Grundlagen der Meteorologie und Klimatologie

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1. Sonneneinstrahlung und Bewölkung

Die Sonneneinstrahlung bezeichnet die Menge der Sonnenstrahlung, die die Erdoberfläche erreicht. Die Trübung beschreibt den Zustand der Atmosphäre bei bewölktem Himmel.

2. Lufttemperatur und Frost

Die Lufttemperatur ist das Maß für den Wärmegrad der Luft. Sie wird durch Isothermen dargestellt, die Orte gleicher Temperatur verbinden. Die jährliche Temperaturschwankung ist die Differenz zwischen der Durchschnittstemperatur des wärmsten und des kältesten Monats.

Frost tritt auf, wenn die Temperatur auf 0 °C sinkt. Dies kann durch zwei Prozesse geschehen:

  • Strahlungsfrost: Der Boden kühlt ab und gibt die Kälte an die darüberliegende Luft ab.
  • Advektionsfrost: Eine sehr kalte Luftmasse strömt in ein Gebiet ein.

3. Luftfeuchtigkeit, Nebel und Trübung

Die Luftfeuchtigkeit ist die Menge an Wasserdampf in der Luft, die durch Verdunstung entsteht. Sie hängt von der Nähe zum Meer und der Temperatur ab.

Nebel ist die Ansammlung von Wassertröpfchen in der unteren Atmosphäre, die die Sicht auf unter 1 km einschränkt. Er entsteht durch Kondensation feuchter Luft. Die Entstehung kann durch Strahlung (Wärmeverlust des Bodens) oder Advektion (warme, feuchte Luft über kaltem Boden) erfolgen.

Die Trübung reduziert die Sichtweite durch feine Staubpartikel in den unteren Atmosphärenschichten.

4. Luftdruck und Wind

Der Luftdruck hängt von den Eigenschaften der Luftmassen ab. In Spanien dominieren im Winter und Sommer oft Hochdruckgebiete, während im Frühjahr Tiefdruckgebiete auftreten können.

Winde sind horizontale Luftbewegungen, die durch Druckunterschiede (von Hoch- zu Tiefdruckgebieten) entstehen. Spanien ist insbesondere von Westwinden geprägt.

5. Niederschlag

Niederschlag ist Wasser, das in flüssiger oder fester Form aus Wolken fällt. Auf Karten wird er durch Isohyeten dargestellt. Niederschläge entstehen durch das Aufsteigen, Abkühlen und Kondensieren von Wasserdampf. Je nach Ursache unterscheidet man:

  • Orographischer Niederschlag
  • Konvektiver Niederschlag
  • Frontaler Niederschlag

6. Verdunstung und Trockenheit

Die Verdunstung ist der Prozess, bei dem Wasser bei Raumtemperatur in Dampf umgewandelt wird. Die Rate steigt mit der Temperatur.

Die Evapotranspiration beschreibt den Feuchtigkeitsverlust der Erdoberfläche durch Sonneneinstrahlung und die Transpiration von Pflanzen. Man unterscheidet zwischen der tatsächlichen und der potenziellen Evapotranspiration.

Trockenheit beschreibt das Verhältnis zwischen Wärme und Feuchtigkeit. Sie nimmt mit steigender Temperatur und abnehmendem Niederschlag zu. Zur Berechnung dienen verschiedene Indizes:

  • Gaussen-Diagramm: Misst die monatliche Trockenheit. Ein Monat gilt als trocken, wenn das Doppelte der Durchschnittstemperatur größer oder gleich dem Gesamtniederschlag ist.
  • Lautensach-Meyer-Tabelle: Bestimmt die allgemeine Trockenheit einer Zone anhand der Monate mit Wasserdefizit (weniger als 30 mm Niederschlag).

Man unterscheidet zwischen humiden, semiariden (1–3 trockene Monate) und extrem semiariden Zonen (7–11 trockene Monate).

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