Grundlagen der Filmgestaltung: Montage, Licht und Technik
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Montage
- Cut In / Cut Out: Hinein- oder Herausschneiden.
- Cut Away: Perspektivwechsel oder neue Szene.
- POV (Point of View): Für eine neue Achse.
- Track In: Kamerafahrt auf das Objekt zu.
- Zoom in: Brennweitenveränderung.
- Travelling: Kamera bewegt sich, Größe bleibt gleich.
- Tracking: Kamera folgt, Größe verändert sich.
- Retardierendes Element: Verzögerung für Spannung.
Technische Übergänge
- Hartschnitt: Abrupter Bildwechsel; wird immer angewandt, Bildkomposition ist hierbei entscheidend.
- Blende: Alte Einstellung wird dunkler, neue wird heller; signalisiert Zeitvergehen, heute eher unerwünscht.
- Auf- und Abblende: Abblende für Zeitsprünge oder Beruhigung, Aufblende als Vorhangeffekt.
- Holperschnitt: Beschreibt die Schnittwirkung auf den Zuschauer; kein eigener Schnitt, sondern ein Herausreißen durch schlechte Bildkomposition.
- Sprungschnitt (Jump Cut): Kann ein Holperschnitt sein, muss aber nicht; signalisiert, dass Zeit vergangen ist (erkennbar an Hand oder Objekt).
- Cross Cut: Hin- und Herwechseln zwischen zwei Handlungen (elliptische Parallelmontage).
Lichtgestaltung
- Punktförmige Lichtquelle: Beschränkter Öffnungswinkel = divergentes Strahlenbündel.
- Unendliche Entfernung: Paralleles Bündel.
- Ablenkung durch Linse/Tropfen: Konvergentes Bündel.
Beleuchtungsstärke
Verdoppelt man den Abstand zur Lichtquelle, wird die Beleuchtungsstärke geviertelt und die Fläche vervierfacht (reziprokes Gesetz).
Farbtemperatur (in Kelvin)
- 0 K: Schwarz
- 800 K: Rot
- 1500 K: Kerze
- 3000 K: Abendrot
- 5500 K: Sonne
- 7000 K: Bewölkter Himmel
- 9000 K: Blauer Himmel (Sonne bedeckt)
- 15000 K: Blaue Stunde
Hinweis: Mit steigender Temperatur nimmt der Anteil der Blaustrahlung zu.
Lichtpositionierung
- Frontal: Keine Schatten und Konturen, Motiv wirkt flach, schlecht für Gesichter, keine räumliche Tiefe.
- Schräg: Lichtabgewandte Seite bildet Schatten, wirkt räumlich und tief.
- Seitenlicht: Gut für Oberflächenstrukturen.
- Gegenlicht: Betont Haare, Fell oder Konturen.
- Oberlicht: Schatten wandern nach unten, streckt Figuren.
- Unterlicht: Schatten wachsen nach oben (Horror-Effekt).
- Direktes Licht: Hohe Kontraste (z. B. Sonne, hartes Licht).
- Diffuses Licht: Zerstreut, Schatten werden aufgehellt (z. B. Wolken, weiches Licht).
Schattenlehre
- Schattengröße: Schatten wird größer, je näher die Lampe am Objekt ist oder je näher das Objekt am Hintergrund steht. (Formel: Schattengröße / Objektgröße = Strahl Lampe Schatten / Strahl Lampe Objekt).
- Schattenschärfe: Die Schärfe der Schattengrenze (X) ist abhängig von der Größe der Lichtöffnung (A), deren Entfernung zum Objekt (B) sowie dem Abstand Objekt zu Hintergrund (Y).
- Strahlensatz: X:Y = A:B → X = (A/B) * Y.
3-Punkt-Ausleuchtung
- Führungslicht (Hauptlicht): Hartes Licht schräg von vorne, gibt Belichtungsrichtung und Schattenwurf vor.
- Aufhelllicht: Reduziert Schatten des Führungslichts, vermindert Kontrast, weiches Licht oder Reflektor, macht Details im Schatten sichtbar.
- Gegenlicht: Hartes Licht schräg von hinten, betont Feinheiten wie Haare oder Gitter.
- Hintergrundlicht: Für Kontrast zwischen Hintergrund und Objekten, betont Details der Deko und Umgebung.
High-Key & Low-Key
Bezeichnung für die allgemeine Helligkeitscharakteristik einer Aufnahme.