Grundlagen der Kulturphilosophie und Gesellschaft
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Was ist Kultur?
Kulturobjekte: Wir bezeichnen alle menschlichen Schöpfungen, materielle und immaterielle (Ideen), die das kulturelle Erbe bilden, als Kultur: das Wissen, die Werte und die Bräuche einer Gesellschaft.
Philosophische Kulturbegriffe
Nicola Abbagnano: Der Kulturbegriff umfasst die Bildung und die Entwicklung des Menschen als Produkt.
Platons Erziehungsideal: Für Platon erfolgt die Erziehung des Menschen nicht nur durch Theorien und Denkschulen; der Mensch muss in der Praxis (Praxis) der Kunst und der Gerechtigkeit erzogen werden.
Das Konzept der Paideia: Dies beschreibt den Prozess der Bildung der Person (geschliffen, höflich, gebildet durch Philosophie und „gute Ausrüstung“ wie Poesie und Rhetorik) sowie die Bildung des Bürgers (Recht und Politik).
Bildung und Moral
Kulturbildung: Kultur wird auf zwei Arten gebildet: durch das Lehren von Philosophie und das Leben in der Gesellschaft. Der Prozess der Kulturbildung ist gleichzeitig ein Bildungs- und Produktionsprozess von Werten.
Moral des Einzelnen: Der zivilisierte Zustand verbindet das individuelle Bewusstsein mit der kollektiven Freiheit. Es ist wichtig, sich zu entwickeln und bewusst zu entscheiden, da wir diese Möglichkeiten nutzen müssen.
Ernst Cassirers Kulturkonzept: Die Fähigkeit zum Handeln macht den Menschen frei, indem sie ihn in der Welt aktiv werden lässt und ihm Autonomie als Schöpfer seiner eigenen Welt verleiht.
Gesellschaftliche Phänomene
- Ethnozentrismus: Die Betrachtung der eigenen Kultur als zentralen Bezugspunkt.
- Vorurteil: Vorurteile äußern sich in Hass, Intoleranz und Ablehnung gegenüber anderen Ethnien oder Glaubensrichtungen.
- Präkonzept: Ein Konzept, bei dem Ideen zu bestimmten Themen durch Analyse, Reflexion und Prüfung diskutiert werden.
- Diskriminierung: Der Akt der Benachteiligung und herabwürdigenden Behandlung.
Psychologische und Politische Perspektiven
Das Unbehagen in der Kultur nach Freud: Der Zivilisationsprozess entsteht aus der Unterdrückung menschlicher Triebe und dem Verzicht auf Freiheit, was zu einem Unbehagen führt.
Die Menschheit nach Freud: Freud sieht viele Kämpfe der Menschheit darin begründet, ein „bequemes“ Arrangement zu finden, das Glück ermöglicht.
Dogmatischer Universalismus: Das Bestreben, im Namen einer vermeintlich universellen Wahrheit eine Reihe von Werten dem gesamten Planeten aufzuerlegen. Dies resultierte vor allem aus dem westlichen Kolonialismus.
Absoluter Partikularismus: Die Ansicht, dass Menschen in ihrer eigenen Kultur so isoliert sind, dass sie nicht in der Lage sind, zu kommunizieren, Werte zu teilen oder zusammenzuleben.
Die Gefahr von Vorurteilen
Wann Vorurteile schädlich werden: Nach Bobbio werden Vorurteile schädlich, wenn sie Gegensätze zwischen Gruppen erzeugen und zu gegenseitiger Diskriminierung führen.
Diskriminierende Vorurteile: Das größte Problem diskriminierender Vorurteile liegt nicht nur in den Maßnahmen, die sie auslösen, sondern vor allem in der Ideologie, die sie rechtfertigt.