Grundlagen der Ökologie: Gesetze, Interaktionen und Dynamik
Eingeordnet in Medizin & Gesundheit
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,53 KB
Gesetze der Ökologie
Liebigs Minimumgesetz (1840): Es besagt, dass das Wachstum einer Pflanze von der Menge desjenigen Elements abhängt, das im Minimum vorhanden ist (z. B. Wasser, Gase).
Shelford-Toleranzgesetz: Die Existenz und das Gedeihen eines Organismus hängen vom Mangel oder Überschuss an Faktoren ab, die sich den Toleranzgrenzen des Körpers nähern. Es gibt Organismen mit unterschiedlichen Toleranzbereichen:
- Stenök: Organismen mit geringer Toleranz.
- Euryök: Organismen mit weiter Toleranz.
Interaktionen zwischen Organismen
Biotische Faktoren: Dazu zählen Krankheiten, Räuber-Beute-Beziehungen und Parasitismus.
- Interspezifische Beziehungen: Interaktionen zwischen Individuen verschiedener Arten.
- Intraspezifische Beziehungen: Interaktionen zwischen Individuen derselben Art.
Positive und negative Wechselwirkungen
- Positive Wechselwirkungen: Zusammenarbeit, Mutualismus oder Kommensalismus, bei denen Vorteile erzielt werden.
- Negative Interaktionen: Räuber-Beute-Beziehungen oder Parasitismus, die das Überleben einer Population beeinflussen.
Formen der Interaktion
- Neutralismus: Zwei Populationen interagieren, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen.
- Wettbewerb: Zwei Individuen konkurrieren um Ressourcen oder Raum.
- Mutualismus (Gegenseitigkeit): Beide Populationen profitieren von der Entwicklung und dem Überleben der anderen.
- Zusammenarbeit: Beide Populationen profitieren, aber die Beziehung ist nicht zwingend.
- Kommensalismus: Eine Population profitiert, während die andere unbeeinflusst bleibt.
- Parasitismus oder Räuber-Beute-Beziehung: Eine Population schädigt die andere.
Populationsökologie
Population: Eine Gruppe von Organismen derselben Art, die ein bestimmtes geografisches Gebiet bewohnen.
Individuenzahl: Die Anzahl der Individuen, die für die Untersuchung der Population relevant sind.
Dichte: Die Größe der Population bezogen auf eine Raumeinheit.
- Bruttodichte: Anzahl der Organismen oder Biomasse bezogen auf die Gesamtfläche.
- Ökologische Dichte: Anzahl der Organismen oder Biomasse bezogen auf die tatsächlich besiedelte Fläche.
Wachstumsfaktoren
- Geburtenrate: Prozentsatz der Zunahme einer Population durch neu geborene Individuen in einem bestimmten Zeitraum.
- Maximale Wachstumsrate: Theoretisch maximale Produktion neuer Organismen unter idealen Bedingungen.
- Ökologische Wachstumsrate: Reale Wachstumsrate unter natürlichen Bedingungen.
- Mortalität (Sterberate): Rückgang der Population durch den Tod von Individuen.
- Minimale Mortalität: Physiologisch bedingte Sterblichkeit unter optimalen Bedingungen.
- Ökologische Mortalität: Sterblichkeit unter realen limitierenden Faktoren wie Klima oder Räubern.
- Migration: Die Bewegung von Individuen oder deren Verbreitungseinheiten (Samen, Sporen etc.).
Netto-Bevölkerungswachstum: Geburtenrate - Sterberate ± Migration.