Grundlagen der Landwirtschaft und Agrarwirtschaft

Eingeordnet in Geographie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,25 KB

Der primäre Sektor

Der primäre Sektor umfasst Aktivitäten zur Beschaffung und Nahrungsmittelproduktion, wie Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei. Auch die Forstwirtschaft und die Gewinnung von Waldprodukten gehören dazu. Derzeit sind dort 39 % der Weltbevölkerung tätig.

Einflussfaktoren auf die Landwirtschaft

  • Klima: Jede Kultur benötigt spezifische klimatische Bedingungen, insbesondere hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
  • Relief: Die Landwirtschaft findet in der Regel in Ebenen und breiten Talböden statt, da Steigungen die Arbeit erschweren.
  • Boden: Die Bodenbeschaffenheit hat einen großen Einfluss auf das Pflanzenwachstum.

Struktur der landwirtschaftlichen Flächen

Eine Parzelle ist ein landwirtschaftlicher Geschäftsbereich, ein Stück Land, das dem Anbau gewidmet ist:

  • Offene Felder: Flächen ohne Zäune, meist von geringer Ausdehnung und mit regelmäßigen Formen; typisch für Mitteleuropa.
  • Geschlossene Felder (Closos): Große, unregelmäßige Flächen, die von Zäunen umgeben sind; ebenfalls typisch für Mitteleuropa.

Anbauformen

  • Polikultur: Die landwirtschaftliche Fläche ist in Parzellen unterteilt, auf denen viele verschiedene Arten angebaut werden.
  • Monokultur: Eine landwirtschaftliche Fläche, die auf den Anbau eines einzigen Produkts spezialisiert ist (z. B. Getreide, Oliven).

Bewässerung und Anbauarten

  • Bewässerte Landschaft: Wasser wird aus dem Untergrund oder durch Kanäle extrahiert und zu den Feldern geleitet.
  • Regenfeldbau: Kulturen, die ausschließlich durch Regenwasser versorgt werden.

Intensive und extensive Landwirtschaft

  • Intensive Landwirtschaft: Wird in dicht besiedelten Gebieten praktiziert, in denen das Gelände knapp und die Grundstücke klein sind. Es werden Düngemittel eingesetzt, der Arbeitsaufwand ist hoch und es wird vor allem Obst und Gemüse produziert.
  • Extensive Landwirtschaft: Das Gegenstück zur intensiven Landwirtschaft.

Ländliche Siedlungsformen

Ländliche Siedlungen sind Teil der Landschaft, in der Menschen leben. Sie können wie folgt unterteilt werden:

  • Verstreute Siedlungen: Die Häuser liegen isoliert voneinander.
  • Konzentrierte Siedlungen: Die Häuser sind gruppiert.

Spezielle Anbaumethoden weltweit

  • Brandrodungsfeldbau: Wird in Afrika, Südamerika und Teilen Asiens praktiziert. Felder werden durch das Verbrennen von Wäldern gewonnen.
  • Regenfeldbau (Trockengebiete): In trockenen Gebieten Afrikas verbreitet; basiert auf der Kombination von Ackerbau und Viehwirtschaft.
  • Bewässerter Reisanbau: Typisch für das Monsungebiet in Asien, begünstigt durch warme Winter und fruchtbares Land.
  • Marktorientierte Landwirtschaft: Wird primär in Nordamerika, Westeuropa, Japan, Australien, Neuseeland und Teilen Argentiniens praktiziert.

Verwandte Einträge: