Grundlagen der Kommunikation: Elemente, Arten und Barrieren

Eingeordnet in Ausbildung und Beschäftigung Beratung

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 5,33 KB

Elemente der Kommunikation

Die wesentlichen Bestandteile eines Kommunikationsprozesses sind:

  • Sender (Absender): Eine Person, die eine Botschaft (verbal oder nonverbal) aussendet.
  • Nachricht (Meldung): Der Zweck der Übermittlung; Informationen, die durch die Anwendung eines Codes verarbeitet werden.
  • Empfänger: Die Person, die die Nachricht empfängt und decodiert.
  • Medium (Kanal): Das Mittel, über das die Nachricht verbal oder nonverbal übermittelt wird (z. B. Luft bei der Stimme, ein Brief, ein Schwarzes Brett, ein Computer etc.).
  • Code: Ein System von Zeichen und Regeln, das Sender und Empfänger bekannt sein muss. Wenn der Code des Senders nicht verstanden wird, findet keine Kommunikation statt. Ein Beispiel für einen Code ist die verbale Sprache (mündlich oder schriftlich).
  • Hintergrund (Kontext): Die tatsächliche Situation unter Berücksichtigung verschiedener gemeinsamer Elemente (Hintergrund, beabsichtigte Intentionalität etc.).
  • Lärm (Störungen): Unterbrechungen des Kommunikationskanals, die zu einem Informationsverlust beim Empfänger oder einer Qualitätsminderung führen können (z. B. Interferenzen, Verzerrungen, ein verschwommenes Bild oder ein Tintenfleck auf einem Formular).
  • Feedback (Rückmeldung): Die Übertragung von Informationen zurück an den Sender über den Empfang der Nachricht. Dies kann verbal oder nonverbal erfolgen (z. B. Mimik, Handbewegungen, Lächeln etc.).

Hindernisse in der Kommunikation

  • Semantisch: Symbole, Sprache, Wortschatz.
  • Physisch: Umweltfaktoren wie Wärme, Kälte oder Schall.
  • Psychologisch: Persönlichkeit, Vorurteile, Klischees, Druck (Halo-Effekt), Erwartungshaltungen.

Arten der Kommunikation

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen interner und externer Kommunikation.

Kommunikationsrichtungen

  • Vertikal:
    • Aufsteigend: Geht von den Mitarbeitern aus und richtet sich an die Führungskräfte.
    • Absteigend: Geht von den Führungskräften und Leitern an die Untergebenen.
  • Horizontal: Die Übertragung von Informationen zwischen Personen auf der gleichen hierarchischen Ebene.

Art der Information

  • Formaler Natur: Die Kommunikation innerhalb einer strukturierten Unternehmensorganisation unter Berücksichtigung der festgelegten Hierarchie.
  • Informell: Entsteht spontan durch zwischenmenschliche Beziehungen außerhalb der hierarchischen Ebenen (z. B. beim Kaffee, Snacks, Spielen etc.).

Nonverbale Kommunikation

Die nonverbale Kommunikation nutzt keine sprachlichen Zeichen, um eine Nachricht zu vermitteln. Sie ergänzt oft die mündliche oder schriftliche Kommunikation.

Kommunikationsstile in der Wirtschaft

  • Assertiv (Selbstbewusst): Direkt und unternehmensorientiert (direkter Blickkontakt, klare Gestik, feste und entspannte Stimme ohne Zögern).
  • Aggressiv: Dominant, andere unterbrechend (starrender Blick, Drohgebärden, nach vorne gebeugte Haltung, hohe Lautstärke).
  • Passiv: Zurückhaltend, lässt sich unterbrechen (meidet Blickkontakt, nervöse Bewegungen, geduckte Haltung).

Glossar wichtiger Begriffe

  • Protokoll: Ein Dokument, das den Verlauf und die Vereinbarungen eines Treffens dokumentiert.
  • Assertivität: Eine Kommunikationsmethode, um Informationen, Wünsche oder Meinungen unter Wahrung der Rechte des Gegenübers zu vermitteln.
  • Kommunikation: Übertragung von Signalen über einen gemeinsamen Code zwischen Sender und Empfänger. Innerhalb der Arbeitswelt unterscheidet man formale/informelle sowie vertikale/horizontale Kommunikation.
  • Hintergrund: Die Umgebung, in der eine Meldung ausgegeben wird.
  • Intensität: Die Stärke der Stimme, die von der Ausprägung der Schallwellen abhängt.
  • Intonation: Die Beugung der Stimme je nach Bedeutung, Emotion oder Akzent.
  • Rang: Die Einordnung von Personen oder Dingen nach ihrer Wichtigkeit.
  • Marketing: Eine Reihe von Techniken und Prinzipien, die darauf abzielen, den Handelsverkehr zu steigern.
  • Kommunikationsbarrieren: Semantische, physische oder psychische Hindernisse bei der Decodierung einer Nachricht durch den Empfänger.
  • Wahrnehmung (Perzeption): Die selektive Erfassung von Reizen durch die Sinne aufgrund eines Bildes, Gefühls oder externen Drucks.
  • Kommunikationsnetze: Die Struktur eines Unternehmens zur Informationsweitergabe (z. B. Kette, Stern, Y-Modell, Kreis).
  • Rhythmus: Harmonie in der Verteilung von Tönen, Akzenten und Pausen.
  • Syntax: Teil der Grammatik, der die Koordination und Verknüpfung von Wörtern zu Sätzen lehrt.
  • Ton: Grad der Erhöhung oder Dämpfung der Stimme beim Sprechen, je nach Absicht oder Stimmung.

Verwandte Einträge: