Grundlagen der Funknavigation: Radar, ILS und SSR
Eingeordnet in Elektronik
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 5,49 KB
Wichtige Fakten zu Radar, ILS und SSR in der Luftfahrt
Primär- und Sekundärradar
- Primärradar-Prinzip: Ein Primärradar arbeitet nach dem Prinzip der Pulstechnik.
- Impulsfolgefrequenz: In einem Primärradar mit Pulstechnik bestimmt die Impulsfolgefrequenz (PRF) bzw. Impulswiederholungsrate (PRR) die maximale theoretische Reichweite.
- Bodenradar-Reichweite: Ein Bodenradar mit einer PRF von 1200 Impulsen/Sekunde hat eine maximale eindeutige Reichweite von etwa 67 NM.
- Radaranlage (PRF 1200): Eine Radaranlage mit einer Impulswiederholungsfrequenz (PRF) von 1200 Impulsen/Sekunde erreicht eine maximale eindeutige Reichweite von etwa 69 NM.
- ATC-Long-Range-Surveillance-Radar: Die maximale Reichweite beträgt ca. 300 NM.
- Sekundärradar und Wetter-Clutter: Warum ist ein Sekundärradar-Bildschirm frei von Sturm-Clutter? Das Prinzip der Echo-Reflektion wird beim Sekundärradar nicht angewendet.
- Frequenzbereich für Radar: Die meisten Luft-Wetter- und bodengestützten ATC-Radarsysteme arbeiten im SHF-Bereich.
Transponder-Codes und SSR-Betrieb
- SSR-Bodenstation-Frequenzen: Die bodengestützte SSR-Ausrüstung nutzt folgende Frequenzen: Abfrage (Sender) 1030 MHz, Antwort (Empfänger) 1090 MHz.
- ATC-Transpondersystem: Mit Ausnahme von Mode S besteht das System aus zwei Modi mit jeweils 4096 Codes.
- SSR-Code 7500: Die Auswahl dieses Codes zeigt unrechtmäßige Eingriffe in die geplante Durchführung des Fluges an.
- SSR-Code 7600: Dieser Code muss gewählt werden, um einen Funkausfall (Radio Failure) anzuzeigen.
- SSR-Code 7700: Die Auswahl dieses Codes zeigt einen Notfall an.
- SSR-Code 2000: Dieser Code sollte beim Einflug in einen kontrollierten Luftraum aus einem Gebiet ohne SSR-Pflicht verwendet werden.
- SSR-Modus C: Die übermittelte Flugfläche basiert auf dem Standarddruck von 1013,25 hPa.
- Genauigkeit im Modus C: Die Flugfläche wird dem Fluglotsen mit einer Genauigkeit von ± 50 ft angezeigt.
Instrumentenlandesystem (ILS) und MLS
- ILS-Fehlfunktionen: Das ILS ist anfällig für falsche Gleitpfade aufgrund von mehreren Keulen im Strahlungsdiagramm in der vertikalen Ebene.
- ILS-Landekursfrequenz: Eine gültige Frequenz für den Localizer ist 109,15 MHz.
- Outer Marker: Er sendet auf 75 MHz mit einer Tonfrequenz von 400 Hz.
- Middle Marker: Er wird akustisch und visuell durch abwechselnde Punkte und Striche sowie ein blinkendes gelbes Licht identifiziert.
- Sinkrate für 3,25°-Gleitweg: Bei einer Groundspeed von 140 kt beträgt sie ca. 750 ft/min.
- Sinkrate für 3°-Gleitweg: Bei einer Groundspeed von 90 kt sind ca. 450 ft/min erforderlich.
- Microwave Landing System (MLS): Das MLS arbeitet im SHF-Frequenzband.
- MLS-Azimut-Abdeckung: Sofern nicht anders angegeben, bietet sie eine Abdeckung von ± 40° zur Kursmittellinie in einer Reichweite von 20 NM.
Navigation und Wetterradar
- DME-A im Tracking-Modus: Bei einer Verringerung der Signalstärke wechselt das Gerät primär in den Memory-Modus.
- DME-Geschwindigkeitsanzeige: Die Anzeige entspricht am ehesten der Groundspeed eines Flugzeugs auf FL400, wenn der Anflug direkt auf die Station in einer Entfernung von 100 NM oder mehr erfolgt.
- VOR-Empfangsreichweite: Die maximale theoretische Reichweite für ein Flugzeug auf FL210 (VOR auf 340 m über MSL) beträgt ca. 204 NM.
- Airborne-Wetterradarsysteme: Diese nutzen eine Wellenlänge von etwa 3 cm für den Nachweis größerer Wassertropfen (Frequenz: 9375 MHz).
- Wetterradar-Stabilisierung: Die Antenne wird um die Roll- und Pitch-Achsen stabilisiert.
- Pencil-Beam: Ein Pencil-Beam wird gegenüber dem Mapping-Modus zur Bestimmung von Bodenmerkmalen bevorzugt ab 50 bis 60 NM, da mehr Leistung im schmalen Strahl konzentriert werden kann.
- Doppler-Navigationssystem: Es basiert auf Radarprinzipien unter Verwendung der Frequenzverschiebung. Eine Zunahme der Sendefrequenz bedeutet, dass der Sender sich auf den Empfänger zubewegt.
- Aircraft Surface Movement Radar: Arbeitet im (i) SHF-Band, nutzt eine Antenne mit (ii) 60 Umdrehungen pro Minute; es ist (iii) manchmal möglich, den Flugzeugtyp anhand des Echos zu bestimmen.
- Loran-C: Das Navigationssystem nutzt das Frequenzband von 90–110 kHz. Die Abdeckung ist auf bestimmte begrenzte Regionen der Welt beschränkt.