Grundlagen der Griechischen Architektur

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Griechische Architektur

Die griechische Architektur konzentrierte sich auf religiöse und öffentliche Bauten (private Kunst trat erst in der hellenistischen Periode auf).

System und Proportionen

  • Das Sturzsystem löste die ostkolossale Bauweise ab; alles wurde auf der Grundlage menschlicher Proportionen gelöst.
  • Die Bauten sind so konzipiert, dass sie von außen als eine große Skulptur betrachtet werden, unter Berücksichtigung optischer Korrekturen.
  • Die Architektur passte sich den schwierigen Bodenverhältnissen an.
  • Die Suche nach Schönheit ist ein Synonym für Perfektion, Zahl und Anteil.
  • Das Hauptmaterial war Stein, verbaut in perfekt behauenen Blöcken.

Bauordnungen

Es wurden die Bauordnungen dorisch, ionisch und korinthisch verwendet.

Der Tempel

Im Tempel standen die architektonischen Schöpfungen im Vordergrund. Meist handelte es sich um rechteckige Gebäude, die auf allen vier Seiten von Stufen (Stereobat und Stylobat) umgeben waren und von Säulen flankiert wurden. Im Inneren befanden sich die Cella (Naos), eine Vorhalle (Pronaos), eine Rückhalle (Opisthodom) und der Ort für den Tempelschatz. Die Ausrichtung erfolgte normalerweise von Ost nach West.

Säulenanordnung

Je nach Anzahl der Säulen konnte der Tempel:

  • tetrástylos (vier Säulen an der Stirnseite)
  • hexastylos (sechs Säulen an der Stirnseite)
  • usw.

Säulenstellung

Je nach Anordnung der Säulen unterschied man:

  • in antis
  • prostylos
  • amphiprostylos
  • peripteral
  • pseudoperipteral
  • tholos (rund)
  • apteros (ohne Flügel/Säulen an den Seiten)

Weitere Bauwerke

Eine weitere wichtige Einrichtung war das Theater, bei dem die Tribünen auf einem Hügel angelegt wurden. Zu seinen Füßen befanden sich die Bühne (Skené) und das Orchester. Ebenfalls verbreitet waren die Propyläen (Veranden), Stoa (Säulenhallen), Tholos und Kolonnaden.

Geschichtliche Entwicklung

Die Entwicklung lässt sich in vier Phasen unterteilen:

Die Archaische Periode (6. Jahrhundert v. Chr.)

In dieser Zeit entwickelten sich die Heiligtümer zu großen Räumen, in denen sich die Tempel und Gebäude entfalteten. Hervorzuheben sind der Tempel des Poseidon in Paestum und der Tempel der Artemis in Ephesos.

Die Klassische Periode (5. Jahrhundert v. Chr.)

Der Schwerpunkt der Kunst lag in Athen. Hier entstanden die Akropolis mit dem Parthenon, dem Erechtheion, dem Tempel der Athena Nike und den Propyläen.

Die Übergangszeit (5. – 4. Jahrhundert v. Chr.)

Diese Phase kennzeichnet den Verfall der dorischen Ordnung und den Aufstieg der ionischen und korinthischen Ordnung. Beispiele sind das Choragische Monument des Lysikrates und das Mausoleum von Halikarnassos.

Die Hellenistische Zeit (ab dem 4. Jahrhundert v. Chr.)

Es kam zu einem Bruch mit dem Gleichgewicht (z. B. Giebelfelder wurden belebt). Die Architektur tendierte zu einem monumentalen Sinn und integrierte die private Kunst mit der Natur. Herausragend sind der Altar des Zeus und der Leuchtturm von Alexandria.

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