Grundlagen der Körpersprache und Entspannungstechniken
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Ziele der Körpersprache
- Lernen und Entwickeln der Fähigkeiten des Körpers
- Entwicklung expressiver Möglichkeiten des Ausdrucks des eigenen Körpers
- Förderung von Kreativität, besserer sozialer Integration und zwischenmenschlichen Beziehungen
Komponenten der Körpersprache
Biotypologie
Studien über die Beziehungen zwischen dem physischen Typ des Menschen und psychologischen Eigenschaften:
- Pyknisch: Person mit eher fülligem körperlichem Zustand. Zeichnet sich durch Güte, wenig körperliche Aktivität und Liebe zum Essen aus.
- Athletisch: Menschen in guter körperlicher Verfassung. Geprägt durch Initiative, Dynamik und Ichbezogenheit.
- Asthenisch: Person, die schwach und zerbrechlich wirkt. Gilt als intelligent, nonkonformistisch und ehrgeizig.
Räumliche Orientierung
Die Orientierung im Raum ist die Fähigkeit, die es erlaubt, die räumliche Position des Körpers im Verhältnis zu anderen Objekten zu lokalisieren. Durch Struktur und Organisation kann man wissen, wie und wo sich die verschiedenen Objekte im selben Raum befinden.
Zeitliche Orientierung
- Die zeitliche Orientierung ist die Fähigkeit, die Länge der Zeit wahrzunehmen.
- Die zeitliche Struktur ermöglicht es uns, die Organisation aller zeitlichen Veränderungen zu kennen, die in einer bestimmten Reihenfolge auftreten.
- Die zeitliche Wahrnehmung erlaubt es, Gefühle und die Länge der Zeit zu erfassen. Sie wird in drei Bereiche unterteilt:
- Der Puls: Alles unterliegt einer Einheit aus Puls und dem Rhythmus des Pulses.
- Der Takt (Kompass): Eine fixe und strukturierte Organisation des Pulses.
- Die Unterteilung: Ermöglicht es, die Impulsfolge so oft wie gewünscht zu unterteilen.
Klassifizierung der Körperbeherrschung
Die Fähigkeit, die an der menschlichen Bewegung beteiligten Elemente zu kontrollieren und zu beherrschen:
- Der Körper selbst: Es ist nötig, die Muskeln und Fähigkeiten unseres Körpers zu kennen.
- Der Raum: Wir müssen den Bereich kennen, in dem wir uns bewegen (Land, Wasser oder Luft).
- Die Zeit: Man muss lernen, Rhythmen zu steuern (langsam oder schnell).
- Die Beziehung: Es muss eine Übung zwischen Körper, Raum und Zeit stattfinden.
Musikalische Situationen
In der Körpersprache können Übungen mit Unterstützung von Musik durchgeführt werden:
- Gesellschaftstanz (Ballroom): Eine Reihe von Schritten, Sprüngen, Gesten oder Sollpositionen in einem bestimmten Rhythmus.
- Tanz: Eine Abfolge von Schritten, Sprüngen und Haltungen, ausgeführt nach einer bestimmten Reihenfolge und einem Rhythmus.
- Rhythmische Aktivitäten: Wie Tanz, Jazz, Aerobic oder andere Modalitäten dieser Aktivitäten.
Inszenierung (Staging)
Hierbei wird eine dramatische oder komische Botschaft unter Verwendung verschiedener Körpertechniken vor Publikum präsentiert:
- Mime (Pantomime): Nutzt die Geste als Ausdrucksmittel ohne Worte und verwendet den visuellen Kanal für die Kommunikation.
- Theater und Drama: Verbindung von theatralischem Ausdruck und Körperreaktionen.
- Film (Movies): Die Wirkung einer dramatischen oder komischen Aufzeichnung wird mithilfe des visuellen Kanals für die Kommunikation erzielt.
Entspannung
Ziele der Entspannung
- Sich seines Körpers, seiner Teile und seiner Gefühle bewusst werden.
- Finden des psychischen und physischen Gleichgewichts.
- Stressabwehr und Förderung der Regeneration nach Anstrengungen.
- Erleichterung der geistigen Konzentration.
- Verbesserung der Kenntnisse über alle inneren Empfindungen.
Methoden der Entspannung
- Progressive Muskelentspannung nach Jacobson: Das Ziel ist es, die Muskulatur zu lokalisieren und zu lernen, die Muskeln gezielt zu entspannen sowie Verspannungen zu lösen.
- Die Phasen beinhalten das Erkennen der Gefühle bei der Muskelentspannung.
- Das Lernen beinhaltet die Kontraktion einer bestimmten Muskelgruppe, während andere entspannt bleiben.
- Autogenes Training nach Schultz: Hier wird Entspannung durch Autosuggestion (ähnlich der Hypnose) und Therapie zur Heilung von Nervenkrankheiten angestrebt. Es hat zwei Zyklen:
- Unterstufe: Kann im Sportunterricht angewandt werden (z. B. im Schlussteil). Beinhaltet das Bewusstsein der Schwere, das Erzeugen eines Wärmegefühls, Konzentration auf den Herzschlag, langsame Atmung und ein Gefühl der Kühle am Kopf.
- Oberstufe: Weniger relevant für den Sportunterricht; eine Methode der Tiefenpsychotherapie, die Spezialisten erfordert.
- Eutonie nach G. Alexander: Ziel ist es, einen angemessenen Muskeltonus zu erreichen und unnötige sowie übermäßige Kontraktionen zu vermeiden.
- Psychotonische Entspannung nach J. de Ajuriaguerra: Nutzt Entspannung, um Krankheiten zu heilen. Die Technik besteht aus der konkreten Anwendung der Phasen der Methoden von Schultz und Jacobson, jedoch mit einem medizinischen Zweck.