Grundlagen der Gesellschaft und Sozialisation

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Die Gesellschaft

Die Gesellschaft wird als eine Gruppe von Menschen definiert, die voneinander abhängig sind, um die Ziele des Lebens gerecht zu erreichen. Menschen sind soziale Wesen, die in ständigem Kontakt mit anderen stehen und von ihnen abhängig sind.

Merkmale der Mitglieder der Gesellschaft

  • Kultur: Teilen einer gemeinsamen Kultur, d. h. einer Sprache, von Werten und Normen.
  • Arbeitsteilung: Entwicklung von ergänzenden Tätigkeiten durch die Teilung der Arbeit.

Moderne Gesellschaften

Moderne Gesellschaften zeichnen sich durch eine hohe Bevölkerungsdichte in städtischen Zentren aus, im Gegensatz zu traditionellen Gesellschaften, die aus kleineren, integrierten Einheiten bestanden. In modernen Gesellschaften konzentrieren sich die Bürger stärker auf ihre eigenen Interessen, was als Individualismus bezeichnet wird.

Sozialisation

Sozialisation ist die Internalisierung der sozialen Welt, in die man hineingeboren wurde oder der man beigetreten ist. Man unterscheidet zwei Phasen:

  1. Primäre Sozialisation: Ein Baby wird in ein gesellschaftliches Umfeld mit einer ihm völlig unbekannten Sprache und Sitten geboren, die es verinnerlicht.
  2. Sekundäre Sozialisation: Die Arbeitsteilung zwingt dazu, Techniken und Wissen zu erlernen, um spezifische Aufgaben zu erfüllen. Dies sind Lernprozesse im Erwachsenenalter.

Bevollmächtigte der Sozialisation

Dies sind organisierte Gruppen, die aktiv am Sozialisationsprozess teilnehmen. Die Familie ist einer der wichtigsten Akteure, gefolgt von weiteren Instanzen in der Kindheit wie der Schule und dem Freundeskreis.

Muster, Rollen und Institutionen

Muster: Verhaltensmuster sind Kenntnisse, die imitiert und wiederholt werden und sich auf Regeln beziehen, die von allen Mitgliedern einer Gesellschaft akzeptiert werden. Diese Leitlinien ermöglichen die Beziehungen zwischen Personen.

Rollen: Dies sind Verhaltensmuster, Zuständigkeiten und Pflichten, die eine Person aufgrund ihrer Position in einer Gruppe innehat.

Institutionen: Sie sind eine Kombination aus Mustern und Rollen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Institutionen entstehen als Reaktion auf Überlebensbedürfnisse, die mit der Zeit zu Gewohnheiten und schließlich zu Normen werden. Die Familie ist eine der wichtigsten Institutionen.

Soziale Schichtung

Gesellschaften sind geschichtet, d. h. die Rollen der Personen sind mit unterschiedlichen Machtgraden verbunden. Macht ist die Fähigkeit, Einfluss auszuüben, und wird oft durch die Wirtschaft definiert. Es gibt verschiedene Modelle der Schichtung:

  • Sklavengesellschaft: Eine extreme Form der Unterdrückung, bei der Menschen wie Eigentum oder Gebrauchsgegenstände behandelt werden.
  • Kastensystem: Basierend auf Überzeugungen, wie etwa im indischen Kastensystem, oft verbunden mit dem Glauben an Reinkarnation.
  • Ständegesellschaft: Typisch für das Mittelalter, unterteilt in Adel, Geistlichkeit und Bauern.
  • Soziale Klassen: Typisch für kapitalistische Gesellschaften, unterteilt in hohe, mittlere und niedrige Klassen, wobei der entscheidende Faktor die wirtschaftliche Lage ist.

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