Grundlagen der Massenmedien und journalistische Genres
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Millennium Media: Funktionen der Massenmedien
- Berichterstattung: Entwicklung von Tatsachen, die für die Gesellschaft relevant sind.
- Meinungsbildung: Auswahl und Sortierung von Informationen nach ideologischen Kriterien, um die Positionierung der Empfänger zu fördern.
- Bildung: Vermittlung kultureller Werte über Generationen hinweg.
- Förderung: Bereitstellung nützlicher Dienste für den Einzelnen und die Gesellschaft.
- Überzeugung: Überreden des Lesers durch Argumente, die eine These stützen.
- Unterhaltung: Erfüllung eines Grundbedürfnisses des modernen Lebens.
Die Massenmedien
Struktur und Genres
- Informationsgenres: Entwicklung von Fakten.
- Meinungsgenres: Vermittlung einer spezifischen Sichtweise.
- Hybrid-Genres: Kombination aus Meinung und Information.
Informationsgenres: Die Nachricht
- Struktur: Pyramidenförmiger Aufbau (Lead und Entwicklung im Absatz). Beantwortung der W-Fragen (Was, Wer, Warum, Wo, Wie).
- Elemente:
- Schlagzeile: Synthetisiert die Information, oft in Großbuchstaben.
- Unterzeile: Ergänzende Informationen zum Titel.
- Lead (Erster Absatz): Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte.
- Hauptteil: Detaillierte Informationen in weiteren Absätzen.
Der Bericht
Der Bericht informiert, interpretiert und entwickelt Informationen auf Basis einer Untersuchung. Er beleuchtet verschiedene Aspekte der Realität.
- Struktur des Leads: Zusammenfassung, Ironie, Kontrast, Zitat, Fragen, Beschreibung oder Hintergrund.
- Hauptteil-Varianten:
- In Aktion: Narrative Priorisierung (Multi-Pyramide).
- Ereignisbericht: Statische Sichtweise, absteigende Wichtigkeit der Informationen.
- Interview-Stil: Kombination aus Erzählung und Zeugenaussagen.
Meinungsgenres
- Redaktion: Verantwortliche Meinung der Redaktion zu aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen.
- Op-Ed (Gastbeitrag): Persönliche Sichtweise einer bekannten Person zu einem kontroversen Thema.
- Leserbrief: Raum für Leser, um Argumente und Gegenargumente zu äußern.
Das Interview
Ein strukturierter Dialog zwischen einem Journalisten und einer Persönlichkeit.
- Einleitung: Profilbildung und biographischer Hintergrund.
- Hauptteil: Einsatz offener Fragen und Dokumentation nonverbaler Nuancen.
- Entwicklung: Auswahl der relevantesten Fragen und Antworten; Schutz der Privatsphäre.
Stereotype in den Medien
Stereotype sind verallgemeinerte Klischees über Gruppen. Werbung und Medien fördern diese oft, um Konsummuster zu prägen.
- Sexistische Stereotype: Wertung basierend auf dem Geschlecht.
- Soziale Stereotype: Differenzierung nach sozialem Status.
- Ethnische Stereotype: Wertung basierend auf der Herkunft oder Rasse.
Literarische Themen
Wiederkehrende Motive, die ein gemeinsames Denken ausdrücken:
- Carpe diem: Nutze den Tag, genieße die Jugend.
- Collige, virgo, rosas: Pflücke die Rosen, Mädchen (Vergänglichkeit der Schönheit).
- Ubi sunt: Wo sind sie? (Frage nach dem Sinn des Lebens und dem Schicksal).
- Beatus ille: Glücklich derjenige, der dem Lärm der Stadt entflieht.
- Locus amoenus: Der angenehme Ort (Natur als idealer Ort der Kommunikation mit Gott).