Grundlagen der Malerei: Definition, Typen und Anwendung

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Definition von Farben

Farben sind Materialien, die in flüssiger Form oder als Wirbelschicht auf ein Substrat aufgebracht werden. Durch einen Trocknungsprozess verwandeln sie sich in einen festen, undurchsichtigen Film, der fest auf dem Untergrund haftet und durch Pigmente seine Farbe erhält.

Komponenten von Farben

  • Vehicle (Bindemittel-Lösungsmittel-Gemisch): Hält die Pigmente in Schwebe und bildet den schützenden Film.
  • Farbpigmente: Geben die Farbe und Deckkraft.
  • Füllstoffe (Additive): Verbessern Eigenschaften wie Viskosität, Trocknung und Beständigkeit.

Eigenschaften der Komponenten: Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse, Haftung auf dem Untergrund, chemische Neutralität, Farbstabilität und Leistungsfähigkeit.

Pigmentarten

  • Farbpigmente: Unlösliche Stoffe, die Farbe verleihen, den Lack schützen und die Opazität erhöhen.
  • Metallpulver: Dienen dekorativen Zwecken oder erhöhen die Korrosionsbeständigkeit (z. B. Aluminium, Edelstahl, Nickel).
  • Verstärkungspigmente: Inert, mit geringer Farbstärke, dienen technischen Zwecken.
  • Füllstoffe: Additive zur Verbesserung der Eigenschaften und Reduzierung der Pigmentmenge.

Farbtypen und Anwendungsbereiche

  • Kalkfarbe: Kalkmilch mit Wasser als Lösungsmittel.
  • Al Fresco: Beschichtungen auf frischem Putz, meist auf Kalkbasis.
  • Silikatfarbe: Wasserunlöslich nach 24 Stunden; basiert auf Kaliumsilikat.
  • Leimfarbe: Mit tierischem Leim gebunden, nur für Innenräume geeignet.
  • Ölfarbe: Mit Terpentin verdünnte Pflanzenöle.
  • Autolack: Pigmentierte Suspension, die durch Polieren veredelt wird.
  • Bitumenfarbe: Asphaltlösung, ideal für den Korrosionsschutz von Eisen, auch im Erdreich.
  • Aluminium-Feuerschutzfarbe: Hitzebeständig bis 600 °C.
  • Antioxidationsfarbe: Schützt Eisen vor Rost (z. B. Bleimennige).
  • Spezialeffekte: Lichtreflektierende Glasperlen, phosphoreszierende Farben (leuchten im Dunkeln) oder fluoreszierende Farben (UV-Licht).
  • Kunststofffarben: Wässrige Emulsionen (PVC, Polyurethan); matt oder seidenmatt.
  • Epoxidharzfarben: Hochwertige Kunstharze mit hoher Deckkraft.

Anwendung: Farben können mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole aufgetragen werden.

Eigenschaften im flüssigen Zustand

  • Aussehen: Gibt Aufschluss über Farbe, Homogenität und Stabilität.
  • Viskosität: Bestimmt die Fließfähigkeit und verhindert Pigmenttrennung.
  • Dichte: Maß für das Verhältnis von Pigment zu Bindemittel.
  • Teilchengröße: Wichtig für die gleichmäßige Verteilung der Pigmente.
  • Flammpunkt: Minimale Temperatur, bei der sich Dämpfe entzünden können.

Empfehlungen für Anwendung und Kontrolle

  • Der Untergrund muss trocken und frei von Kondensation sein.
  • Heiße Oberflächen vermeiden, um Blasenbildung zu verhindern.
  • Gebinde vor Gebrauch prüfen, aufrühren und nach dem Öffnen zeitnah verarbeiten.
  • Arbeitsgeräte nach Gebrauch gründlich reinigen.
  • Ecken und Kanten vorab grundieren, um Schichtdickenunterschiede zu vermeiden.

Häufige Lackschäden

  • Schlechte Streichbarkeit: Durch niedrige Temperaturen oder zu schnelles Trocknen.
  • Verzögerte Trocknung: Zu dicke Schichten, hohe Luftfeuchtigkeit oder mangelnde Belüftung.
  • Läuferbildung: Durch zu dicken Auftrag oder übermäßige Verdünnung.
  • Helligkeitsverlust: Durch zu starke Verdünnung oder poröse Untergründe.
  • Mangelnde Haftung: Durch Fett, Schmutz oder zu glatte Untergründe.
  • Schlechte Deckkraft: Zu dünner Auftrag oder mangelnde Homogenität.
  • Runzelbildung: Durch zu dicke Schichten oder aggressive Lösungsmittel.
  • Kraterbildung: Durch Verunreinigungen oder mangelnde Benetzbarkeit.

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