Grundlagen der Literatur: Gattungen und das Mittelalter

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Literatur: Definition und Formen

Literatur ist eine Form des künstlerischen Ausdrucks, deren Ausgangsstoff mündliche oder schriftliche Äußerungen sind. Sie kann in Vers oder Prosa verfasst werden.

Vers und Prosa

  • Vers: Die Arbeit mit der Absicht, rhythmische Empfindungen durch die Wiederholung von Elementen zu erzeugen.
  • Prosa: Im Gegensatz zum Vers fehlt der Prosa Rhythmus und die Wiederholung von Elementen.

Die literarischen Gattungen

Die literarischen Gattungen sind Kategorien, die es uns ermöglichen, literarische Texte anhand gemeinsamer Merkmale zu gruppieren. Es werden drei Hauptgattungen unterschieden: Epik, Lyrik und Dramatik.

1. Epik (Erzählung)

In der Epik erzählt ein Erzähler in seinen eigenen Worten die Handlungen von Personen.

Unterformen der Epik:

  • Epos (Epopeya): Umfangreiches narratives Gedicht, das mythische Fakten eines Volkes erzählt.
  • Heldenepos: Mittelalterliches Gedicht, das die Taten eines historischen Helden beschreibt.
  • Geschichte: Einfache, kurze Erzählung.
  • Roman: Ausführliche Erzählung über komplexe Handlungen von Figuren, in der verschiedene Textelemente erscheinen.

2. Lyrik

In der Lyrik drückt der Autor in seiner Stimme wahre oder fiktive Gefühle und die Vollkommenheit der Welt aus.

Formen der Lyrik:

  • Kanzone (Cancion)
  • Elegie
  • Ode

3. Dramatik

Die Handlung wird durch den Dialog zwischen den Figuren dargestellt.

Formen der Dramatik:

  • Tragödie
  • Komödie
  • Drama

Das Mittelalter und seine Literatur

Das Mittelalter reicht vom Zusammenbruch des Römischen Reiches (476) bis zur Entdeckung Amerikas (1492). Wichtige Ereignisse sind die arabische Präsenz (ab 711) und die Reconquista des Königreichs Granada (1492).

In dieser Zeit wird die Religion zur Hauptinspirationsquelle für Kunst und Literatur. Die Figur des Helden, seine Ehrlichkeit und Frömmigkeit, bildet den Kern der mittelalterlichen Literatur.

Unterteilung der mittelalterlichen Literatur:

  • Mittelalterliche Literatur (Lit. Medieval): Vom 10. Jahrhundert, in dem die ersten literarischen Zeugnisse in Kastilisch sichtbar werden, bis zum 14. Jahrhundert.
  • Vor-Renaissance-Literatur (Lit. Prerrenacentista): Ab dem 15. Jahrhundert, in dem die Gesellschaft einen evolutionären Wandel und eine neue Mentalität erfährt.

Charakteristika der mittelalterlichen Literatur:

  • Mündliche Überlieferung: Literatur wird durch Gesang und Rezitation übermittelt, weshalb oft keine schriftlichen Kopien existieren.
  • Anonymer Charakter: Die meisten Werke aus dem Mittelalter sind anonym.
  • Didaktik: Die Werke folgen didaktischen Modellen.

Die Galicisch-Portugiesischen „Cantigas de Amigo“

Die Cantigas de Amigo (Lieder des Freundes) sind galicisch-portugiesische Kompositionen, in denen eine Frau ihr Bedauern über die Abwesenheit ihres Geliebten ausdrückt, den sie als „Freund“ bezeichnet. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre Parallelität im Versbau aus.

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