Grundlagen der Massenmedien und des Journalismus
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Massenmedien und Pressekommunikation
In der heutigen Gesellschaft gibt es viele soziale Tatsachen. In den Medien wie Print, Radio oder Fernsehen werden Ereignisse generiert, die eine enorme Menge an Informationen übermitteln. Diese sind heterogen. Ihr massiver Empfängercharakter ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich um eine Einwegkommunikation handelt; Sender und Empfänger tauschen ihre Rollen nicht in einer gleichberechtigten Beziehung aus. Der Sender kann ein Journalist sein, während der Empfänger anonym und zahlreich ist und die Meldung allein oder in kleinen Gruppen erhält.
Die Meldung kann aus objektiven Informationen oder einer subjektiven Realität bestehen. Die Etablierung der Kommunikation durch einen künstlichen Kanal erfordert eine sehr komplexe Technologie und Know-how, um mit Schnelligkeit Distanz und Zeit zu überwinden und ein massives Publikum zu erreichen. Neben dem sprachlichen Code werden grafische Codes, Icons und Sound verwendet, welche die einheitliche Bedeutung der Nachricht (Mensaje) bilden. Der Hauptzweck der Medien ist die Information.
Die Presse als erstes soziales Medium
Die Presse war über Jahrhunderte das erste soziale Medium, da sich andere Medien erst im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts mit der Ankunft des Radios verbreiteten. Die Kraft der Medien hat die Rolle der Presse verändert, die heute eine breitere und tiefere Behandlung der Aktualität vornimmt. Die Presse ist ein Produkt für Kunden: die Werbung und die Öffentlichkeit. Eine Zeitung erfordert heute eine sehr komplexe Organisation und ist kostspielig. Der aktuelle Trend geht dahin, dass Kommunikationsmittel, einschließlich der Presse, in großen Gruppen von Medienunternehmen verklumpen (Presse, Rundfunk und Fernsehen).
Die Informationsgehalte der Presse stammen aus verschiedenen Quellen: Nachrichtenagenturen, Sonderbeauftragten, Korrespondenten und Redakteuren. Eine weitere wichtige Quelle ist das Archiv und die Dokumentation. Die Presse lässt sich wie folgt einteilen:
- Nach Erscheinungsweise: täglich, wöchentlich, zweiwöchentlich.
- Nach Inhalt: allgemeine Informationen oder spezialisierte Presse.
- Nach geografischer Lage: lokal, regional, national und international.
- Nach Qualität: Qualitätspresse und Boulevardpresse.
Die Sprache des Journalismus
Wir beziehen uns auf verschiedene Elemente im Programm: Es gibt vielfältige Inhalte, die durch die Verwendung unterschiedlicher Codes und verschiedener kommunikativer Ziele und Absichten ergänzt werden.
Inhalt und Abschnitte
Die Zeitung ist in Abschnitte unterteilt, entweder nach Themen oder nach territorialen Kriterien. Die Abschnitte unterscheiden sich voneinander: Der Platz, den sie in der Zeitung einnehmen, und ihre Ausdehnung verleihen den Inhalten mehr oder weniger Bedeutung. Diese können fest oder variabel sein.
Codes und journalistische Genres
Es intervenieren sprachliche, ikonische und extrasprachliche Codes, die weltweit eine heterogene Sprache in der Sinnhaftigkeit bilden. Auch der Ort, an dem die Information platziert ist, ermöglicht die Erfassung auf einen Blick. Die journalistischen Genres werden unterteilt in:
- Nachrichten (Information): Übermittlung von Daten und neuen Tatsachen ohne Werturteile (Nachrichten, Reportagen und Interviews).
- Meinung: Übermittlung einer persönlichen Meinung oder einer Gruppenmeinung (Leitartikel, Kolumnen/Op-eds und Briefe an die Redaktion).
- Mischgattungen: Kombination aus Information und Meinung (Chroniken und Kulturkritik).
Journalistische Textformen und Stil
Der journalistische Text nutzt eine spezifische Sprache, die auch Einflüsse aus literarischen, wissenschaftlichen, politischen oder administrativen Quellen aufnimmt. In der Regel wird ein Standard-Register verwendet, das die Ideale der Richtigkeit, Prägnanz und Klarheit verfolgt. In den Informationsgattungen konzentriert man sich auf kurze, logische Sätze, präzises Vokabular und die Verwendung der dritten Person sowie Passivkonstruktionen. In den Meinungsgattungen herrscht ein persönlicher Stil vor.
Die Schlagzeile: Funktion und Stil
Die Schlagzeile (Inhaber) ist eine kurze Erklärung, deren Funktion es ist, einen Aspekt des Textes zu definieren, zu priorisieren oder zusammenzufassen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Manchmal trägt sie einen Untertitel oder Antetítulo, der Informationen hinzufügt oder präzisiert. Der Stil ist meist kurz, präzise und informativ, mit dem Zweck, das Interesse auf den Inhalt zu ziehen.
Die Nachricht: Merkmale und Struktur
Die Nachricht ist eine Darstellung von Ereignissen von öffentlichem Interesse und Aktualität. Die Kommunikationsmedien entscheiden nach bestimmten Kriterien, ob eine Tatsache zu einem Ereignis wird. Diese Kriterien sind vielfältig: Nähe, Tragweite oder menschliches Interesse. Eine Nachricht muss die Fragen Wer, Was, Wie, Wo, Wann und Warum beantworten, auch wenn manchmal ein Element fehlt.
Die klassische Struktur folgt dem Prinzip der umgekehrten Pyramide: Sie beginnt mit den wichtigsten Informationen und bewegt sich zu Details mit abnehmendem Interesse fort. Die Nachricht ist in zwei Teile gegliedert:
- Der Lead (Einstieg): Eine klare und präzise Darstellung der Geschichte, die die wichtigsten Elemente enthält und Autonomie besitzt.
- Der Körper: Hier werden die Informationen nach abnehmender Wichtigkeit in Abschnitten mit erheblicher Autonomie angeordnet.
Nachrichten werden objektiv und in einem unpersönlichen Stil geschrieben; oft sind sie nicht namentlich gezeichnet, da die Agentur oder die Zeitung die Verantwortung trägt.
Berichte und Interviews
Die Reportage (Feature) ist eine Weiterentwicklung der Nachricht mit mehr Tiefe. Es werden zusätzliche Quellen wie direkte Beweise oder Aussagen von Beteiligten genutzt. Die Struktur ähnelt der Nachricht (Einstieg und Körper), wobei der Einstieg besonders attraktiv und das Ende suggestiv gestaltet sein sollte. Hier überwiegen erzählende und beschreibende Texte mit einem persönlicheren Stil.
Das Interview gibt ein Gespräch zwischen dem Interviewer und dem Befragten wieder. Es kann sich auf Aussagen, die Persönlichkeit oder die psychische Verfassung konzentrieren. Die Struktur besteht aus einer Einleitung (Rahmen und Grund des Interviews) und dem Frage-Antwort-Teil. Der Stil variiert je nach Art des Interviews.
Meinungsbetonte Genres
- Der Leitartikel (Editorial): Drückt die Meinung der Zeitung zu aktuellen Ereignissen aus. Er ist nicht unterzeichnet und steht an einem festen Ort. Er verbindet Exposition und Argumentation. Der Stil ist kultiviert, sachlich und ruhig.
- Der Artikel (Kolumne): Ein von einem Autor unterzeichneter Beitrag zu einem Thema von Interesse. Die Themen sind vielfältig und nicht zwingend aktuell. Die Struktur ist frei und der Stil persönlich.
- Der Brief an die Redaktion: Meinungsäußerung eines Lesers zu einem beliebigen Thema. Er muss unterzeichnet sein. Der Stil sollte klar, präzise und korrekt sein.
Mischgattungen: Chronik und Kritik
Die Chronik verbindet Information mit interpretierenden Elementen. Sie unterscheidet sich durch die persönliche Perspektive des Chronisten, der oft direktes Zeugnis ablegt. Die Kulturkritik informiert über kulturelle Ereignisse und bewertet diese. Der Autor ist ein Spezialist; der Text ist beschreibend, erklärend und argumentativ. Struktur und Stil sind frei und oft sehr subjektiv.