Grundlagen der Kommunikation und Sprachwissenschaft
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Thema 1: Grundlagen der Kommunikation
Elemente der Kommunikation
- Sender (Emittent): Dies ist die Person oder Personengruppe, die eine Nachricht mit einer bestimmten Absicht produziert und aussendet.
- Empfänger (Receiver): Der Empfänger der Nachricht erhält diese, muss sie verstehen und entschlüsseln.
- Nachricht: Dies ist die Information, die der Absender dem Empfänger in einer bestimmten Absicht sendet. Sie muss vom Empfänger entsprechend ihrer Bedeutung und dem kommunikativen Kontext interpretiert werden. Beispiel: Pick-up auf dem Zimmer.
- Referent: Es ist die Realität, auf die sich die Nachricht bezieht, oder ein Konzept, das der Sprecher bereits besitzt. Die Idee des Sammelns im Zusammenhang mit dem Sprecher und dem Raum.
- Kanal (Canal): Das physische Medium für die Übermittlung der Nachricht. Bei der mündlichen Kommunikation ist dies die Luft.
- Code (Kodex): Das System von Zeichen, in dem die Botschaft formuliert ist. Er muss von Sender und Empfänger gemeinsam genutzt werden, damit Kommunikation stattfinden kann. Beispiele sind die spanische Sprache, Braille, Morsecode usw.
- Kommunikative Situation: Die räumlichen, zeitlichen, persönlichen und sozialen Umstände, in denen die Kommunikation stattfindet, zum Beispiel in der Schule.
Das Zeichen und seine Arten
- Signifikant (Das Bezeichnende): Der Teil des Zeichens, den der Empfänger durch seine Sinne wahrnimmt. Bei einer Ampel ist dies das Bild auf dem Bedienfeld.
- Bedeutung (Signifikat/Das Bezeichnete): Das Konzept oder die Idee, die mit dem Signifikanten verbunden ist; sein semantischer Inhalt. Beispiel: Gefährliche Kurve.
- Referent: Die äußere Wirklichkeit, auf die das Zeichen verweist. Die tatsächliche Gefahr im Sinne des Signals.
Eigenschaften der Gebärdensprache und Zeichen
- Willkürlichkeit: Da es keine direkte natürliche Beziehung zwischen Signifikant und Signifikat gibt, muss eine indirekte Beziehung auf den sprachlichen Ebenen geschaffen werden, um ein Ziel zu erreichen.
- Diskontinuität: Das sprachliche Zeichen ist diskret, da die Einheiten voneinander abgegrenzt werden können.
- Linearität: Eine geordnete Folge von signifikanten Komponenten in der Zeit.
- Unveränderlichkeit und Veränderlichkeit: Die Sprache ist einerseits unveränderlich, da ihre Form für den Einzelnen vorgegeben ist. Andererseits unterliegt sie über die Zeit hinweg Veränderungen, die die Zeichen innerhalb einer Gemeinschaft beeinflussen, wodurch die Sprache eine historische Entwicklung erfährt.
Sprachfunktionen
| Funktion | Element | Kommunikative Absicht |
|---|---|---|
| Referentiell oder gegenständlich | Referent | Informationen über die Wirklichkeit vermitteln. Beispiel: Heute ist Donnerstag. |
| Expressiv oder emotional | Sender | Gefühle und Meinungen ausdrücken. Beispiel: Ich fühle mich schrecklich. |
| Appellativ oder konativ | Empfänger | Die Aufmerksamkeit des Empfängers erregen oder sein Verhalten beeinflussen. Beispiel: Komm her, Juan! |
| Poetisch | Nachricht | Schönheit erzeugen und die Aufmerksamkeit auf die Form der Mitteilung lenken. Beispiel: Herbst erwartet mich in den Fenstern dieses Ortes. |
| Metasprachlich | Code | Die Sprache selbst als Code behandeln. Beispiel: Das Wort „Buch“ ist ein Substantiv. |
| Phatisch | Kanal | Überprüfen, ob der Kanal offen bleibt; Kommunikation aufbauen, fortsetzen oder beenden. Beispiel: Ja, ja, natürlich. |
Ebenen der Sprachstudie
| Ebene | Studienobjekt | Wissenschaft |
|---|---|---|
| Phonisch | Untersuchung der Laute und Phoneme. | Phonetik / Phonologie |
| Morphologisch | Untersuchung der internen Struktur der Wörter. | Morphologie |
| Syntaktisch | Befasst sich mit den Funktionen der Wörter im Satz. | Syntax |
| Semantisch | Die Bedeutung von Wörtern und Sätzen. | Semantik |
Arten von Morphemen
Abhängig von der Art der bereitgestellten Informationen und den ausgeführten Aufgaben werden Morpheme in zwei Gruppen unterteilt:
- Lexikalische Morpheme (Lexeme): Sie haben eine lexikalische Bedeutung, die im Wörterbuch steht und die der Sprecher mit einer geistigen Vorstellung der Wirklichkeit identifiziert. Beispiele: Haus, Buch, Katze ...
- Grammatische Morpheme: Sie geben eine rein grammatische Bedeutung an, die sich auf die Sprache selbst bezieht.
Unterteilung der grammatischen Morpheme
- Freie Morpheme: Sie können eigenständig ein Wort bilden. Beispiele: Und, doch, mein, Sonnenschein, Menschen.
- Gebundene Morpheme: Sie erscheinen nur in Verbindung mit einem anderen Morphem als Teil eines Wortes. Beispiel: Kind-er oder Aus-gang-s. Ein Allomorph bezeichnet dabei die Varianten eines Morphems.
Typen der grammatischen Morpheme
Grammatische Morpheme werden weiter unterteilt in:
- Flexionsmorpheme: Einheiten, die über Geschlecht, Numerus (Zahl), Kasus, Zeit, Modus und Aspekt der Lexeme informieren. Sie stehen meist am Ende. Beispiel: Kind-er (Anzeige der Mehrzahl).
- Derivationsmorpheme (Ableitungsmorpheme): Einheiten, die zusammen mit einem Lexem dessen Bedeutung verändern und neue Wörter bilden.
Je nach ihrer Position innerhalb des Wortes unterscheidet man:
- Präfixe: Werden vor den Stamm gesetzt. Beispiele: Super-markt, vor-sintflutlich.
- Suffixe (Endungen): Werden hinter das Lexem gesetzt; es können auch mehrere aufeinanderfolgen. Beispiele: Häus-chen, Markt-lein, Mädchen.
- Interfixe: Bedeutungslose Morpheme, die als Bindeglied zwischen dem Lexem und dem Suffix fungieren. Beispiel: Pan-ec-illo (Brötchen).