Grundlagen der Literatur: Helden, Sätze, Romane und Textanalyse
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Grundlagen der Literatur und Grammatik
Der Held und der Antiheld
Der Held: Ein Held ist eine Person von außerordentlichen Qualitäten, die dieser Gemeinschaft dient und als Modell fungiert. Er dient als Vorbild.
Der Antiheld: Der Protagonist ist frei von den außergewöhnlichen Qualitäten, mit denen der Held in Epen üblicherweise dargestellt wird.
Satzstruktur und Phrasen
Die Phrase
Eine Phrase ist eine Gruppe von Wörtern, die organisiert sind, um den Kern einer Geschichte zu bilden.
Der einfache Satz
Ein Satz ist ein Wort oder eine Gruppe von Wörtern zwischen zwei Pausen, das eine verständliche und bedeutungsvolle Aussage vermittelt.
Der komplexe Satz
Ein komplexer Satz enthält mindestens ein Verb und besteht aus einem Subjekt und einem Prädikat.
Subjekt und Prädikat
- Prädikat: Bezieht sich auf das Subjekt (eine Nominalphrase) und enthält das Verb.
- Das Verb stimmt in Zahl und Person mit dem Subjekt überein.
- Die Nominalphrase, die nicht Teil des Subjekts ist, fungiert als Prädikat.
Arten des Subjekts (Thema)
Abhängig von der Bedeutungsbeziehung zum Verb unterscheiden wir drei Arten von Subjekten:
- Agens (Thema Agens): Wenn das Subjekt die Handlung absichtlich ausführt.
- Kausal (Thema Kausal): Wenn das Subjekt der Grund oder Auslöser einer unfreiwilligen Handlung ist.
- Patiens (Thema Patiens): Wenn die Person oder Sache von der Aktion des Verbs betroffen ist.
Literarische Gattungen: Der Roman
Definition und Subgenres des Romans
Der Roman ist eine lange Prosaerzählung über imaginäre Ereignisse. In einigen Romanen werden Fakten erzählt, die nicht fiktiv, aber plausibel sind (hätten passieren können).
- Kriminalromane: Erzählen von einem Verbrechen, dessen Täter unbekannt ist, und die Untersuchung führt zur Lösung.
- Erziehungsromane (Bildungsromane): Erzählen von der Entwicklung eines Jugendlichen oder einer Persönlichkeit, die sich im Laufe der Geschichte bildet.
- Ritterromane, Horror und Science Fiction: In diesen Romanen sind die erzählten Ereignisse unwahrscheinlich oder spielen in einer nicht realen Welt.
- Ritterromane: Erzählen die Abenteuer umherziehender Ritter.
- Horrorromane: Übernatürliche Wesen oder Ereignisse verursachen große Furcht und Angst.
- Science Fiction (SciFi): Erzählen von Ereignissen, die in einer zukünftigen Welt stattfinden und Rückschlüsse auf die Gegenwart zulassen.
Satzglieder (Ergänzungen)
Objekte im einfachen Satz
- Das direkte Objekt: Eine Nominalphrase, die durch die Pronomen lo, la, los ersetzt werden kann.
- Das indirekte Objekt: Eine präpositionale Konstruktion, die mit der Präposition a oder für eingeleitet wird und durch Pronomen ersetzt werden kann.
Weitere Ergänzungen
- Das Komplementsystem (Präpositionale Ergänzung): Eine präpositionale Konstruktion, die durch ein Verb erforderlich ist.
- Attribut: Ein Substantiv oder Adjektiv, das immer ein Kopulaverb begleitet und in Geschlecht und Zahl mit dem Subjekt übereinstimmt.
- Prädikative Ergänzung: Eine Nominalphrase im Prädikat, die kein Kopulaverb begleitet, aber in Genus und Numerus mit dem Subjekt übereinstimmt.
- Das Agens (im Passivsatz): Eine präpositionale Konstruktion, die durch die Präposition von eingeleitet wird und in Sätzen mit dem Verb im Passiv erscheint.
- Die adverbiale Ergänzung (Circumstantial Complement): Eine Ergänzung, die Informationen über Ort, Zeit, Art und Weise, Ausmaß oder Ursache der verbalen Handlung gibt.
Erzählformen und Kurzformen
Die Konzepte der Geschichte
- Die Geschichte (Kurzgeschichte): Eine kurze Erzählung imaginärer Ereignisse mit wenigen Charakteren und einer unterentwickelten Handlung.
- Volksmärchen: Anonyme Erzählungen oder volkstümlichen Ursprungs, die mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
- Kurzgeschichte (Schriftlich): Erfundene Erzählungen anonymer Autoren, die immer schriftlich überliefert wurden.
- Das Märchen: Eine Erzählung, in der ein Ereignis in der realen Welt plötzlich durch etwas Übernatürliches oder Unerklärliches verändert wird.
Metrik und Reim
- Die Metrik: Die Anzahl der Silben in jeder Zeile eines Gedichts wird als Versmaß bezeichnet.
- Der Reim: Die vollständige oder teilweise Übereinstimmung der Klänge in zwei oder mehr Zeilen, beginnend beim letzten betonten Vokal.
Themen der Texte (Lyrik)
Zentrale Themen in der Lyrik sind:
- Die Liebe (unerwiderte Liebe, Glück der geteilten Liebe).
- Der Neid (Eifersucht).
- Der Wunsch, mit dem geliebten Menschen zusammen zu sein.
- Der Lauf der Zeit und die Nostalgie.
- Solidarität mit Leidenden.
- Die Einsamkeit.
- Religiöse Bedenken.
Arten von Sätzen (nach Prädikat)
- Prädikative Sätze: Enthalten ein Attribut im Prädikat.
- Nicht-prädikative Sätze: Enthalten kein Attribut.
- Transitive Sätze: Enthalten ein direktes Objekt im Prädikat.
- Intransitive Sätze: Enthalten kein direktes Objekt im Prädikat.
- Persönliche Sätze: Haben ein Subjekt.
- Unpersönliche Sätze: Fehlen ein Subjekt.
- Aktivsätze: Haben das Verb im Aktiv.
- Passivsätze: Haben das Verb im Passiv.
Theater und Dramatik
Das Theater
Ein dramatischer Text ist ein literarischer Text, der zur Aufführung bestimmt ist. In einem dramatischen Text unterscheiden wir den Haupttext und den sekundären Text (Regieanweisungen).
Die Aufführung (Repräsentation): Ist die Inszenierung eines dramatischen Textes durch Schauspieler vor einem Publikum.
Semantische Beziehungen
- Ambiguität: Ein Wort ist mehrdeutig, wenn es verschiedene Bedeutungen hat.
- Homonyme: Wörter sind Homonyme, wenn sie gleich ausgesprochen werden.
- Synonyme und Antonyme: Zwei oder mehr Wörter sind synonym, wenn sie die gleiche Bedeutung haben. Antonyme bedeuten das Gegenteil voneinander.
- Das semantische Feld: Eine Reihe von Wörtern derselben grammatischen Kategorie, die ein gemeinsames Bedeutungsmerkmal teilen.
Dramatische Gattungen
- Die Tragödie: Eine Darstellung schmerzhafter oder ernster Fakten, die zu einem unglücklichen Ende führen.
- Die Komödie: Ein Drama mit humorvollem Charakter, das alltägliche Menschen darstellt und mit einem glücklichen Ende ausgeht.
Textkohäsion und -zusammenhang
Der Text
Ein Text ist eine Menge von Sätzen, die in sinnvoller und kohärenter Weise angeordnet sind, um eine vollständige Aussage zu vermitteln.
Textkohäsion: Die Aussagen sind durch verschiedene sprachliche Mittel miteinander verbunden.
Konnektoren (Verbindungselemente): Sind sprachliche Elemente, die Absätze und Sätze eines Textes miteinander verknüpfen.