Grundlagen des Marketings: Von Produkt bis Promotion
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1. Bedeutung von Form, Farbe und Design
Der körperliche Aspekt eines Produkts verfolgt zwei Hauptziele: die Individualisierung, um eine maximale Anzahl an Verbraucherwünschen zu befriedigen, und die Rationalisierung sowohl in der Fertigung als auch im Verkauf.
- Farbe: Ein eng mit der Form verknüpfter Faktor, dessen wichtigste Funktion es ist, die Aufmerksamkeit der Konsumenten zu gewinnen.
- Design: Ein wesentliches Merkmal, das die praktische Nutzung ermöglicht und dem Produkt eine besondere Ästhetik verleiht.
2. Produktqualität und Garantie
Die Produktqualität wird als die Summe aller Eigenschaften einer Ware oder Dienstleistung definiert, die deren Fähigkeit bestimmen, Bedürfnisse zu erfüllen (Beispiel: Sony). Die Garantie ist das Versprechen des Herstellers, dass seine Produkte innerhalb der gesetzten Ziele einwandfrei funktionieren.
3. Die Funktion der Verpackung
Die Verpackung ist der Behälter, der das Produkt schützt, enthält oder die Präsentation unterstützt. Zu den Hauptfunktionen gehören:
- Schutz und Erhalt des Produkts in gutem Zustand.
- Präsentation und Promotion zur Verkaufsförderung.
- Wirtschaftlichkeit und Erfüllung der Bedürfnisse von Zwischenhändlern.
4. Das Markenzeichen
Ein Markenzeichen ist eine grafische Darstellung, die dazu dient, Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens von der Konkurrenz zu unterscheiden. Es vermittelt dem Verbraucher ein Gefühl von Wert und garantiert Qualität.
5. Phasen der Neuproduktentwicklung
- Ideengenerierung: Das Sammeln von neuen, potenziell erfolgreichen Ideen.
- Ideenfilterung (Screening): Auswahl der besten Ideen aus der vorherigen Stufe.
- Konzeptentwicklung und -test: Detaillierte Beschreibung des Produkts unter Bedingungen, die für den Verbraucher sinnvoll sind.
- Marketingstrategie und Marktanalyse: Entwicklung eines Marketingplans sowie Schätzung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
- Produktentwicklung und Produkttest: Erstellung von Prototypen unter Berücksichtigung von Qualität, Sicherheit und Kosten.
- Testmarkt: Vermarktung des Produkts in einem verkleinerten Maßstab.
- Produktvermarktung: Durchführung des Plans zur Markteinführung bei positiven Testergebnissen.
6. Faktoren der Preisgestaltung
Die Preisgestaltung unterliegt internen und externen Einschränkungen:
- Interne Faktoren: Marketingziele (z. B. Positionierung), Marketing-Mix-Instrumente (z. B. hoher Preis bei hoher Qualität) und die Kosten (Mindestverkaufspreis).
- Externe Faktoren: Marktbedarf, Wettbewerbsstruktur (Rivalität), Produktlebenszyklus, Verhalten von Stakeholdern (Aktionäre, Lieferanten) und der rechtliche Rahmen.
7. Direkte und indirekte Vertriebskanäle
Man spricht von einem direkten Kanal, wenn kein Zwischenhändler existiert (Beispiel: Avon oder Tupperware). Ein indirekter Kanal liegt vor, wenn ein oder mehrere Händler zwischengeschaltet sind (Beispiel: Autohändler für Seat-Gebrauchtwagen).
8. Arten von Vermittlern
- Großhändler: Kaufen Produkte von Herstellern zum Weiterverkauf an andere Vermittler, jedoch nicht an Endverbraucher.
- Einzelhändler: Verkaufen Produkte direkt an den Endverbraucher (Beispiel: Supermarkt).
- Handelsvertreter (Agents): Besitzen das Produkt nicht selbst, sondern unterstützen und erleichtern lediglich den Verkauf (Beispiel: Makler).
9. Persönlicher Verkauf: Vor- und Nachteile
Der persönliche Verkauf ist eine interaktive Kommunikation zwischen Verkäufer und Käufer.
- Vorteile: Flexibilität, sofortige Reaktion auf Kundenfeedback, Anpassung an spezifische Situationen und Selektivität der Zielgruppe.
- Nachteile: Hohe Kosten für Ausbildung und Vergütung sowie eine geringe Reichweite in kurzer Zeit.
10. Merkmale der Verkaufsförderung
Verkaufsförderung nutzt kurzfristige Anreize, um das Verhalten der Zielgruppe zu beeinflussen. Sie bietet einen zusätzlichen Anreiz (Mehrwert), der leicht erreichbar und motivierend sein sollte. Dauert eine Aktion zu lange, wird sie Teil der allgemeinen Handelspolitik.
11. Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit)
PR dient dem Schutz und Erhalt des Unternehmensimages. Ziel ist die Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch Aktivitäten wie Sponsoring oder Pressekonferenzen.
- Interne PR: Richtet sich an Mitarbeiter und Manager (Unternehmenskultur).
- Externe PR: Richtet sich an Aktionäre, Lieferanten und Kunden.
12. Definition und Merkmale von Werbung
Werbung ist ein unpersönliches Kommunikationsinstrument, bei dem ein identifizierter Absender eine bezahlte Botschaft über Massenmedien verbreitet.
- Einwegkommunikation: Ein Monolog statt eines Dialogs.
- Steuerung: Der Werbende kontrolliert Ziele, Budget, Design, Kanäle und Wirksamkeit.
13. Below-the-Line-Kommunikation und Bartering
Dies umfasst alle Kommunikationsformen außerhalb der traditionellen Medien. Ein Beispiel ist Bartering (Tauschhandel), bei dem Werbezeit gegen die Bereitstellung von Programminhalten getauscht wird.
14. Product Placement (Produktplatzierung)
Hierbei wird ein Produkt oder eine Marke in Programme (Serien, Filme) integriert. Es ist legal, außer für Tabakwaren oder Medikamente.
- Passiv: Das Produkt steht lediglich im Bild.
- Aktiv: Ein Darsteller nutzt das Produkt.
- Aktiv mit Details: Das Produkt wird namentlich erwähnt.
- Aktiv mit Anspielung: Die Qualität des Produkts wird verbal hervorgehoben.
15. Viral- und Buzz-Marketing
Diese Form basiert auf Mundpropaganda, oft über soziale Netzwerke. Kunden werden zu Markenbotschaftern. Vorteile sind niedrige Kosten und hohes Vertrauen, während die langsame Anlaufphase und schwere Kontrollierbarkeit Nachteile darstellen.
16. Guerilla-Marketing
Guerilla-Aktionen sind überraschende und schockierende Werbeaktionen im Alltag eines kleinen Publikums. Der Erfolg hängt davon ab, ob die Aktion ein „Gerücht“ (Buzz) erzeugt und sich viral verbreitet.
17. Advergaming und In-Game-Werbung
Advergaming sind speziell für eine Marke entwickelte interaktive Spiele. In-Game-Werbung integriert Anzeigen in bestehende Spiele. Beide Methoden nutzen die hohe Konzentration der Spieler für eine gezielte Markenbotschaft.
18. Tryvertising: Testen als Marketingtool
Tryvertising ist eine Weiterentwicklung des Product Placements. Es ermöglicht Kunden, ein Produkt in einem relevanten Kontext real zu testen, um so das Interesse und die Kaufbereitschaft direkt zu beeinflussen.