Grundlagen des Managements: Funktionen, Rollen und Führung
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Grundlagen des Managements
Wichtige Faktoren, die den Wandel vorantreiben, sind der globale Wettbewerb und die Einführung neuer Informationstechnologien. Management definiert sich als das Erreichen organisatorischer Ziele durch eine angemessene und wirksame Planung, Organisation, Leitung und Kontrolle der Ressourcen.
Diese Definition umfasst zwei zentrale Aspekte:
- A) Die Integration der vier Managementfunktionen: Planung, Organisation, Leitung und Überwachung.
- B) Die effiziente und zielgerichtete Erreichung der Unternehmensziele.
Management-Funktionen
Die Arbeit eines Managers umfasst vier grundlegende Funktionen:
- Planung: Umfasst die Formulierung von Zielen, die Bestimmung notwendiger Maßnahmen sowie die Entscheidung über den Einsatz organisatorischer Ressourcen.
- Organisation: Die Strukturierung der Aufgaben und Ressourcen.
- Leitung: Die Führung und Motivation der Mitarbeiter.
- Überwachung (Kontrolle): Die Beurteilung der Leistung und das Einleiten von Gegenmaßnahmen.
Der Kontrollprozess umfasst folgende Aktivitäten:
- a) Festlegung von Leistungsstandards.
- b) Messung der aktuellen Leistung im Vergleich zu diesen Standards.
- c) Durchführung von Maßnahmen zur Beseitigung von Abweichungen.
- d) Anpassung der Standards bei Bedarf.
Management-Ebenen
Größere Unternehmen werden häufig in drei Kategorien unterteilt:
- A) Senior Management
- B) Mittleres Management
- C) Operative Ebene (First-Line Management)
Aufgaben des mittleren Managements:
- a) Umsetzung der Unternehmensziele in spezifische Ziele für Geschäftsbereiche.
- b) Koordination der Pläne der einzelnen Einheiten zur Überprüfung durch die Geschäftsleitung.
- c) Kommunikation als Bindeglied: Interpretation und Übermittlung von Prioritäten der Geschäftsleitung sowie Kanalisierung von Informationen aus unteren Ebenen nach oben.
Management-Rollen
Man unterscheidet drei konzeptionelle Kategorien: Information, zwischenmenschliche Kommunikation und Entscheidung.
Informationsrollen
- Wachsamkeit (Monitor): Suche nach aktuellen Informationen aus verschiedenen Quellen und Analyse schriftlicher Materialien.
- Broadcaster (Sender): Weitergabe aktueller Informationen an die Mitglieder der Organisation.
- Referent (Sprecher): Übermittlung von Informationen an Vorgesetzte und externe Stakeholder über die Entwicklung des Unternehmens.
Interpersonelle Rollen
- Galionsfigur: Erfüllung routinemäßiger Aufgaben rechtlicher oder sozialer Art.
- Moderator (Führer): Beziehungen zu Untergebenen pflegen, um zu motivieren, zu informieren und Teams zu bilden.
- Link (Vernetzung): Aufbau von Informationsquellen innerhalb und außerhalb des Unternehmens.
Entscheidungsrollen
- Unternehmer: Initiierung von Veränderungen.
- Problemlöser: Lösung von Konflikten und Bewältigung unvorhergesehener Abweichungen.
- Ressourcenallokator: Entscheidungen über den Einsatz von Personal, Ausstattung und Budget.
- Verhandlungsführer: Vertretung der Organisation bei wichtigen Verhandlungen.
Managementfähigkeiten
Man unterscheidet drei Arten von Fähigkeiten:
- Konzeptionell: Die Fähigkeit, die Organisation als Ganzes zu sehen und Situationen analytisch zu diagnostizieren.
- Human (Sozial): Die Fähigkeit, effektiv mit anderen zusammenzuarbeiten und im Team zu agieren.
- Technisch: Fachwissen und Fertigkeiten zur Durchführung spezifischer Tätigkeiten.
Leadership und Machtquellen
Führung basiert auf verschiedenen Machtquellen:
- Belohnungsmacht: Basiert auf der Fähigkeit, Bedürfnisse zu erfüllen.
- Zwangsmacht: Die Möglichkeit, Sanktionen zu verhängen.
- Expertenmacht: Basiert auf technischem Wissen oder Fähigkeiten.
- Referenzmacht: Charismatische Kraft durch persönliche Eigenschaften.
- Legitime Macht: Basiert auf der offiziellen Position innerhalb der Organisation.
Ein effektiver Führer zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: Entwicklung einer Vision, Überzeugungskraft statt Befehle, Teamorientierung, positive Risikobereitschaft und die Motivation von Mitarbeitern durch Anerkennung guter Leistungen.
Motivation
Motivation umfasst psychologische Prozesse, die das Entstehen, die Kontinuität und die Beharrlichkeit freiwilliger Entscheidungen steuern. Manager müssen diese Prozesse verstehen, um ihre Untergebenen erfolgreich zu führen.