Grundlagen der Musik: Ausdruck, Tempo und Vokalmusik
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Musikalischer Ausdruck und seine Elemente
Punkt 5
Was ist musikalischer Ausdruck?
Musikalischer Ausdruck entsteht, wenn der Interpret dem Publikum jene Emotionen vermittelt, die jenseits der reinen Noten liegen. Die Elemente, die dazu beitragen, sind: die Dynamik (die Verwendung verschiedener Schattierungen), das Tempo, der Charakter sowie die Akzentuierung und Artikulation.
Was ist das Tempo oder die Bewegung?
Dieser Begriff bezieht sich auf die Geschwindigkeit, mit der ein Musikstück ausgeführt wird. Abhängig vom Tempo kann ein Werk unterschiedliche Empfindungen vermitteln. Diese Ausdrücke stehen meist am Beginn des Stücks.
- Metronom: Ein Gerät, das Schläge pro Minute wiedergibt.
- Metronomangabe: Die Anzahl der Schläge, die pro Minute ausgeführt werden sollen.
- Tempoangaben: Italienische Begriffe, die den Grad des Tempos bestimmen. Die häufigsten sind: langsam (Grave, Largo, Lento, Adagio), mittel (Andante, Moderato) und schnell (Allegro, Vivace, Presto).
- Accelerando und Ritardando: Progressive Tempowechsel (etwas schneller oder etwas langsamer werden). Zur Wiederherstellung des ursprünglichen Tempos werden Begriffe wie a tempo oder Tempo primo verwendet.
Vokalgruppen und Chorarten
Vokalgruppen können nach ihrer Besetzung, den Stimmen und der Anzahl ihrer Mitglieder eingeteilt werden:
- Kammermusik-Ensembles oder Vokalgruppen: Diese bestehen aus maximal 8 bis 9 Mitgliedern (Duos, Trios, Quartette etc.), wobei die Stimmen gleichartig oder gemischt sein können.
- Chöre: Abhängig von der Größe gibt es Kammerchöre (meist weniger als 20 Personen) sowie Chöre und Gesangsvereine, die mehr als 100 Menschen umfassen können.
Arten von Chören
- Gemischter Chor
- Männerchor
- Frauenchor
- Sängerknaben
- Chor der weißen Stimmen (Frauen und Kinder)
Musik aus anderen Kulturen
Die Musik Schwarzafrikas
Diese Musik besitzt eine reiche Rhythmik (Verwendung von Polyrhythmik) und ist durch Schlaginstrumente sowie kurze, wiederholte rhythmische oder melodische Formeln geprägt. Ein Großteil dieser Musik ist eng mit dem Tanz verbunden.
Rhythmik: Akzentuierung und besondere Gruppen
Punkt 6
Unregelmäßige rhythmische Akzentuierung
Um Empfindungen einer unregelmäßigen rhythmischen Akzentuierung zu erzeugen, verwenden wir Synkopen und Noten auf dem Offbeat (Nachschlag).
- Synkopen: Noten, die auf einem schwachen Taktteil beginnen und in einen starken Taktteil hineinklingen.
- Noten auf dem Offbeat: Noten, die auf einem schwachen Taktteil stehen, denen jedoch eine Pause auf dem starken Taktteil vorausgeht.
Besondere rhythmische Unterteilungen
Dies sind Gruppen aus Notenwerten oder Pausen, deren Dauer vom realen Wert abweicht, den sie repräsentieren. Sie entstehen durch Reduktion oder Erweiterung. Ein bekanntes Beispiel für eine Reduktion ist die Triole, während die Duole ein Beispiel für eine Erweiterung darstellt.
Die Geschichte und Stile des Jazz
Der Jazz ist die Vereinigung zweier verschiedener musikalischer Traditionen: der afrikanischen und der europäischen. Er entstand im 17. Jahrhundert in den USA mit der Ankunft afrikanischer Sklaven. Jazz ist durch unregelmäßige Rhythmen, Akzentuierung und Improvisation gekennzeichnet.
- Gospel: Entstand im 19. Jahrhundert durch die Christianisierung der Sklaven; hierin spiegeln sich Themen des Alten Testaments wider.
- Der Blues: Eine Mischung aus Balladen, Liedern und verschiedenen Ausdrucksformen der populären Arbeit.
- Der Ragtime: Ein sehr dynamischer Klavierstil mit großer rhythmischer Kraft.