Grundlagen der Kommunikation: Zeichen und Funktionen

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Grundlagen der Kommunikation

Kommunikation ist ein soziales Phänomen, durch das wir Menschen Informationen übertragen. Jeder Akt der Kommunikation besteht aus sechs Elementen: Sender, Empfänger, Nachricht, Kanal, Kontext und Code.

Zeichen und ihre Bedeutung

Zeichen (Schilder) sind sichtbare oder physische Realitäten, die ein weiteres Element oder eine Realität darstellen. Ihre Aufgabe ist es, als Kommunikationswerkzeug und Fahrzeug des Denkens zu dienen. Einem Symbol wird eine Liste von Ähnlichkeiten mit dem zugeordnet, was es darstellt. Die Angabe der Nachbarschaft (Index) hat eine Beziehung zu dem, was sie darstellt. Hier fehlt oft die kommunikative Absicht, und es bedarf eines geeigneten Dolmetschers. Die Symbolik ist willkürlich, konventionell und unmotiviert, da ihre Form und Bedeutung als Folge sozialer Übereinkunft festgelegt wurde. Sie besitzt eine große Ausdruckskapazität. Zu dieser Gruppe gehören die meisten sprachlichen Zeichen.

Nonverbale und verbale Kommunikation

Nonverbale Kommunikation wird durch nicht-sprachliche Codes und Systeme festgelegt. Im Sinne der Informationserfassung unterscheiden wir verschiedene Arten der Kommunikation: visuelle, akustische, olfaktorische (Geruch), gustatorische (Geschmack) und taktile (Tast-) Kommunikation. Zu den Höhepunkten der nonverbalen Kommunikation gehören ikonische Bilder. Es gibt zwei Bildtypen: analog, was die Realität widerspiegelt, und erstellt, also entwickelt, um etwas zu bedeuten, vorzuschlagen oder Aufmerksamkeit zu erregen.

Die verbale Kommunikation wird durch die verbale Sprache begründet und kann über zwei Kanäle erfolgen, die zu zwei Formen der Kommunikation führen:

  • Sprechen: Es ist spontan und direkt; zwischen Sender und Empfänger besteht eine Wechselwirkung. Es wird durch emotionale Inhalte gegenüber den logischen dominiert und überlagert mehrere Codes: Worte, Gesten und Blicke. Es verwendet umgangssprachliche Ausdrücke, ist teils unvollendet und weist manchmal lexikalische Ungenauigkeiten auf. Intonation und Pausen dienen der Klärung der Inhalte.
  • Schreiben: Es ist nachdenklich und präzise und hat keine außersprachliche Unterstützung. Es gibt keine Interaktion zwischen Sender und Empfänger, aber die Botschaft ist im Laufe der Zeit viel robuster. Es verwendet eine präzise, abwechslungsreiche Sprache, die an die Standardsprache angepasst ist; manchmal wird ein gehobener Register (Bildungssprache) gewählt.

Das sprachliche Zeichen

Es ist das wichtigste Instrument der verbalen Kommunikation. Es ordnet einer Reihe von artikulierten Lauten einen Sinn zu. Seine Eigenschaften sind folgende:

  • Willkür: Es gibt keine Ähnlichkeit zwischen der Abfolge der Töne und dem Konzept, das sie vermitteln.
  • Konventionalität und Unveränderlichkeit: Die Beziehung zwischen Signifikant und Signifikat ist eine Vereinbarung oder Übereinkunft.
  • Linearität: Es entwickelt sich in Zeit und Raum; die Elemente sind geordnet.
  • Doppelgliederung: Es ist in kleinere Einheiten teilbar, die miteinander kombiniert werden und eine neue Folge von Wörtern bilden. In der ersten Gliederung wird das Zeichen in Moneme unterteilt, in der zweiten in Phoneme.

Die Funktionen der Sprache

Die gesamte Kommunikation verfolgt einen Sinn und Zweck. Es gibt sechs Hauptfunktionen der menschlichen Sprache, die wiederum mit den Elementen der Kommunikation verbunden sind:

  • Expressive Funktion (Sender)
  • Konative Funktion (Empfänger)
  • Poetische Funktion (Nachricht)
  • Phatische Funktion (Kanal)
  • Referentielle Funktion (Kontext)
  • Metasprachliche Funktion (Code)

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