Grundlagen der Maschinentechnik und Mechanik
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1. Einführung in die Geschichte der Maschinen
Ursprünglich waren die Werkzeuge unserer Vorfahren lediglich Instrumente, die ihnen das Überleben im Wettbewerb gegen Raubtiere ermöglichten. Die Notwendigkeit für komplexere Maschinen veranlasste Genies der Renaissance dazu, neue Mechanismen zu sammeln und zu erfinden. Hierzu gehören insbesondere:
- Leonardo da Vinci: Er erfand und sammelte eine Vielzahl von Mechanismen und Maschinen aller Art.
- Christopher Polhem: Er erfand insgesamt 80 einfache Mechanismen, die er als mechanisches Alphabet bezeichnete. Laut Polhem lassen sich aus diesen Mechanismen beliebig komplexe Maschinen bilden, so wie Wörter aus Vokalen und Konsonanten entstehen.
- Constedt: Er erweiterte das mechanische Alphabet auf 103 Sätze.
- Hachette: Er erstellte eine funktionale Klassifikation aller bisher bekannten Mechanismen basierend auf der Arbeit, die sie verrichten.
Diese Methode der Maschinenanalyse hat bis heute Bestand und gliedert sich wie folgt:
- Empfänger: Elemente, die die Bewegung einer Kraftmaschine aufnehmen.
- Regler: Sie unterbrechen oder steuern den Energiedurchgang (z. B. Kupplungen, Schalter).
- Kommunikatoren: Verantwortlich für die Übertragung der Bewegung.
- Modifikatoren: Wandeln eine Art der Bewegung in eine andere um.
- Operatoren: Mechanismen, die den endgültigen Effekt erzielen.
2. Technische Systeme und Maschinen
Eine Maschine oder ein technisches System ist eine Kombination von Mechanismen oder Vorrichtungen, die so gruppiert sind, dass sie Energie mit einem Standardwert nutzen.
A. Antriebselemente
Diese sind für die Bereitstellung der erforderlichen Energie zuständig, um eine Bewegung zu erzeugen. Motoren liefern Energie selten direkt an die Maschine; sie wird meist verarbeitet (z. B. in elektrische Energie), damit sie durch Sekundärmotoren (Windkraft, Solarenergie, Atomkraft etc.) genutzt werden kann.
B. Primär- und Sekundärmotoren
Sekundärmotoren nutzen verschiedene Energieformen:
- Muskelkraft: Von Tieren oder Personen.
- Wärmeleistung: Durch Verbrennung von Kraftstoffen. Je nachdem, ob die Verbrennung innerhalb oder außerhalb eines Zylinders stattfindet, unterscheidet man:
- Externe Verbrennungsmotoren: Bekanntestes Beispiel ist die Dampflokomotive.
- Interne Verbrennungsmotoren: Die Verbrennung erfolgt im Zylinder (z. B. Benzin- und Dieselmotoren).
- Elektrische Leistung: Die populärsten Sekundärmotoren sind der Elektromotor und der Elektromagnet.
C. Elemente von Maschinen
Maschinen bestehen aus Einzelteilen. Der Begriff Mechanismus wird Systemen zugeordnet, die Mobilität aufweisen. Die Klassifizierung erfolgt in:
- Mechanisch: Messumformer, Bewegungstransformatoren, Hilfskabel.
- Elektrisch/Elektronisch: Generatoren, Drähte, Empfänger (Lampen, Widerstände, Motoren, Magnetventile), Akkumulatoren und Steuerelemente (Schalter).
- Pneumatik und Hydraulik: Kompressoren, Rohrleitungen, Ventile, Aktoren.
3. Mechanische Übertragungselemente
- Direkt: Kupplungen, Wellen (Bäume), Räder, Seile oder Kabel.
- Indirekt: Kettengetriebe.
4. Verbindungen zwischen Wellen
Eine Welle (oft als Baum bezeichnet) ist ein Element der Revolution, das Energie überträgt. Man unterscheidet zwei Arten der Verbindung:
- Starre Kupplung: Die Wellen liegen auf der gleichen geometrischen Achse und ändern ihre Position während der Drehung nicht (z. B. Flansche).
- Mobile Verbindung: Ermöglicht eine Neigung zwischen den Wellen während der Übertragung. Hierzu zählen elastische Gelenke, Kardanwellen, Gelenkwellen, Spline-Wellen und Oldham-Kupplungen.
5. Reibradantrieb
- A. Äußere Reibräder
- B. Innere Reibräder
- C. Konische Reibräder: Werden verwendet, um Bewegungen zwischen Achsen zu übertragen, deren Verlängerungen sich schneiden (Kegelstumpfform).
- D. Riemengetriebe: Besteht aus mindestens zwei Riemenscheiben und einem Riemen (Gurt oder flexible Schnur).
Arten von Riemen
- Keilriemen: Hauptsächlich für industrielle Zwecke.
- Flachriemen: Für geringe Sendeleistungen.
- Rundriemen: Für Maschinen mit sehr niedrigen Drehzahlen.
6. Zahnradgetriebe
Zahnräder werden verwendet, wenn große Kräfte übertragen werden sollen oder ein konstantes Übersetzungsverhältnis erforderlich ist. Sie übertragen Bewegungen zwischen parallelen oder sich schneidenden Wellen.
A. Übertragung zwischen parallelen Wellen
- Stirnräder: Gerade verzahnt.
- Schrägverzahnung: Die Zähne sind zur Achse geneigt.
- V-Verzahnung (Pfeilverzahnung): Zur Kompensation axialer Kräfte.
- Planetengetriebe: Bestehen aus einem Hohlrad, einem Sonnenrad und drei Satellitenrädern.
B. Übertragung zwischen senkrechten Achsen
Hier werden gerade Kegelräder oder kompliziertere Spiralkegelräder verwendet. Bei sich nicht schneidenden Achsen nutzt man Lösungen wie Schneckengetriebe (Worm-Krone) oder Hypoidgetriebe.
7. Antriebsstrang und Getriebezüge
Ein Antriebsstrang ist ein Satz von zwei oder mehr Zahnradpaaren, die ineinandergreifen, um die Drehzahl der letzten Welle zu variieren.
8. Beziehung zwischen Leistung und Drehmoment
Zusätzlich zur Bewegung überträgt der Motor Kraft, Leistung und Drehmoment auf die Welle. Das Drehmoment (Paar) ist das Produkt aus Kraft und Weg.
9. Gelenke und Hebel
Gelenke ermöglichen die Übertragung von Bewegungen und Kräften an die benötigten Punkte. Sie funktionieren oft wie Hebel erster Ordnung.
10. Seile und Flaschenzüge
Diese mechanischen Hilfsmittel werden seit der Antike genutzt. Die wichtigsten Formen sind der einfache Flaschenzug und der zusammengesetzte Flaschenzug.
11. Kombination von Seilen und Gelenken
Durch die richtige Kombination von Leitungen und Verbindungsstücken lassen sich komplexe Effekte erzielen, wie zum Beispiel bei Fahrradbremsen.
12. Ketten- und Zahnriemenantrieb
- Kette: Ideal für staubige Umgebungen und zur Gewährleistung der Synchronisation.
- Zahnriemen: Sehr leise, langlebig und wartungsfrei (keine Schmierung erforderlich).
13. Sicherheitsnormen bei mechanischen Elementen
Eine Grundregel zur Unfallvermeidung ist, bewegliche Teile nicht zu berühren, bis sie vollständig zum Stillstand gekommen sind. Europäische Rechtsvorschriften verlangen, dass alle beweglichen Teile, die Bewegungen übertragen, geschützt sein müssen. Gefährliche Maschinen müssen über Sicherheitssysteme verfügen, die den Betrieb bei unsachgemäßer Handhabung verhindern.
14. Wirkungsgrad der Maschine
Leider erreicht nicht die gesamte vom Motor erzeugte Energie die letzte Welle. Ein Teil geht durch Reibung, Schlupf und konstruktionsbedingte Faktoren verloren.