Grundlagen der Gesellschaft und Sozialisation

Eingeordnet in Psychologie und Soziologie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 4,06 KB

Definition der Gesellschaft

Der Ausdruck "Gesellschaft" bezeichnet eine Gruppe von Menschen, in der Emotionen und Vernunft eine Rolle spielen. Es ist die Gruppe, in der man mehr oder weniger freiwillig lebt, mehr oder weniger stabil, mit allgemeinen Regeln, die alle gleichermaßen binden, damit die Gruppe gemeinsame Ziele erreicht und Maßstäbe der Lebensqualität festlegt, um das Überleben des Individuums und der Gruppe zu sichern.

Gewicht der menschlichen Gesellschaft

Aufbau: Jedes Mitglied spielt verschiedene soziale Rollen: Zimmermann, Fußballspieler, Student usw. Jeder kann Funktionen ausüben, Pläne am Ende seiner Rolle erstellen, das geeignete Mittel wählen und die Folgen abschätzen. Die Mitglieder stehen in unterschiedlichen sozialen Beziehungen und haben jeweils eine besondere soziale Situation. Positionen können erworben oder vererbt werden und sind für das Mitglied mehr oder weniger wichtig.

Soziale Dynamik

Die menschliche Gesellschaft verändert sich im Laufe der Geschichte. Gesellschaftlicher Wandel zeigt sich in Änderungen von Bräuchen, Traditionen und in der Struktur der Gesellschaft. Veränderungen können durch wissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder anderen Fortschritt entstehen und manchmal durch soziale Revolutionen. Gleichzeitig neigt jede Gesellschaft dazu, Kontinuität zu bewahren.

Soziale Mobilität: Soziale Mobilität bezeichnet die Fähigkeit von Mitgliedern, Zugang zu und Teilnahme an verschiedenen Rollen, sozialen Klassen oder Institutionen zu erlangen.

Soziale Konflikte: Soziale Konflikte sind Zustände, in denen soziale Institutionen und Mitglieder unsicher sind, wie sie handeln sollen. Sie äußern sich als Ablehnung, Diskriminierung und in Verhaltensweisen, die von der geltenden Kultur abweichen. Ursachen können religiöse, politische oder moralische Differenzen sein und sie können zu sozialer Gewalt führen. Manchmal tragen Konfliktsituationen jedoch zum sozialen Zusammenhalt bei und sind notwendig für soziale Veränderungen.

Normen und Werte

Normen und Werte sind Erwartungen, die sich in sprachlichen Ausdrücken widerspiegeln; ihre Standards sind unterschiedlich und spiegeln gesellschaftliche Werte wider. In der Theorie rechtfertigen Regeln Sanktionen gegenüber unangemessenem Verhalten. Soziale Normen und Werte werden durch Praktiken, Sitten und Traditionen etabliert. Regeln werden festgelegt, um ihre Einhaltung zu gewährleisten, und sie sind in unterschiedlichen Kodizes je nach Region verankert. Soziale Normen können missachtet, teilweise übernommen oder angepasst werden.

Sozialisation

Der Mensch muss lernen, mit seinen Mitmenschen zu leben. Sozialisation ist ein subjektiver Prozess der Verinnerlichung und Aneignung der gesellschaftlichen Kultur, der mehrere Phasen umfasst:

  • Primär: Findet in der Kindheit innerhalb der Familie statt. Das Kind lernt durch Nachahmung der Eltern und übernimmt deren Verhalten.
  • Sekundär: Später können einzelne Elemente kritisch bewertet werden; das Individuum wählt aus, was es lernen möchte. Lernen erfolgt nicht nur durch Nachahmung und Anpassung.
  • Resozialisierung: Eine Person muss unter Umständen lernen, ihr Verhalten an eine andere Gesellschaft anzupassen (zum Beispiel bei Migration). Dies ist ein psychologisch anspruchsvoller Prozess.

Abschließende Gedanken

Die Gesellschaft setzt Maßstäbe und Werte für ihre Mitglieder, um sozialen Zusammenhalt zu gewährleisten. Die Sozialisation wirft Fragen auf: Eliminierte sie die menschliche Freiheit? Ist der Mensch nur Produkt der Gesellschaft? In der Geschichte der Menschheit gab es Individuen — Revolutionäre und Reformer — die gezeigt haben, dass das Individuum Wahlmöglichkeiten und Verantwortung für seine Entscheidungen hat. Es ist eine schwierige, aber notwendige Balance zwischen individueller Freiheit und sozialer Dimension. Darüber hinaus führt Sozialisation zu interkultureller und sozialer Bereicherung.

Verwandte Einträge: