zwischen dem geschriebenen Text und dessen Darstellung; dieses Design wird als doppelte Bühne bezeichnet. Die eigentliche theatralische Dimension liegt in der Szene, auch wenn der Text individuell gelesen werden kann.
- Bühnencodes: Die Verwendung verbaler und nonverbaler Elemente im Prozess (Beleuchtung, Kostüme etc.).
- Kommunikativer Prozess: Auf der Bühne findet ein kollektiver Prozess statt, sowohl in der Emission (Autor, Regisseur) als auch in der Rezeption (individuelle Lektüre zu Hause vs. kollektive Rezeption bei der Inszenierung).
Theatralische Elemente
1. Elemente des Schreibens
- Text A: Dialoge, Monologe und direkte Redeanteile.
- Text B: Szenische Anweisungen oder Informationen des Autors.
2. Elemente des theatralischen Textes
Regie, Schauspieler und Bühnenbild (Landschaft, Beleuchtung etc.).
Theatralische Formen: Geburt der Tragödie
Die primitive Form, die Anlass zur Tragödie gab, war der Dithyrambos. Dies war ein Lied zur Anbetung des Gottes Dionysos, bei dem ein „Schauspieler“ die Taten eines Helden chronologisch wiedergab und dessen Rolle übernahm. Der Schauspieler wurde von einem Chor begleitet, der ebenfalls als Zeichen an der Aktion teilnahm.
Performing Gender: Hauptformen des Dramas
Es gibt drei Hauptformen:
- Tragödie: Ein Subgenre mit illustren und heroischen Charakteren, die meist von Leidenschaften beherrscht werden und deren Handlungen in einem elenden und unglücklichen Ende münden.
- Komödie: Im Gegensatz zur Tragödie werden hier Probleme durch Charaktere aus allen sozialen Schichten (überwiegend mittlere und untere Klassen) dargestellt. Ziel ist es, die Zuschauer zu unterhalten, abzulenken und manchmal gesellschaftliche Mängel oder unangemessenes Verhalten zu kritisieren. Sie zeichnet sich durch ein glückliches Ende aus.
- Tragikomödie: Ein Subgenre zwischen Tragödie und Komödie, das von angespannten Situationen und Handlungen dominiert wird. Das Ergebnis kann sowohl glücklich als auch unglücklich sein; die Charaktere entstammen allen sozialen Klassen.
Kleinere dramatische Formen
- Auto sacramental: Kompositionen über biblische Episoden, religiöse Mysterien sowie moralische und theologische Konflikte.
- Farce: Ein komisches Stück, das darauf ausgelegt ist, Menschen zum Lachen zu bringen.
- Entremés (Vorspiel): Ein komisches Theaterstück in einem Akt mit einer humorvollen Geschichte.
- Posse: Ein meist komisches Stück, das jedoch auch ernstere Züge annehmen kann. Es ist üblich, Laster und gesellschaftliche Konventionen lächerlich zu machen.