Grundlagen der Finanzverwaltung und Unternehmensführung

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Ziel der Finanzierung

  • Maximierung des Unternehmenswertes
  • Maximierung der Vermögenswerte
  • Maximierung des Reichtums der Investoren
  • Maximierung der kurz- und langfristigen Rendite bei gleichzeitiger Risikominimierung
  • Langfristiger Fortbestand des Unternehmens

Funktionen der Finanzverwaltung

  • Allokation von Mitteln: Investitionen in kurz- und langfristige Projekte.
  • Finanzbeschaffung: Sicherstellung der Finanzierung.
  • Finanzplanung: Erstellung von kurzfristigen (Cashflow) und langfristigen (Kapital) Budgets.
  • Dividendenpolitik: Festlegung von Standards für die Gewinnausschüttung. Gewinne können an Eigentümer ausgezahlt oder reinvestiert werden. Die Dividende pro Aktie richtet sich nach der Anzahl der ausstehenden Aktien. (In Chile müssen mindestens 30 % des Nettogewinns ausgeschüttet werden.)

Entscheidungsfragen im Unternehmen

Jede unternehmerische Entscheidung sollte drei Fragen berücksichtigen:

  1. Die Rendite der Investition.
  2. Die Liquidität der Entscheidung.
  3. Das mit der Entscheidung verbundene Risiko.

Entscheidungskriterien für Investitionen

  • Amortisationszeit: Investitionen, die sich nicht oder erst nach der vom Investor geforderten Zeit amortisieren, sollten abgelehnt werden.
  • Jährliche Kapitalrendite (ROI): Übersteigt die Rendite die geforderte Mindestrendite, sollte investiert werden. Bei ähnlichem Risiko ist die höhere Rentabilität zu bevorzugen.
  • Risiko: Bei vergleichbaren Renditen ist das Projekt mit dem geringsten Risiko zu wählen.

Liquidität

Begriffsbestimmungen

  • Fähigkeit zur Liquidierung: Die Fähigkeit des Unternehmens, Vermögenswerte in Bargeld umzuwandeln. Umlaufvermögen ist hierbei besonders relevant.
  • Zahlungsfähigkeit: Die Fähigkeit, kurzfristige Verbindlichkeiten durch Vermögenswerte zu decken.

Indikatoren

Die Liquidität zeigt sich in der Bilanz. Ein höherer Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen deutet auf eine höhere Liquidität hin. Das Working Capital (Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten) gibt an, ob kurzfristige Schulden gedeckt werden können. Generell gilt: Höhere Liquidität führt oft zu geringeren Erträgen.

Rentabilität

Begriffsbestimmungen

  • Verhältnis: Die Beziehung zwischen dem investierten Kapital und dem daraus resultierenden Gewinn.
  • Erfolgsrechnung: Kennzahlen wie Rohertrag, Betriebsergebnis und Non-operative Gewinne geben Aufschluss über die Ertragslage.

Indikatoren

Die Rentabilität wird durch das Verhältnis von Gewinn zu Bilanzsumme oder Umsatz gemessen (z. B. Return on Assets = Nettogewinn / Bilanzsumme).

Risiko

Begriffsbestimmungen

  • Die Möglichkeit, dass das Unternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass ein erwartetes Ergebnis nicht eintritt.

Arten von Risiken

  • Operatives Risiko: Unsicherheit bezüglich des operativen Ergebnisses durch Marktbedingungen, Wettbewerb, Preise und Kosten.
  • Finanzielles Risiko: Abhängig vom Grad der Verschuldung. Höheres Risiko erfordert eine höhere erwartete Rendite (Risikoprämie).

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