Grundlagen und Herstellung von Kulturmedien

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Kulturmedien

Kulturmedien sind Lösungen, die für das Wachstum und die Untersuchung von Bakterien sowie anderen einzelligen Organismen wie Pilzen verwendet werden. Feste Nährböden dienen als Nährstoffquelle und bieten Bakterien eine physische Unterstützung, wodurch Kolonien sichtbar werden.

Zutaten der Kulturmedien

  • Bausteine: Kohlenhydrate, Proteine, Metall- und Nichtmetall-Ionen.
  • Agar: Ein Polysaccharid, das von Bakterien nicht als Nährstoff genutzt wird, sondern als Festigungsmittel dient.
  • Fasilitätskomponenten: Puffer und Vitamine.
  • Inhibitoren: Indikatorfarbstoffe und Antibiotika.
  • Nährstoffe (exzeptionell): Nukleinsäuren und Sterine.

Einstufung der Kulturmedien

Nach der Natur der Komponenten

Natürlich, synthetisch und halbsynthetisch.

Nach Gebrauch

Basismedien, Isolierungsmedien (angereichert, differenzierend, selektiv, selektiv-anreichernd), Identifizierungsmedien, Erhaltungs- und Pflegemedien sowie Prüfmedien.

Je nach Zubereitung

  • Zubereitung aus den Komponenten der Formel.
  • Hydratisierung lyophilisierter kommerzieller Medien.
  • Kauf bereits sterilisierter Medien.

Nach der Darstellung

Einphasige Medien (fest, halbfest, flüssig) und Zweiphasen-Medien.

Allgemeine Technik der Herstellung

  1. Komponenten genau abwägen (auf Uhrglas oder im Becherglas).
  2. Benötigte Menge destilliertes Wasser hinzufügen.
  3. Unter Rühren zum Sieden erhitzen (1 bis 2 Minuten).
  4. pH-Wert messen und bei Bedarf anpassen.
  5. In Behälter zur Sterilisation füllen.
  6. Aseptische Verteilung: In der Nähe eines Brenners arbeiten. Gefäße vor und nach dem Gießen kurz abflammen. Platten nur kurz öffnen, um Kontamination und Austrocknung zu vermeiden. Nicht zu heiß gießen.
  7. Abkühlen lassen, bevor sie bei Umgebungstemperatur in den Kühlschrank gestellt werden (bei Schrägagarröhrchen vor dem Erstarren positionieren).
  8. Chargenbeschriftung.
  9. Lagerung im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort (vor Austrocknung schützen).
  10. Vor Gebrauch auf Labortemperatur bringen.
  11. Bei Kondenswasserbildung: Trocknen lassen.

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