Grundlagen des Haushaltsrechts und Budgetgrundsätze
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Haushaltsrecht
Gesetz 28112: Rahmenbedingungen für die Haushaltsführung des öffentlichen Sektors.
Gesetzesdekret 955: Über die steuerliche Zentralisierung.
Gesetz 28411: Allgemeines Gesetz über den Staatshaushalt.
Gesetz 29465: Gesetz über den öffentlichen Haushalt für das Jahr 2010.
Gesetz 29467: Gesetz über das finanzielle Gleichgewicht des öffentlichen Sektors für das Geschäftsjahr 2010.
Definition des Budgets
Das Budget ist ein System, mit dem die öffentliche Produktion (oder Dienstleistung) eines Organs, einer Branche oder einer Region in Bezug auf die Entwicklungspolitik unter den zentralen Jahresplänen der Regierung erstellt, genehmigt, koordiniert, durchgeführt, überwacht und bewertet wird. Die Ausführung des Budgets erfolgt in folgenden Schritten:
- Formulierung: Exekutive
- Diskussion und Verabschiedung: Legislative
- Ausführung: Institutionen und Einrichtungen des öffentlichen Sektors
- Kontrolle: Generalrechnungsprüfer der Republik
- Bewertung: Exekutive
Anforderungen an ein Budget
- Das Budget muss sowohl aggregiert als auch disaggregiert vorliegen.
- Die Beziehungen zwischen den Ressourcen und den daraus entstehenden Produkten sollten klar definiert sein, damit keine Zweifel bestehen, welches Ziel verfolgt wird.
- Die Ressourcenallokation für bestimmte Produkte erfordert zudem die Zuweisung von Ressourcen, um auch andere Produkte zu realisieren.
- Das Budget sollte das Produktionsnetzwerk des Staates widerspiegeln, in dem jedes Produkt konditioniert und von anderen abhängig ist. Es müssen bestehende Beziehungen und eine gewisse Kohärenz zwischen den verschiedenen budgetierten Produktionen vorhanden sein.
Haushaltsgrundsätze
Programmierung
Dieser Grundsatz ergibt sich aus der Natur des Budgets und umfasst:
- Inhalt: Festlegung aller Elemente zur Definition und Verabschiedung der vorrangigen Ziele.
- Form: Der Haushalt muss alle Elemente der Programmierung erklären. Das heißt, er sollte die gesetzten Ziele skizzieren sowie die erforderlichen Maßnahmen, das Personal, das Material und die Dienstleistungen Dritter aufführen, die für diese Aktionen und den entsprechenden monetären Ressourcenbedarf notwendig sind.
Integrität
Ein wesentliches Merkmal ist, dass alle Haushaltsvorgänge in der Konzeption und Umsetzung integriert sein müssen. Dieses Prinzip hat vier wesentliche Anforderungen:
- Es sollte ein Planungsinstrument sein.
- Es sollte eine einheitliche Fiskalpolitik widerspiegeln.
- Der Prozess muss ein zentrales Rückgrat bilden.
- Es sollte ein Rechtsinstrument sein, in dem alle Elemente angezeigt werden müssen.
Universalität
Diesem Prinzip liegt zugrunde, dass alle finanziellen Vorgänge so behandelt werden müssen, als seien sie in einem einzigen Budget eingearbeitet.
Exklusivität
Dieses Prinzip erfordert, dass innerhalb des Budgets keine Themen behandelt werden, die nichts mit der Haushaltsführung zu tun haben.
Einheit
Dieser Grundsatz bezieht sich auf die Anforderung, dass der Haushaltsplan in vollem Umfang formuliert, angenommen, durchgeführt und ausgewertet wird, vorbehaltlich der von der Exekutive definierten Haushaltspolitik.
Fleiß und Klarheit
Dieses Prinzip bedeutet, dass der Festlegung klarer, erreichbarer und sich ergänzender Ziele höchste Priorität eingeräumt werden sollte.
Qualität
Dieser formale Grundsatz besagt, dass der Budgetprozess klar ausgedrückt, geordnet und auf allen Stufen effizient durchgeführt werden muss.
Spezifikation
Dieses Prinzip bezieht sich grundsätzlich auf den finanziellen Aspekt des Haushalts. Es bedeutet, dass die Einnahmen präzise nach ihren Quellen und die Ausgaben nach dem Verwendungszweck für Güter und Dienstleistungen aufgeschlüsselt sein müssen.
Periodizität
Dieser Grundsatz legt fest, dass der Zeitraum des Budgets nicht so weit gefasst sein darf, dass er die effektive Ausführung behindert.
Kontinuität
Postuliert, dass alle Phasen des Haushaltsjahres auf den Ergebnissen der Vorjahre basieren und die Erwartungen für die zukünftige Ausübung berücksichtigen müssen.
Flexibilität
Dieses Prinzip basiert darauf, dass der Haushalt nicht starr sein darf, da er sonst kein wirksames Instrument für Management und Verwaltung sein kann.
Gleichgewicht
Bezieht sich auf den finanziellen Aspekt des Haushalts, d. h. die technischen Ziele für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen unter Berücksichtigung der staatlichen Lohn- und Preispolitik sowie des Grades der wirtschaftlichen Stabilität.