Grundlagen des internationalen Handels: WTO, Devisenmarkt und Zölle

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Konfliktlösung im internationalen Handel

  • Bilaterale Verhandlungen zwischen den betroffenen Ländern.
  • Beilegung von Streitigkeiten gemäß den WTO-Abkommen.
  • Wenn das säumige Land es versäumt, die Maßnahmen der WTO zu übernehmen, kann die andere Nation Vergeltungsmaßnahmen ergreifen.

Der Devisenmarkt (Forex)

Der Devisenmarkt ist der verkehrsreichste Markt der Welt und arbeitet 24 Stunden am Tag, um Kauf- und Verkaufsgeschäfte auf internationalen Märkten abzuwickeln.

Wichtige Begriffe im Devisenhandel

  • Nominaler Wechselkurs: Der Preis einer Währung, ausgedrückt in einer anderen Währung. Dieser Preis hängt von Angebot und Nachfrage ab.

Gründe für die ausländische Nachfrage

  • Importe und Tourismus.
  • Ausländische Investitionen.

Folgen von Wertveränderungen der Währung

Eine Veränderung des Währungswertes kann zur Folge haben:

  • Abwertung (Abschreibung): Der Wert der Währung sinkt. Wenn eine Währung abwertet, steigen die Exporte und die Importe werden reduziert.
  • Aufwertung: Der Wert der Währung steigt.

Kaufkraftparität und Realer Wechselkurs

Die Kaufkraftparität (KKP) besagt, dass der Preis identischer Waren auf verschiedenen Märkten gleich sein sollte, wenn er in derselben Währung ausgedrückt wird.

Der reale Wechselkurs ermöglicht es uns, die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft im Vergleich zu einer anderen zu beurteilen. Er wird verwendet, um den nominalen Wechselkurs unter Berücksichtigung der Preisindizes (Inflation) zu analysieren, sodass die Inflation zwischen den Ländern ausgeglichen werden kann.

Instrumente der Handelspolitik

Die wichtigsten handelspolitischen Instrumente sind:

  • Zölle (Tarife): Eine Steuer auf Waren bei der Einfuhr in das Land. Ziel ist es, importierte Produkte teurer zu machen, um nationale Produkte zu fördern.
  • Mengenmäßige Beschränkungen im Handel (Quoten).
  • Exportsubventionen: Staatliche Beihilfen für Unternehmen, die sich für den Export entscheiden.

Durch die Beschränkung der Einfuhren und die Förderung der Ausfuhren wird tendenziell die inländische Produktion erhöht und dadurch das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verbessert.

Internationale Handelsorganisationen

  • GATT (General Agreement on Tariffs and Trade): Sucht die Verringerung von Zöllen und die Beseitigung von Hindernissen für den internationalen Handel.
  • WTO (World Trade Organization): Fördert den Freihandel und ist die Erweiterung des GATT.

Das GATT und die Meistbegünstigungsklausel

Die Meistbegünstigungsklausel (MFN) besagt, dass Zugeständnisse, die einem Land gemacht werden, grundsätzlich auf alle Unterzeichnerstaaten ausgeweitet werden müssen. Ausnahmen von dieser Klausel sind:

  • Handelsvorteile von Industrieländern für Entwicklungsländer (Allgemeines Präferenzsystem – APS).
  • Vollständige Beseitigung von Barrieren zwischen zwei oder mehr Ländern (Integrationsprozesse).

Die WTO

Die WTO behält die Grundprinzipien des GATT bei, unterscheidet sich jedoch in folgenden Punkten:

  • Mehr Mitglieder.
  • Umfasst Dienstleistungen, geistiges Eigentum und ausländische Direktinvestitionen.
  • Setzt protektionistische Maßnahmen in einigen Bereichen außer Kraft, z. B. durch das Verbot von Exportsubventionen.

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