Grundlagen der Kommunikation: Sprache, Dimensionen und Logik

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Sprache und ihre Grundfunktionen

Die Sprache ist ein System zwischenmenschlicher Kommunikation, das drei grundlegende Funktionen erfüllt:

  • Repräsentative Funktion: Sprachliche Zeichen sind Symbole, die verwendet werden, um Sachverhalte darzustellen.
  • Expressive Funktion: Sprachliche Zeichen sind Manifestationen oder Symptome der inneren Zustände des Sprechers.
  • Appellative Funktion: Sprachliche Zeichen sind Signale, die eine Reaktion beim Adressaten hervorrufen sollen.

Die drei Dimensionen der Sprache

Die wichtigste Form der Kommunikation ist das Wort, das Teil eines Codes ist. In allen Sprachen gibt es drei grundlegende Dimensionen:

  1. Syntaktische Dimension

    Die syntaktische Dimension beschreibt die Relationen zwischen den Zeichen selbst. Syntaxregeln zeigen, wie Wörter angeordnet werden müssen, um eine Phrase oder eine Nachricht zu bilden. (Beispiel: „Ein Hund beißt mich nicht“ – die korrekte Anordnung der Wörter ist entscheidend, um Ungenauigkeiten zu vermeiden.)

  2. Semantische Dimension

    Die Semantik untersucht die Beziehung der Zeichen zu ihren entsprechenden Bedeutungen. Diese Bedeutungen sind oft in Wörterbüchern festgelegt und basieren auf der allgemeinen Verwendung. Sie ermöglichen die Bildung sinnvoller Sätze in der Kommunikation. (Der ursprüngliche Beispieltext ist unverständlich und wurde sinngemäß korrigiert, um die Bedeutung der Semantik zu verdeutlichen.)

  3. Pragmatische Dimension

    Die Pragmatik befasst sich mit der Relation zwischen den Zeichen und ihren Benutzern. Hierbei spielen die Intention des Sprechers und der Kommunikationskontext eine zentrale Rolle. Nur durch die Berücksichtigung des Kontextes ist es möglich, genau zu verstehen, was gesagt wird. (Beispiel: Der Satz „Es ist noch grün“ kann je nach Kontext unterschiedliche Situationen oder Bedeutungen implizieren.)

Wittgenstein und die Pragmatik

Ludwig Wittgenstein (1889–1951) betonte die pragmatische Funktion der Sprache. Er verfasste zwei Hauptwerke, darunter die Philosophischen Untersuchungen.

Grundlagen der Logik

Logik kann als Kunst (die Fähigkeit, zu argumentieren oder zu folgern) oder als Wissenschaft (die Untersuchung der Grundsätze und Regeln für gültige Begründungen) verstanden werden.

Zwei Arten der Logik

  1. Formale Logik

    Die formale Logik untersucht die Struktur von Argumenten, unabhängig von ihrem Inhalt. Sie befasst sich mit den Regeln, die es uns erlauben, gültige Argumente von ungültigen zu unterscheiden.

    Ein Argument ist gültig, wenn die Schlussfolgerung zwingend aus den Prämissen folgt. Es ist ungültig, wenn die Schlussfolgerung nicht aus den Prämissen folgt.

    Wichtig: Man darf die Wahrheit der Konklusion nicht mit der Gültigkeit der Argumentation verwechseln. Die Wahrheit der Konklusion hängt vom Inhalt der Nachricht ab, während die Gültigkeit der Begründung von ihrer Form oder Struktur abhängt. Die abstrakte formale Logik untersucht die verschiedenen Möglichkeiten, wie Argumente strukturiert sein können, unabhängig vom Inhalt.

  2. Informelle Logik

    Die informelle Logik untersucht die korrekten Formen der Argumentation in Bezug auf die verschiedenen Kontexte des Dialogs und die behandelten Themen.

Argumentation und Dialog

Die Logik untersucht die Bedingungen, die Argumente erfüllen müssen, um in einem Dialog sinnvoll und korrekt zu sein. Ein argumentatives Spiel ist ein linguistisches Spiel, bei dem zwei oder mehr Teilnehmer Nachrichten austauschen. Sie halten sich dabei an bestimmte Regeln, die sie dazu verpflichten, zusammenzuarbeiten, um das Ziel des Dialogs zu erreichen.

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